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Do, 19:11 Uhr
24.09.2009

Rekorde und Verärgerung

Am Abend fand im Nordhäuser Theater die Immatrikulationsfeier für die Erstsemestler der Fachhochschule statt. Da vermeldete Präsident Prof. Jörg Wagner zwar Rekordzahlen, dennoch wollte studienpolitischer Sonnenschein nicht aufkommen...

Immatrikulation im Theater (Foto: nnz) Immatrikulation im Theater (Foto: nnz)

Mit über 800 neu eingeschriebenen Studenten trotzt die Nordhäuser Hochschule den Auswirkungen des Geburtenrückgangs. Dennoch blieben etwas 500 davon dem feierlichen Akt im Theater fern, So leer waren die Reihen im Parkett noch nie. Dennoch strahlte Wagner Optimismus aus: „Während andere ostdeutsche Hochschulen aufgrund der Geburtenrückgänge in den Nachwendejahren ängstlich auf die Einschreibezahlen blicken, veröffentlicht die Fachhochschule Nordhausen Rekordzahlen“, so der Präsident.

Wagner (Foto: nnz) Wagner (Foto: nnz) Dank einer Steigerung der Studienanfänger um über 30 Prozent zum Vorjahr erreicht die Nordhäuser Hochschule einen neuen Einschreiberekord. 2.500 junge Menschen studieren nun in der Nordthüringer Rolandsstadt. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg des Anteils westdeutscher Studienanfänger auf fast 40 Prozent. Somit kommen 70 Prozent der von außerhalb Thüringens stammenden Erstsemestlern aus den alten Bundesländern.

Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD): „Dies spricht für den sehr guten Ruf unserer Hochschule, die zugleich Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist.“

Allerdings zehrt dieser Ansturm auch an den Kapazitäten der Hochschule. Zahlreiche Lehrveranstaltungen müssten mehrspurig angeboten und die Raumkapazitäten hundertprozentig ausgelastet werden, um dem guten Ruf der Lehre in Nordthüringen weiterhin gerecht zu werden. Der Präsident der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Dr. Jörg Wagner, nimmt diese Situation zum Anlass, die Politik zum Handeln aufzufordern: „Alle Parteien haben im Landtagswahlkampf mehr Investitionen in die Bildung versprochen, nun müssen Taten folgen. Der Landtagswahl folgte nun eine Abstimmung der Studienanfänger mit den Füßen nach Nordhausen. Hierauf muss zeitnah reagiert werden.“

Immatrikulation im Theater (Foto: nnz) Immatrikulation im Theater (Foto: nnz)
99 junge Menschen aus nunmehr 30 Ländern werden am Studienkolleg auf ein Studium in Deutschland vorbereitet

Der Hochschulpräsident geht noch weiter: „Die Landeshauptstadt muss nun ihren Blick mal nach Norden wenden. Der Hochschulstandort Nordhausen hat bewiesen, dass er es wert ist, gefördert zu werden. Pläne für die weitere Entwicklung liegen bereit, die Politik muss nur entscheiden diese auch zu finanzieren“.

Das, was heute nicht gesagt wurde ist die Tatsache, dass sich die Nordhäuser Bildungseinrichtung in der Tat verschaukelt fühlt. Durch eben diese Landesregierung. Im vergangenen Jahr reiften am Weinberg die Pläne, unter anderem einen Studiengang „Technische Landwirtschaft“ zu etablieren. Die Antwort aus der Landesregierung: Geht nicht zu fördern, kein Geld.

Jetzt wurde bekannt, dass genau solch ein Studiengang an der Fachhochschule in Erfurt gefördert werden soll. Das Finanzministerium soll dafür grünes Licht signalisiert haben. Inoffiziell wurde geplaudert, dass einem Mitglied des Erfurter Hochschulrates eine gewisse Nähe zum Finanzministerium nachgesagt wird.
Autor: nnz

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Kommentare
eccehomo
24.09.2009, 21:06 Uhr
Verschaukelt, Herr Wagner? Das verwundert!
Sie fühlen sich von "Erfurt" verschaukelt, Herr Präsident? Das verwundert. Waren Sie nicht im "Team Althaus"? Dichter dran an den Entscheidungsträgern geht wohl kaum noch.

Oder drehen Sie jetzt - wo Herr Althaus sein Amt aufgegeben hat - schnell die Kurve, und schlagen jetzt auf jene Regierungsmannschaft verbal ein, die von jenem Menschen geführt wurde, den Sie unterstützt haben (was natürlich nicht verwerflich ist), um bei einer eventuell neuen Regierungskonstellation gleich wieder in die richtige Richtung zu fahren? (Falls ja, dann diesmal hoffentlich erfolgreicher ...)
MCKenzie
25.09.2009, 08:07 Uhr
Althausfreund
Sie, Herr Wagner, haben Feste gefeiert mit Herrn Althaus, Sie waren der festen Überzeugung das die CDU mit Althaus ihre Ziele durchsetzen wird.

