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Do, 14:15 Uhr
30.07.2009

Härtetest steht noch bevor

Die Schatten auf dem Arbeitsmarkt werden länger. 137.356 Arbeitslo-se – 1.006 mehr als im Juni – registrierte die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 11,5 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres (10,9 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 7.025 gestiegen. Dazudie Reaktion der Nordthüringer Wirtschaft...


„In vielen Unternehmen wächst der Druck, die Personalkosten zu senken. Die noch zu geringe Kapazitätsauslastung geht offenbar zunehmend an die Substanz der Firmen“, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die aktuellen Zahlen. Vor allem die Thüringer Industrie hätte das hohe Beschäftigungsniveau des vergangenen Jahres nicht halten können. So seien im Mai 2009 gegenüber dem Vorjahresjahreszeit-raum rund 1.500 Jobs abgebaut worden, über die Hälfte davon allein in der Fahrzeugindustrie.

Die Schatten auf dem Arbeitsmarkt werden länger. 137.356 Arbeitslo-se – 1.006 mehr als im Juni – registrierte die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 11,5 Prozent. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres (10,9 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 7.025 gestiegen.

„Die Schonfrist ist zu Ende, das Kurzarbeitergeld als stabilisierender Fak-tor verliert an Kraft“, so Grusser. Der Härtetest stehe aber noch bevor. Schließlich erreiche die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr bei einem prognostizierten Rückgang des Bruttoinlandproduktes um sechs Prozent lediglich das Volumen des Jahres 2005. Bei gleicher Produktivität würde dies einen weiteren Abbau von rund 10.000 Industriearbeitsplätzen bedeuten.

„Dieser Effekt war jedoch zu erwarten und resultiert aus dem Geschäfts-verlauf der letzten Monate. Der Arbeitsmarkt folgt nun zeitverzögert dieser Entwicklung“, so der IHK-Chef. Trotz allem zeigt sich Grusser davon überzeugt, dass am Arbeitsmarkt nicht alle Dämme brechen würden. Gerade die mittelständischen Unternehmen seien bemüht, ihr Stammpersonal zu halten, um beim erhofften Aufschwung ihre Wettbewerbsposition nicht zu gefährden.

„Jetzt gilt es aber, zunächst die Durststrecke zu überwinden und eine Entlassungswelle zu vermeiden“, appelliert der IHK-Hauptge-schäftsführer. Die Anzeichen für eine Stabilisierung der Auftragslage würden sich verstärken.
Autor: nnz/kn

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