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Mi, 13:23 Uhr
01.07.2009

Ein Nordhäuser kehrt zurück

Helmut Kleinen ist in seinem jetzigen Team der Älteste. Aber vor den jungen Kollegen braucht er sich nicht zu verstecken, schließlich hat er einiges an Bühnenerfahrung aufzuweisen. Das spürt man auch, wenn man ihn derzeit bei den Schlossfestspielen Sondershausen in Benatzkys Operette „Im weißen Rössl“ als Fabrikant Wilhelm Giesecke erlebt.

theater (Foto: theater) theater (Foto: theater) Der gebürtige Nordhäuser freut sich, wieder in der Region auf einer Bühne zu stehen. In Sondershausen war er einst zur Schule gegangen und hat im Kaliwerk gelernt. Dort war er bereits als junges Talent in einer Kulturgruppe durch seinen Gesang aufgefallen. Der Betrieb delegierte ihn an die Hochschule für Musik Franz Liszt nach Weimar, wo er sein Gesangsstudium erfolgreich absolvierte und danach gleich mit einem Engagement am Theater in Potsdam als Tenor beginnen konnte. Sein künstlerischer Weg führte Helmut Kleinen an verschiedene Theater u. a. in Halberstadt, Magdeburg und nach Nordhausen, wo er von 1974 bis 1979 engagiert war. Sein Repertoire besteht aus solchen Partien wie dem Georg aus Lortzings „Waffenschmied“, Fenton in „Die lustige Weiber von Windsor“, Rodolfo in „La Bohème“ oder auch Pickering in „My Fair Lady“.

Nun erlebt das Publikum ihn als Fabrikant Wilhelm Giesecke aus Berlin, betont großstädtisch mit Berliner Dialekt und Berliner Schnauze in den Kulissen der diesjährigen Schlossfestspiele in Sondershausen. Im vergangenen Jahr hatte sich Helmut Kleinen um die Partie an der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH beworben, nachdem er im Internet die Schlossfestspiele Sondershausen entdeckt hatte. Der Tenor hatte gerade sein festes Engagement am Theater in Eisenach verloren, als dieses vom Freistaat abgewickelt wurde.

theater (Foto: theater) theater (Foto: theater)

Jetzt ist er als erfahrener Opernsänger zwischen den jungen Kollegen. Es macht ihm Spaß, es sei ein sehr angenehmes Arbeiten und die jungen Leute seien sehr nett, freut sich Helmut Kleinen. Unterschiede zu seiner Anfangszeit merkt er schon. Helmut Kleinens Generation wurde sehr viel mehr am „Bandel“ gehalten, das Studium war sehr viel verschulter als heute, erklärt der Sänger. Heute hätten die jungen Leute mehr Möglichkeiten, auch mal woanders hinzugucken oder verschiedene Kurse zu belegen.

Helmut Kleinen würde sich wünschen, künftig das Nordhäuser oder Sondershäuser Publikum auch mit seinem Soloprogramm für das etwas ältere Semester mit Altberliner Liedern und seinem Robert-Stolz-Programm unterhalten könnte. Zunächst freut er sich aber auf die Zuschauer bei den Schlossfestspielen in Sondershausen.

Karten im Vorverkauf gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), bei der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.



Vorstellungen Schlossfestspiele Sondershausen 2009
„Im weißen Rössl“


03. Juli 09 20 Uhr
04. Juli 09 20 Uhr
10. Juli 09 20 Uhr
11. Juli 09 20 Uhr
12. Juli 09 18 Uhr
15. Juli 09 20 Uhr
17. Juli 09 20 Uhr
18. Juli 09 20 Uhr
Autor: nnz

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