Pech gehabt und aufs falsche Pferd gesetzt. Besser ist Sie treten gleich auch zurück. Eine Hochschule ist gut für NDH, ein neuer Rektor vll. auch ?
98maschr
25.09.2009, 08:29 Uhr
Kein Wunder
Man braucht sich glaube ich nicht wundern, daß so wenige da waren, wenn man den Termin so spät legt. Früher war die Veranstaltung doch während der Einführungswoche soweit ich mich entsinnen kann. Und wenn dazu noch viele Erstsemester frei haben am darauffolgenden, heutigen Tag kann die geringe Beteiligung letztendlich keinen mehr verwundern ;)
Wer will schon freiwillig Herrn Jendricke verpassen...
denk-mal
26.09.2009, 17:14 Uhr
überparteilichkeit ...
ein rektor einer fachhochschule sollte zumindest versuchen überparteilich zu sein, für eine partei als chef einer solchen einrichtung flagge zeigen, rächt sich früher oder später. vielleicht wird daraus richtig geschlussfolgert und man hofiert alle landtagsabgeordnete, das spektrum was aus nordhausen dort vertreten ist, ist eigentlich groß, bis auf die spd und die grünen dürften alle parteien durch mandatsträger aus nordhausen vertreten sein.
und wenn 98 maschr kommentiert wer will schon freiwillig herrn jendricke verpassen, dann war das treffend :)
98maschr
27.09.2009, 15:22 Uhr
Bitte weiter so Herr Wagner
Zu fordern Herr Wagner möge zurücktreten nur weil er sich in den Augen anderer zu etwas bekennt finde ich mehr als geschmacklos. Herr Wagner ist ein mehr als kompetenter Mann und macht das für das er bezahlt wird sehr gut.

Und werter denk-mal, glauben sie mir in seiner Funktion als Rektor der FH ist Herr Wagner überparteilich - niemand wird dort bevorzugt behandelt und wer etwas anderes behauptet oder andeutet weiß es womöglich nicht besser oder lügt aus purer Mißgunst (Sie zähle ich hierbei allerdings zu ersterer Gattung).

Es ist nicht alles Gold was glänzt an der FH aber die FH ist immer noch sehr jung und viele Dinge dort verändern sich hier rasend schnell. Man hat keine starren Strukturen wie an vielen der ach so tollen Elite-Unis die ihren Titel nur der Forschung zu verdanken haben, bei denen aber die Lehre auf der Strecke bleibt...

Kurzum wir sind auf einem Guten Weg mit der FH, trotz dessen - oder gerade weil? - Leute wie MCKenzie dort nichts zu sagen haben.
denk-mal
27.09.2009, 17:00 Uhr
richtig lesen
es wurde von mir nicht behauptet das unser rektor parteilich sei, ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht dass eine parteilichkeit keine vorteile bringt. Herr wagner ist ohne frage eine sehr angagierte persönlichkeit und kämpft mit grossem fleiss für seine und unsere fachhochschule, herr 98maschr sie interpretieren etwas in meinen kommentar, woher nehmen sie nur solche gedanken und behauptungen....
mosaic
27.09.2009, 18:13 Uhr
dumm gelaufen..
Es ist allgemein bekannt, dass Herr Wagner nahe bei Herrn Althaus stand... Ob aus Gründen der Parteilichkeit, persönlichen Freundschaft oder einem "gewissen" Eigennutz obliegt natürlich den Spekulationen.. :-)

Aber den Zuwachs der Studentenzahlen hat er größtenteils nicht seiner "engagierten Arbeit" zu verdanken, sondern lediglich der Tatsache, dass Thüringen eins von wenigen Bundesländern ist, in denen es noch keine Studiengebühren gibt. Neben dieser hört man auch immer wieder eine andere Begründung "auswärtiger" Studenten erstaunlich oft, wenn man sie fragt, warum es sie aus ihren Metropolen in eine Provinz zieht.

Die Antwort fällt meist einfach wie logisch aus: "Weil ich woanders nicht angenommen wurde".. Da verwundert es auch nicht, viele Studenten anzutreffen, die das 1mal1 der deutschen Rechtschreibung nicht beherrschen, geschweige denn wie sie einen Rechner anschalten und produktiv darauf arbeiten.. Die FH hat in den letzten Jahres große Entwicklungen gemacht, tolles Equipment, einen wunderschönen Campus und viele Möglichkeiten bekommen, keine Frage!

Aber die Repräsentanz durch einen Jungspunt, der auf allen Studentenparties an vorderster Front in Muskelshirts mittrinkt, Reden vor internationalem Publikum in Jeans und Sonnenbrille in schlechtem Englisch vorträgt und auch sonst eine mehr schlechte als rechte Authoritätsperson darstellt.. NAJA..

Aber erst die Studentenzahlen mit überdurchschnittlich vielen Zulassungen trotz zu geringer Raumkapazitäten zu sprengen und dann hinterher zu jammern, dass er nicht mehr Geld (wie wahrscheinlich schon einkalkuliert) dafür bekommt... das war dann wohl eher eine klassische Milchmädchenrechnung. Dumm gelaufen.. Die Studienqualität leidet nicht erst seit gestern darunter..

Und der Deal mit der Stadt, die jeden Studenten mit finanziellen Mitteln lockt, sollte er sich zum Hauptwohnsitz NDH ummelden, zeigt ja, worauf es ankommt.. Es ist in der FH mittlerweile vieles nur noch zu Massenabfertigungen geworden, Quantität vor Qualität im finanziellen Interesse. Daran gibts überhaupt nichts schönzureden.
denk-mal
28.09.2009, 10:42 Uhr
locker vom hocker
sehen sie es gibt immer einen der die katze aus dem sack lässt.
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