Mi, 07:29 Uhr
16.09.2009
100 Jahre Bergwerk Bischofferode
Die GVV – Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH hat am 11. September 2009 an ihrem Standort Bergwerk Bischofferode auf eine einhundertjährige Bergbautradition zurückgeblickt. Dazu erreicht kn folgende Informationen..
Um 13.00 Uhr erfolgte eine Kranzniederlegung zur Ehrung der tödlich verunglückten Bergleute am Gedenkstein vor dem Gebäude des Kalivereins Bischofferode. Herr Pfarrer Husmann gedachte mit bewegenden Worten der Verunfallten. Vertreter der Bergmannsvereine aus Bischofferode, Roßleben, Menteroda, Sondershausen und Bleicherode hielten mit ihren Vereinsfahnen die Ehrenwache.
Im Anschluss wurde in einer Festveranstaltung mit zahlreichen Gästen nicht nur eine Rück-, sondern auch eine Vorschau auf die bergbaulichen Aktivitäten in Bischofferode gehalten.
Nach der Eröffnung durch den Geschäftsführer der GVV, Wolfgang Kirchner, ließ der Bergwerksleiter, Herr Henkel, in einem detailreichen Vortrag die wechselvolle Geschichte des Bergwerkes Revue passieren. Jahrzehntelang spielte das Kalibergwerk Bischofferode eine wichtige Rolle für die Region Eichsfeld. Seit 1909 bot das Bergwerk Bischofferode Generationen von Bergmännern Beschäftigung. Schon die Väter und Großväter fuhren in den Schacht ein, um dort unter schwerem körperlichem Einsatz neue Grubenfelder zu erschließen.
Die Förderung und Verarbeitung des Salzes wurde im Laufe der Jahre immer mehr mechanisiert. Insgesamt 114 Mio. t Rohsalz wurden gefördert, 1988 registrierte man die Jahreshöchstfördermenge von 3,7 Mio. t. Trotz aufopferungsvollem Arbeitskampf gelang es nicht, die Produktion aufrechtzuerhalten. 1993 wurde die letzte Förderschicht verfahren. Seitdem erfolgt die Stilllegung und Verwahrung des Bergwerkes. Heute befassen sich noch 54 Mitarbeiter mit der langzeitsicheren Verwahrung der Grube und der umweltverträglichen Entsorgung der entstehenden Haldenlauge.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der GVV, Herr Dr. Mahmut Kuyumcu, ging in seinem Grußwort auf Leistungen der Bergleute ein, deren Erfahrungsschatz heute noch die Grundlage der Arbeit vieler aus dem Bergbau im Südharz nach der Stilllegung hervorgegangenen
Unternehmen ist. Er führte aus, die Grube in Bischofferode werde erst dann verlassen wenn sichergestellt ist, dass diese durch ein umfassendes Monitoring langfristig überwacht werden kann. Zur Zeit läuft noch, bis voraussichtlich 2011, die Flutung der Grube Bischofferode. Wie lange dann das Monitoring, sprich Überwachung dauern wird, ist noch unklar. Das hängt wohl weitgehend damit zusammen, wie stabil die Flutung ist.
Nach alter Tradition wurde nach den Ansprachen zusammen das Bergmannslied intoniert und ein Bergmannsschnaps getrunken. Anschließend ergab sich die Gelegenheit für gemeinsame Gespräche. Künstlerisch untermalt und würdevoll begleitet wurde die Veranstaltung durch die Musikschule des Kyffhäuserkreises "Carl Schröder Konservatorium" und das Bergmannsblasorchester Sondershausen.
Autor: khhUm 13.00 Uhr erfolgte eine Kranzniederlegung zur Ehrung der tödlich verunglückten Bergleute am Gedenkstein vor dem Gebäude des Kalivereins Bischofferode. Herr Pfarrer Husmann gedachte mit bewegenden Worten der Verunfallten. Vertreter der Bergmannsvereine aus Bischofferode, Roßleben, Menteroda, Sondershausen und Bleicherode hielten mit ihren Vereinsfahnen die Ehrenwache.
Im Anschluss wurde in einer Festveranstaltung mit zahlreichen Gästen nicht nur eine Rück-, sondern auch eine Vorschau auf die bergbaulichen Aktivitäten in Bischofferode gehalten.
Nach der Eröffnung durch den Geschäftsführer der GVV, Wolfgang Kirchner, ließ der Bergwerksleiter, Herr Henkel, in einem detailreichen Vortrag die wechselvolle Geschichte des Bergwerkes Revue passieren. Jahrzehntelang spielte das Kalibergwerk Bischofferode eine wichtige Rolle für die Region Eichsfeld. Seit 1909 bot das Bergwerk Bischofferode Generationen von Bergmännern Beschäftigung. Schon die Väter und Großväter fuhren in den Schacht ein, um dort unter schwerem körperlichem Einsatz neue Grubenfelder zu erschließen.
Die Förderung und Verarbeitung des Salzes wurde im Laufe der Jahre immer mehr mechanisiert. Insgesamt 114 Mio. t Rohsalz wurden gefördert, 1988 registrierte man die Jahreshöchstfördermenge von 3,7 Mio. t. Trotz aufopferungsvollem Arbeitskampf gelang es nicht, die Produktion aufrechtzuerhalten. 1993 wurde die letzte Förderschicht verfahren. Seitdem erfolgt die Stilllegung und Verwahrung des Bergwerkes. Heute befassen sich noch 54 Mitarbeiter mit der langzeitsicheren Verwahrung der Grube und der umweltverträglichen Entsorgung der entstehenden Haldenlauge.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der GVV, Herr Dr. Mahmut Kuyumcu, ging in seinem Grußwort auf Leistungen der Bergleute ein, deren Erfahrungsschatz heute noch die Grundlage der Arbeit vieler aus dem Bergbau im Südharz nach der Stilllegung hervorgegangenen
Unternehmen ist. Er führte aus, die Grube in Bischofferode werde erst dann verlassen wenn sichergestellt ist, dass diese durch ein umfassendes Monitoring langfristig überwacht werden kann. Zur Zeit läuft noch, bis voraussichtlich 2011, die Flutung der Grube Bischofferode. Wie lange dann das Monitoring, sprich Überwachung dauern wird, ist noch unklar. Das hängt wohl weitgehend damit zusammen, wie stabil die Flutung ist.
Nach alter Tradition wurde nach den Ansprachen zusammen das Bergmannslied intoniert und ein Bergmannsschnaps getrunken. Anschließend ergab sich die Gelegenheit für gemeinsame Gespräche. Künstlerisch untermalt und würdevoll begleitet wurde die Veranstaltung durch die Musikschule des Kyffhäuserkreises "Carl Schröder Konservatorium" und das Bergmannsblasorchester Sondershausen.

