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Mo, 11:00 Uhr
23.09.2002

Bauflaute in Thüringen

Nordhausen (nnz). Wer träumt nicht vom eigenen Heim und setzt seinen Traum auch um. Im Osten zur Zeit eher weniger Menschen als in den alten Bundesländern. Wie schlecht in letzter Zeit gebaut wurde, lesen Sie in der nnz.


Baugenehmigungen im Nichtwohnbau auch im Juli 2002 rückläufig

Von Januar bis Juli 2002 gaben die Thüringer Bauaufsichtsbehörden 826 neue Nichtwohngebäude bzw. Baumaßnahmen für Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Nichtwohngebäuden zum Bau frei. Damit wurde ein Fünftel weniger Baugenehmigungen erteilt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und der seit 1994 anhaltende Rückgang der Baunachfrage im Nichtwohnbau setzte sich weiter fort. Von den 826 Baugenehmigungen entfielen 448 auf neue Nichtwohngebäude.

In den ersten sieben Monaten 2002 gaben die Thüringer Bauaufsichtsbehörden 826 neue Nichtwohngebäude bzw. Baumaßnahmen für Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Nichtwohngebäuden zum Bau frei. Das waren 20,8 Prozent weniger Baugenehmigungen als von Januar bis Juli 2001 (1.043 Vorhaben). Damit setzt sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der seit 1994 anhaltende Rückgang der Baunachfrage im Nichtwohnbau fort.

Die genehmigte Nutzfläche ging gegenüber dem Niveau der ersten sieben Monate 2001 um 17,3 Prozent auf 498.600 Meter zurück. Von den 826 Baugenehmigungen der ersten sieben Monate 2002 im Nichtwohnbau entfielen 448 auf neue Nichtwohngebäude. Das waren 159 Vorhaben bzw. 26,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der damit genehmigte umbaute Raum fiel mit ca. 3.081.000 Meter um 15,1 Prozent geringer aus.


Rückgang der Baugenehmigungen im Wohnbau setzte sich im Juli 2002 fort

Die seit 1997 rückläufige Wohnungsbaunachfrage hielt auch in den ersten sieben Monaten 2002 an. Das betraf sowohl den Wohnungsneubau als auch Wohnungen, die im Rahmen von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Gebäuden entstehen sollen. Vom Rückgang im Wohnungsneubau waren alle Wohngebäudearten betroffen. Von Januar bis Juli 2002 wurden in Thüringen mit den bisher gemeldeten Baugenehmigungen bzw. Bauanzeigen 2.859 Wohnungen zum Bau frei gegeben.

Die Anzahl der genehmigten Wohnungen (einschließlich Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden) ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber den ersten sieben Monaten 2001 um 24,7 Prozent zurück. Die seit 1997 andauernde rückläufige Entwicklung, die deutschlandweit bereits seit 1995 zu beobachten ist, setzte sich damit fort. Rund 85 Prozent der genehmigten Wohnungen werden in Neubauten entstehen. Im Wohnungsneubau hatten die Bauherren mit 2.250 Wohnungen 25,3 Prozent weniger eingeplant als von Januar bis Juli 2001.

In den einzelnen Wohngebäudearten, verlief die rückläufige Entwicklung unterschiedlich. Bei Einfamilienhäusern lag das Genehmigungsergebnis mit 1.631 Wohnungen um 18,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei den Wohnungen in Zweifamilienhäusern (326 Wohnungen) gab es einen Rückgang um 26,2 Prozent. Am deutlichsten ging mit 293 Wohnungen die Anzahl der in neuen Mehrfamilienhäusern zum Bau freigegebenen Wohnungen zurück und erreichte nur gut die Hälfte des entsprechenden Vorjahresergebnisses. Die Anzahl der Baugenehmigungen, durch die Wohnungen im Rahmen von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, war ebenfalls rückläufig. Hier wurden mit 442 Wohnungen 38,3 Prozent weniger genehmigt als im Jahr zuvor.

Auf Grund des hohen Leerstandes an Mietwohnungen vor allem in den größeren Städten Thüringens, der eingetretenen Marktsättigung und des Wegfalls der besonderen steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus in den neuen Bundesländern, ist auch weiterhin mit einer geringen Nachfrage nach Baugenehmigungen für Wohnbauten, vor allem für Mehrfamilienhäuser, zu rechnen. Das Auftragsvolumen des Thüringer Bauhauptgewerbes im Wohnungsbau sank in den ersten sieben Monaten 2002 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 29,4 Prozent. Ausgehend von der dargestellten Situation auf dem Wohnungssektor können in nächster Zeit keinerlei Impulse für die Auftragseingänge im Wohnungsbau in den Betrieben des Bauhauptgewerbes erwartet werden.
Autor: nnz

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