Mo, 12:34 Uhr
03.08.2009
Erinnerung an Harzer Käse
Mit einer literarischen Gedenkstunde in der Stadtbibliothek wird am Mittwoch in der Stadtbibliothek an den 25. Todestages des Schriftsteller Rudolf Hagelstange erinnert. Die Nordhäuser Einrichtung trägt dessen Namen...
Die Lesung gestalten Heidelore Kneffel, Dietrich Rose und Kersti Kramer. Eine Aufzeichnung einer Autorenlesung von Rudolf Hagelstange aus dem Buch "Zeit für ein Lächeln" untermalt die Lesung. Der Eintritt ist frei.
Hagelstange wurde 1912 in Nordhausen geboren. Der Vater war Abgeordneter der Zentrumspartei im Nordhäuser Stadtparlament, Stadtrat und in späteren Jahren Gründungsmitglied der CDU. Er besuchte das Gymnasium in der Morgenröte und wurde wegen mangelnder Deutschkenntnisse zum Abitur nicht zugelassen. Dem gegenüber stehen die ersten literarischen Versuche und eine Prämierung seiner Arbeit bei einem Aufsatzwettbewerb der Nordhäuser Zeitung.
Selbst ein erfolgreicher Sportler im Stabhochspringen verfasste er Sportberichte über Wettkämpfe und Meisterschaften in Mitteldeutschland, schrieb für die Zeitung Kritiken zu Kulturveranstaltungen und Gedichte. Der erste Bucherfolg Hagelstanges war die Erzählung Ich bin die Mutter Cornelias. Resultierend aus seinen Erfahrungen im Kriegseinsatz entstand sein bekanntestes Werk, der Sonettzyklus Venezianisches Credo. 1944 in Verona illegal gedruckt werden die Untaten des faschistischen Systems angeklagt und die Hoffnung auf Frieden und eine humanistische Zukunft gegeben.
Nach seiner Übersiedelung nach Westfalen und später an den Bodensee erscheinen u.a. die Romane Spielball der Götter und Altherrensommer. Die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen nach Griechenland, in die USA, in die Sowjetunion sind in zahlreichen Romanen und Erzählungen geschildert.
Als Übersetzer und Herausgeber ist er an vielen Veröffentlichungen beteiligt. Eine große Verbundenheit zu seiner Heimat ist in vielen Geschichten zu finden. Über den Harz und den Quirl, seinen sächsischen Großvater, die wunderbaren und köstlichen Harzer Käse seiner Großmutter und seinen geliebten und geachteten Lehrer Otto Kirchhoff.
Autor: nnzDie Lesung gestalten Heidelore Kneffel, Dietrich Rose und Kersti Kramer. Eine Aufzeichnung einer Autorenlesung von Rudolf Hagelstange aus dem Buch "Zeit für ein Lächeln" untermalt die Lesung. Der Eintritt ist frei.
Hagelstange wurde 1912 in Nordhausen geboren. Der Vater war Abgeordneter der Zentrumspartei im Nordhäuser Stadtparlament, Stadtrat und in späteren Jahren Gründungsmitglied der CDU. Er besuchte das Gymnasium in der Morgenröte und wurde wegen mangelnder Deutschkenntnisse zum Abitur nicht zugelassen. Dem gegenüber stehen die ersten literarischen Versuche und eine Prämierung seiner Arbeit bei einem Aufsatzwettbewerb der Nordhäuser Zeitung.
Selbst ein erfolgreicher Sportler im Stabhochspringen verfasste er Sportberichte über Wettkämpfe und Meisterschaften in Mitteldeutschland, schrieb für die Zeitung Kritiken zu Kulturveranstaltungen und Gedichte. Der erste Bucherfolg Hagelstanges war die Erzählung Ich bin die Mutter Cornelias. Resultierend aus seinen Erfahrungen im Kriegseinsatz entstand sein bekanntestes Werk, der Sonettzyklus Venezianisches Credo. 1944 in Verona illegal gedruckt werden die Untaten des faschistischen Systems angeklagt und die Hoffnung auf Frieden und eine humanistische Zukunft gegeben.
Nach seiner Übersiedelung nach Westfalen und später an den Bodensee erscheinen u.a. die Romane Spielball der Götter und Altherrensommer. Die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen nach Griechenland, in die USA, in die Sowjetunion sind in zahlreichen Romanen und Erzählungen geschildert.
Als Übersetzer und Herausgeber ist er an vielen Veröffentlichungen beteiligt. Eine große Verbundenheit zu seiner Heimat ist in vielen Geschichten zu finden. Über den Harz und den Quirl, seinen sächsischen Großvater, die wunderbaren und köstlichen Harzer Käse seiner Großmutter und seinen geliebten und geachteten Lehrer Otto Kirchhoff.


