eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 11:44 Uhr
28.05.2009

Bürger-Betrieb

Das sagen viele weise Politiker ab und zu mal in die Mikrofone dieser Welt, dass der Staat nicht der bessere Unternehmer sei. Blickt man in die Bilanz eines städtischen Konzerns, dann muss diese Aussage relativiert werden. Die nnz schaute sich die Zahlen eines Unternehmens heute an...

Zahlen präsentiert (Foto: nnz) Zahlen präsentiert (Foto: nnz)

Die Nordhäuser Stadtwerke präsentierten heute Vormittag ihre Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres. Unterm Strich steht ein Überschuss in Höhe von 2,2 Millionen Euro bei einem Umsatz von knapp 52 Millionen Euro. 20 Millionen wurden aus der Stromsparte (EVN), 14 Millionen aus der Gassparte und sechs Millionen Euro aus der Wärmesparte umgesetzt. Das zumindest sagen die Zahlen zum so genannten Konzernabschluss.

Bei der Holding (8 Unternehmen) sieht es jedoch etwas anders aus. Hier wurde ein Gewinn in Höhe von 1,06 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Konzernabschluss ist eher theoretisch, der Holdingabschluss ist da schon der eher aussagekräftigere. Der mehr als eine Million Euro dargestellte Überschuss ist der tatsächlich angefallene. Sichtbar wurde, dass Überschüsse aus dem Bereich der EVN für die Subventionierung des ÖPNV oder des Badehauses verwendet werden können.

Was passiert mit der einen Million? Sie wird in diesem Jahr reinvestiert, zum Beispiel für die Ankäufe von Aktien innerhalb der EVN und der Verbundnetz Gas AG (nnz berichtete gestern). Im vergangenen Jahr wurde der Holding-Gewinn von der Stadtverwaltung beansprucht, um Schulden zu tilgen und die Finanzen weiter zu konsolidieren.

Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Rinke (SPD) machte noch einmal deutlich, dass dieses Unternehmen das Eigentum der Bürger der Stadt Nordhausen sei. Und gerade deshalb sei es wichtig, dass auch gut gewirtschaftet werde. Man habe eben nicht an virtuellen Kapitalmärkten gezockt. Wichtige Entscheidungen seien im vergangenen Jahr die Gründung der Südharz-Werke und die Verschmelzung der Verkehrunternehmen zwischen Stadt und Landkreis gewesen.

Resümierend stellte die Oberbürgermeisterin klar, dass die Stadt auch weiterhin an dem Unternehmen und den Mitarbeitern festhalten werde. Geschäftsführer Mathias Hartung gab dann noch einen Ausblick auf die kommenden Vorhaben. So könnte das Terrain der Kiesseen noch besser für Erholung und Tourismus genutzt werden. Ideen gebe es bereits, doch mitunter erschweren die privaten Eigentumsverhältnisse auch die weiteren Planungen. Jetzt soll erst einmal ein Bebauungsplan erstellt werden, über den der neue Stadtrat zu befinden hat.

Wie viele andere Unternehmen, hat die Holding für Versorgung und Verkehr vielfältige Sponsoringaktivitäten aufzuweisen. Die Aktivitäten gehen von Leichtathletik (EVN), über Fußball (Stadtwerke) bis hin zum Engagement im Förderverein für den Park Hohenrode, das sicherlich noch ausgebaut werden kann, wie Hartung andeutete.

Und letztlich soll es im kommenden Jahr wieder einen Stadtwerketag geben, um so auch die Bürger mit ihrem Unternehmen noch intensiver vertraut zu machen. Schon in diesem Jahr soll an den Bielener Kiesgewässern der zweiten Beachvolleyball-Cup ausgespielt werden.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)