Do, 12:39 Uhr
17.09.2009
Außenhandel schwächelt weiter
Obwohl die Kurve der Außenhandelserträge Thüringer Firmen im Gegensatz zum ersten Quartal 2009 leicht ansteigend ist, blieben die Ergebnisse deutlich hinter den Vorjahreszahlen zurück.
Thüringen exportierte nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im zweiten Quartal 2009 Güter im Wert von 2,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 entspricht dies einem Rückgang um 26,3 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Exporte leicht um etwa 5 Prozent.
Wie auch im ersten Quartal 2009 ziehen sich die deutlichen Exporteinbußen durch alle Bereiche der gewerblichen Wirtschaft in Thüringen.
Allerdings erholte sich die Nachfrage nach der bedeutendsten Warengruppe der Ausfuhren 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' und führte hier zu einem Exportzuwachs von 16,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2008 bzw. 37,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2009.
Die Importausgaben beliefen sich für den gleichen Zeitraum auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro, das waren 15,8 Prozent weniger als im zweiten Quartal des Jahres 2008.
In den Monaten April bis Juni 2009 verzeichnete Thüringen Ausfuhren in Höhe von insgesamt 2,2 Milliarden Euro. Das waren 26,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Exporte leicht um etwa 5 Prozent. Die deutschen Exporte sanken im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 25,6 Prozent ab.
Das Vereinigte Königreich blieb auch im zweiten Quartal 2009 der wichtigste Abnehmer Thüringer Waren (Anteil 12,6 Prozent am Gesamtexport) und ist eines der wenigen europäischen Länder, in das die Ausfuhr von Waren nicht zurückging. Vielmehr konnte das Exportergebnis im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 11,4 Prozent gesteigert werden. Die wesentliche Ursache für diese Entwicklung ist, dass im zweiten Quartal 2009 der Export von 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' in das Vereinigte Königreich mit 87,7 Prozent enorm zulegte und dadurch Exporteinbußen bei anderen Warengruppen kompensiert werden konnten.
Hingegen lag der Wert der Exporte nach Frankreich um 35,3 Prozent und nach Italien um 27,6 Prozent unter den Exportwerten des zweiten Quartals 2008; die beiden Länder blieben damit wie im ersten Quartal 2009 auf den Plätzen 2 und 3 der Exportrangliste.
Der Rückgang der Exporte im zweiten Quartal 2009 betraf ausschließlich den Bereich der gewerblichen Wirtschaft (- 21,1 Prozent) und hier nahezu alle Warengruppen, während die Nachfrage nach Gütern der Ernährungswirtschaft insgesamt um 3,1 Prozent zunahm.
Die Nachfrage nach 'Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge' schrumpfte auch im zweiten Quartal des Jahres 2009. Sie sank um 32,5 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2008.
Diese Warengruppe errang aber dennoch mit 175,8 Millionen Euro den zweithöchsten Wert unter den Warengruppen der Thüringer Exporte. Spitzenreiter wurde erneut die Warengruppe 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' mit einem Exportwert von 340,4 Millionen Euro, der um 16,6 Prozent über dem Wert des zweiten Quartals 2008 lag. An dritter Stelle folgte wieder der Export von 'Waren aus Kunststoffen' (105,5 Millionen Euro), der um 36,8 Prozent zurückging. Der Anteil der drei genannten Warengruppen am Thüringer Gesamtexport des zweiten Quartals 2009 belief sich auf 27,8 Prozent.
Im zweiten Quartal 2009 wurden Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro nach Thüringen eingeführt. Ein Vergleich mit dem zweiten Quartal 2008 zeigt einen Rückgang der Einfuhren um 15,8 Prozent.
Dieser beruht in der Hauptsache auf einer erheblich geringeren Einfuhr der Waren aus Asien
(- 42,0 Prozent), die 11,9 Prozent der Importe nach Thüringen ausmachen, sowie einem Rückgang der Einfuhren aus den EU-Ländern um 9,5 Prozent (Anteil 72,0 Prozent an den Gesamtimporten nach Thüringen).
Der über viele Jahre hinweg mit Abstand bedeutendste Handelspartner Thüringens, die Volksrepublik China, lieferte im zweiten Quartal 2009 nur noch Gütern im Wert von 103,4 Millionen Euro, 46,3 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2008, und rutschte damit auf Platz vier der wichtigsten Importländer (Anteil: 7,1 Prozent an den Gesamtimporten). An der Spitze stand in diesem Zeitraum Italien (Anteil: 8,9 Prozent) gefolgt vom Vereinigten Königreich (Anteil: 7,5 Prozent) sowie von Österreich (Anteil: 7,2 Prozent).
'Fahrgestelle, Karosserie, Motoren für Kfz' lagen mit einem Anteil von 16,2 Prozent ganz vorn bei den Thüringer Importwaren, erlitten aber im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 eine Nachfrageeinbuße von 13,3 Prozent. Mit - 69,4 Prozent brachen besonders drastisch die Importe von 'Büro- und automatischen Datenverarbeitungsmaschinen' ein und wurden damit vom zweiten Platz in der Rangliste der Thüringer Einfuhren verdrängt. Auf Platz zwei und drei finden sich nun 'Erdöl und Erdgas' (Anteil: 5,2 Prozent) und 'Luftfahrzeuge' (Anteil: 4,6 Prozent).
