Do, 15:46 Uhr
25.06.2009
Innenstädte werden sich ändern
Obwohl die Konsumlaune in Thüringen noch erstaunlich konstant ist, erwartet der Einzelhandel für den weiteren Jahresverlauf eine zunehmende Zurückhaltung der Kunden. Hier die Hintergründe....
Viel wird davon abhängen, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet und wie gesichert die Lohn- und Gehaltszahlungen sind, gibt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zu bedenken.
Der letzten IHK-Konjunkturanalyse zufolge würde bereits jedes zweite Fachgeschäft mit Sorgenfalten in die Zukunft blicken und rechne mit Umsatzverlusten. Auch die finanzielle Lage bleibe für die Mehrzahl der Unternehmen sehr angespannt. Absehbar sei in diesem Jahr ein weiteres Voranschreiten des Konsolidierungsprozesses im Handel.
Der Strukturwandel werde dadurch verstärkt, dass sich traditionelle Einzelhändler zurückziehen und die Filialisierung der Innenstädte zunimmt. So beträgt der Anteil der bundesweit tätigen Filialunternehmen am gesamtörtlichen Einzelhandel in guten Lagen bereits heute über 80 Prozent, so Grusser. Große Namen und Ketten dominierten auch in Thüringen fast überall das Stadtbild.
Die aktuelle Wirtschaftskrise wirkt jetzt als Katalysator für die weitere Konzentration im Handel, ist sich der IHK-Chef sicher. Bedingt durch den harten Wettbewerb werde es für inhabergeführte Geschäfte noch schwerer zu bestehen. Traditionsbetriebe würden zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Global agierende Filialisten oder Francisebetriebe stießen in diese Nischen. Aber auch Konzerne blieben von der Entwicklung nichtunberührt.
Die Situation von Arcandor/Karstadt sei nur ein Beispiel dafür. Nutznießer wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch die Verbraucher, die in kaum einem anderen europäischen Land derart günstig einkaufen könnten wie in Deutschland. Insbesondere die Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel bei Aldi, Lidl und anderen Discountern würden zu dieser Entwicklung beitragen.
Autor: nnzViel wird davon abhängen, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet und wie gesichert die Lohn- und Gehaltszahlungen sind, gibt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zu bedenken.
Der letzten IHK-Konjunkturanalyse zufolge würde bereits jedes zweite Fachgeschäft mit Sorgenfalten in die Zukunft blicken und rechne mit Umsatzverlusten. Auch die finanzielle Lage bleibe für die Mehrzahl der Unternehmen sehr angespannt. Absehbar sei in diesem Jahr ein weiteres Voranschreiten des Konsolidierungsprozesses im Handel.
Der Strukturwandel werde dadurch verstärkt, dass sich traditionelle Einzelhändler zurückziehen und die Filialisierung der Innenstädte zunimmt. So beträgt der Anteil der bundesweit tätigen Filialunternehmen am gesamtörtlichen Einzelhandel in guten Lagen bereits heute über 80 Prozent, so Grusser. Große Namen und Ketten dominierten auch in Thüringen fast überall das Stadtbild.
Die aktuelle Wirtschaftskrise wirkt jetzt als Katalysator für die weitere Konzentration im Handel, ist sich der IHK-Chef sicher. Bedingt durch den harten Wettbewerb werde es für inhabergeführte Geschäfte noch schwerer zu bestehen. Traditionsbetriebe würden zunehmend aus dem Stadtbild verschwinden. Global agierende Filialisten oder Francisebetriebe stießen in diese Nischen. Aber auch Konzerne blieben von der Entwicklung nichtunberührt.
Die Situation von Arcandor/Karstadt sei nur ein Beispiel dafür. Nutznießer wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch die Verbraucher, die in kaum einem anderen europäischen Land derart günstig einkaufen könnten wie in Deutschland. Insbesondere die Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel bei Aldi, Lidl und anderen Discountern würden zu dieser Entwicklung beitragen.


