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Fr, 09:12 Uhr
18.09.2009

Große Gefühle in großer Oper

Eine Frau zwischen zwei Männern, mit dem einen verheiratet, verliebt in dessen besten Freund. Diesem nur zu menschlichen Stoff gab Verdi in seiner Oper „Ein Maskenball“ eine politische Ebene hinzu, indem er die Handlung nach Schweden verlegte und den Geliebten zum König Gustavo III., den Rivalen zu dessen Freund und Vertrauten Graf Anckarström machte.

Proben-Aufnahmen (Foto: R. Obst) Proben-Aufnahmen (Foto: R. Obst)
Beste Freunde und Rivalen – Renato Graf von Anckarström (Gavin Taylor, vorne links) und König Gustavo III. (Hugo Mallet, vorne rechts)

Und so mischen sich die großen Gefühle – von Verdi mit seiner unvergleichlich anrührenden Musik mit Leben erfüllt – mit der großen Politik. So wird aus der Dreiecksgeschichte ein Königsdrama von shakespearschen Dimensionen. Graf Anckarström, der durch Zufall die Liebe zwischen seiner Frau und seinem Freund entdeckt, lässt sich von Verschwörern überreden, den König auf einem Maskenball umzubringen. Was er nicht weiß: König Gustavo III. und Amelia hatten die Kraft, auf ihre Liebe zu verzichten, um Treue und Freundschaft zu bewahren.

So hat sich der Kreis geschlossen, denn die Wahrsagerin Ulrica Arvedson hatte dem König prophezeit, dass er von dem nächsten, der ihm die Hand geben würde, getötet werde. Als es Renato Graf Anckarström ist, hält Gustavo das ganze für Unsinn und fühlt sich sicher.

Die emotionale und dramatische Oper, die in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln aufgeführt wird, hat am 25. September im Theater Nordhausen in hochkarätiger Besetzung Premiere. Hugo Mallet, in Nordhausen bereits als Hoffmann in „Hoffmanns Erzählungen“ bekannt, konnte für die Rolle des Gustavo verpflichtet werden. Gavin Taylor, seit der vergangenen Spielzeit Ensemblemitglied in Nordhausen, ist Anckarström, sein Freund und Rivale. Und die Amelia wird von Sabine Blanchard verkörpert.

Die Sopranistin erhielt in der vergangenen Spielzeit den Nordhäuser Theaterpreis und sang hier Partien wie die Mimi in „La Bohème“, Donna Anna in „Don Giovanni“ und Antonia in „Hoffmanns Erzählungen“. Das Trio der Protagonisten wird ergänzt durch das Ensemble des Theaters Nordhausen, Opern- und Extrachor sowie das Loh-Orchester Sondershausen. Und als Gast in der Rolle der Wahrsagerin Ulrica ist erstmals in Nordhausen die Mezzosopranistin Jelena Bodrazic zu erleben.

Für das Ensemble um Generalmusikdirektor Markus L. Frank, Regisseur Søren Schuhmacher aus Berlin, Bühnenbildner Norbert Bellen und Kostümbildnerin Katrin Kath beginnt jetzt die Endprobenphase. Premiere feiert „Ein Maskenball“ am 25. September um 19.30 Uhr. Die nächsten Vorstellungen folgen am 30. September um 15 Uhr, am 17. Oktober um 19.30 Uhr und am 1. November um 14.30 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und im Internet unter www.theater-nordhausen.de.
Autor: nnz/kn

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