Autor: nnzThüringen exportierte nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im zweiten Quartal 2009 Güter im Wert von 2,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 entspricht dies einem Rückgang um 26,3 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Exporte leicht um etwa 5 Prozent.
Wie auch im ersten Quartal 2009 ziehen sich die deutlichen Exporteinbußen durch alle Bereiche der gewerblichen Wirtschaft in Thüringen.
Allerdings erholte sich die Nachfrage nach der bedeutendsten Warengruppe der Ausfuhren 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' und führte hier zu einem Exportzuwachs von 16,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2008 bzw. 37,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2009.
Die Importausgaben beliefen sich für den gleichen Zeitraum auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro, das waren 15,8 Prozent weniger als im zweiten Quartal des Jahres 2008.
In den Monaten April bis Juni 2009 verzeichnete Thüringen Ausfuhren in Höhe von insgesamt 2,2 Milliarden Euro. Das waren 26,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Exporte leicht um etwa 5 Prozent. Die deutschen Exporte sanken im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 25,6 Prozent ab.
Das Vereinigte Königreich blieb auch im zweiten Quartal 2009 der wichtigste Abnehmer Thüringer Waren (Anteil 12,6 Prozent am Gesamtexport) und ist eines der wenigen europäischen Länder, in das die Ausfuhr von Waren nicht zurückging. Vielmehr konnte das Exportergebnis im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um 11,4 Prozent gesteigert werden. Die wesentliche Ursache für diese Entwicklung ist, dass im zweiten Quartal 2009 der Export von 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' in das Vereinigte Königreich mit 87,7 Prozent enorm zulegte und dadurch Exporteinbußen bei anderen Warengruppen kompensiert werden konnten.
Hingegen lag der Wert der Exporte nach Frankreich um 35,3 Prozent und nach Italien um 27,6 Prozent unter den Exportwerten des zweiten Quartals 2008; die beiden Länder blieben damit wie im ersten Quartal 2009 auf den Plätzen 2 und 3 der Exportrangliste.
Der Rückgang der Exporte im zweiten Quartal 2009 betraf ausschließlich den Bereich der gewerblichen Wirtschaft (- 21,1 Prozent) und hier nahezu alle Warengruppen, während die Nachfrage nach Gütern der Ernährungswirtschaft insgesamt um 3,1 Prozent zunahm.
Die Nachfrage nach 'Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge' schrumpfte auch im zweiten Quartal des Jahres 2009. Sie sank um 32,5 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2008.
Diese Warengruppe errang aber dennoch mit 175,8 Millionen Euro den zweithöchsten Wert unter den Warengruppen der Thüringer Exporte. Spitzenreiter wurde erneut die Warengruppe 'Personenkraftwagen und Wohnmobile' mit einem Exportwert von 340,4 Millionen Euro, der um 16,6 Prozent über dem Wert des zweiten Quartals 2008 lag. An dritter Stelle folgte wieder der Export von 'Waren aus Kunststoffen' (105,5 Millionen Euro), der um 36,8 Prozent zurückging. Der Anteil der drei genannten Warengruppen am Thüringer Gesamtexport des zweiten Quartals 2009 belief sich auf 27,8 Prozent.
Im zweiten Quartal 2009 wurden Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro nach Thüringen eingeführt. Ein Vergleich mit dem zweiten Quartal 2008 zeigt einen Rückgang der Einfuhren um 15,8 Prozent.
Dieser beruht in der Hauptsache auf einer erheblich geringeren Einfuhr der Waren aus Asien
(- 42,0 Prozent), die 11,9 Prozent der Importe nach Thüringen ausmachen, sowie einem Rückgang der Einfuhren aus den EU-Ländern um 9,5 Prozent (Anteil 72,0 Prozent an den Gesamtimporten nach Thüringen).
Der über viele Jahre hinweg mit Abstand bedeutendste Handelspartner Thüringens, die Volksrepublik China, lieferte im zweiten Quartal 2009 nur noch Gütern im Wert von 103,4 Millionen Euro, 46,3 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2008, und rutschte damit auf Platz vier der wichtigsten Importländer (Anteil: 7,1 Prozent an den Gesamtimporten). An der Spitze stand in diesem Zeitraum Italien (Anteil: 8,9 Prozent) gefolgt vom Vereinigten Königreich (Anteil: 7,5 Prozent) sowie von Österreich (Anteil: 7,2 Prozent).
'Fahrgestelle, Karosserie, Motoren für Kfz' lagen mit einem Anteil von 16,2 Prozent ganz vorn bei den Thüringer Importwaren, erlitten aber im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 eine Nachfrageeinbuße von 13,3 Prozent. Mit - 69,4 Prozent brachen besonders drastisch die Importe von 'Büro- und automatischen Datenverarbeitungsmaschinen' ein und wurden damit vom zweiten Platz in der Rangliste der Thüringer Einfuhren verdrängt. Auf Platz zwei und drei finden sich nun 'Erdöl und Erdgas' (Anteil: 5,2 Prozent) und 'Luftfahrzeuge' (Anteil: 4,6 Prozent).

