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Mi, 09:06 Uhr
23.09.2009

Mit „50“ gegen den Baum

Die Nordhäuser Kreisverkehrswacht und ihre Partner war heute in der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften zu Gast. Mit der „Aktion Junge Fahrer“ sollten auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Vor allem bei jungen Fahrern...


Begutachtet (Foto: nnz) Begutachtet (Foto: nnz)
Unmittelbar nach dem Aufprall konnten sich die Berufsschüler das "Ergebnis" ansehen

Die Verkehrssicherheitsaktion der Kreisverkehrswacht Nordhausen wird unter dem Motto "Aktion junge Fahrer“ durchgeführt. Die Veranstaltung findet auch in dieser Auflage in Zusammenarbeit mit der Staatlich berufsbildenden Schule statt, und wurde durch Landrat Joachim Claus (CDU) als Schirmherr Olaf Salomon, den Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht eröffnet. Danach wurde der Aufprall eines Auto an einem Baum mit einer Geschwindigkeit von 50 kmh simuliert.

Bis zum Mittag werden zahlreiche erlebnisorientierte Testgeräte und Simulatoren wie Unfalldemonstration, Fahrsimulator, Bremssimulator, Überschlagsimulator, Gurtschlitten, Seh - und Reaktionstestgerät, Motorradsimulator, Erste Hilfe und ein Infostand der Polizei eingesetzt. “Ziel war es, dass die jungen Leute mitmachen und ihre Erfahrungen in die Gespräche mit Experten einbringen konnten“, erklärte Dieter Köhler von der Nordhäuser Verkehrswacht.

Die heutige "Aktion Junge Fahrer" der Kreisverkehrswacht Nordhausen widmet sich der Verkehrssicherheitsarbeit für junge Menschen, um die hohe Unfallbelastung der jungen Fahrerinnen und Fahrer abzubauen. Unzureichende Fahrpraxis und Selbstüberschätzung sorgen dafür, dass Fahranfänger deutlich mehr Unfälle produzieren als „alte Hasen“: Obwohl die 18 bis 25jährigen nur acht Prozent der Autofahrer stellen, spielen junge Verkehrsteilnehmer bei den Unfallverursachern eine führende Rolle. Mehr als ein Fünftel (22%) aller Unfälle mit Personenschaden wurden von 18 bis 25jährigen verursacht. (Statistisches Bundesamt)

“Anfängerfehler haben viele Ursachen: Mancher beugt sich dem Druck der Gruppe, die besonders schnelles Fahren „cool“ findet und über maßvolles Fahren ihre Witzchen macht. Kindisches Imponiergehabe im Auto ist keine Seltenheit: ein Grund, weshalb regelrechte Rennen veranstaltet und dabei auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Diskofahrten haben ihre eigenen Tücken: Junge Fahrer überschätzen oft ihre Aufmerksamkeits - und Konzentrationsfähigkeit. Häufig sind sie nach einer Diskonacht in den frühen Morgenstunden unterwegs“, so Olaf Salomon im Gespräch mit der nnz.

Die "Aktion Junge Fahrer" ist eine Initiative der Deutschen Verkehrswacht. Sie wird unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau - und Stadtentwicklung. Die Kreisverkehrswacht möchte sich schon jetzt, zu Beginn der Aktion, bei allen Helfern herzlich bedanken.
Autor: nnz

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