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Mi, 15:56 Uhr
13.05.2009

Schneller an Netz

In Sollstedt sieht es mit der Bereitstellung von schnellen Internetzugängen nicht gerade rosig aus. Im März wollte die Verwaltung wissen, ob denn überhaupt ein Bedarf vorliegt und fragte nach. Die Verwalter wollte auch wissen, wer DSL bereitstellen kann...

Am so genannten Interessenbekundungsverfahren haben sich lediglich 2 Firmen beteiligt. Eine Firma bietet die Versorgung mit DSL 6.000 über eine Funktechnik (bei einer Kostenbeteiligung der Gemeinde mit mind. 70.000 plus 55.000 zur Subventionierung der 200.000 Euro teueren Endgeräte für die Nutzer) an.

Die andere Firma bietet eine leitungsgebundene Versorgung mit DSL 6.000-25.000 über die Verlegung von Glasfaserleitungen an. Diese Firma ist ein Tochterunternehmen der EON-Thüringen, namens Thüringer Netkom. Die EON-Thüringen und hat entschieden, 30 der rund. 600 unterversorgten Ortschaften in Thüringen als Pilotprojekt mit Breitband zu versorgen bzw. auszubauen.

Die Gemeinde Sollstedt zählt auch aufgrund des persönlichen Einsatzes des Bürgermeisters und der Verwaltung zu diesen 30. Die EON bzw. Netkom kann jedoch nur die Ortslage Sollstedt (ohne OT Wülfingerode und ohne OT Rehungen) vollständig und für die Gemeinde kostenfrei erschließen. Für den OT Wülfingerode wäre eine Kosten- oder wahlweise eine Baubeteiligung in Höhe von ca. 20.000 Euro und für den Rehungen zusätzlich zirka. 80.000 Euro nötig, damit eine Wirtschaftlichkeit gegeben wäre.

Die Gemeinde Sollstedt kann im Rahmen des Konjunkturpaketes II zusätzliche Haushaltsmittel, u.a. für Infrastruktur beantragen. Seitens der Verwaltung und des Bürgermeisters wurde daher gestern eine Beschlussvorlage dem Gemeinderat vorgelegt, die u.a. den Ausbau der Breitbandversorgung mittels Leerrohrverlegung in Höhe von 20.000 Euro für die Erschließung des OT Wülfingerode vorsieht. Dieser Beschluss wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen, so dass auch Wülfingerode noch im Jahr 2009 mit mindestens DSL 6.000 erschlossen werden könnte. Die Erschließung des OT Rehungen wäre dann im Jahr 2010 mit Fördermitteln des Freistaates Thüringen über das „Rehunger Tal“ möglich.

Für die Internetnutzer wird es sich nach einem Ausbau wie folgt darstellen: Die Netkom wird ein Glasfaserkabel in die Ortslage legen, welches innerhalb der gesamten Ortslage verteilt wird. Die Bandbreite von Glasfaser beträgt 100 Mbit/s (später 1 Gbit/s). Eine Einspeisung erfolgt über so genannte aktive KVz innerhalb der Ortslage (neben die passiven KVz der Telekom) in das vorhandene Kupfernetz. Hierbei tritt ein Bandbreitenverlust auf, so dass im Umfeld dieser KVz nur noch 6.000 – 25.000 Kbit/s beim Endnutzer zur Verfügung stehen werden.

Dies bedeutet auch, dass die Telekom weiterhin DSL Light mit 384 – 768 Kbit/s anbietet, während „Ihr Nachbar“ zu gleichen monatlichen Kosten mit mindestens 6.000 Kbit/s im Internet tätig sein wird. Die Netkom selbst, wird nicht als Internetanbieter auftreten und die Leitungen an Dritte vermieten.

Dass sich jedoch die Telekom in das neue Leitungsnetz einmietet, ist aufgrund dessen Firmenpolitik leider weitestgehend ausgeschlossen.Glasfaser ist derzeit die zukunftssicherste Technik. Weitere Ausbaustufen über einen direkten Hausanschluss mit Glasfaser, lässt DSL 100.000 in Sollstedt nicht mehr als Wunschvorstellung erscheinen.Nach Aussage der Netkom soll Sollstedt bereits im Herbst 2009 über mind. DSL 6.000 verfügen.

Auch im Interesse der 385 Haushalte, die sich bei Ihrer Teilnahme an der Umfrage positiv für eine Breitbanderhöhung ausgesprochen haben (entspr. 75% aller Umfrageteilnehmer) hofft die Kommune, dass mit der Thüringer Netkom und dessen späteren Internetanbietern einen verlässlichen Partner gefunden zu haben.
Autor: nnz

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