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Fr, 07:01 Uhr
08.05.2009

Mal einen Muttertagsausflug machen

Ein kleiner nicht ganz selbstloser Tipp: Am 10. Mai, Sonntag ist Muttertag! Mehr Blumen können Sie gar nicht geschenkt bekommen. Ein Ausflug zum Orchideenfest nach Günserode wäre mal ein ganz anderer Blumenstrauß, meint die Kirchgemeinde Günserode. Was alles geplant ist, erfahren Sie hier...


helmknabenkraut (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Etwas Besonderes und vielleicht der Beginn einer schönen Tradition steht in diesem Jahr in der Kirchgemeinde Günserode an. Für den 10. Mai 2009 ist das erste Orchideenfest (Bild Helmknabenkraut geplant. Günserode gehört zur Kirchgemeinde Göllingen, die durch den Klosterturm bereits weithin bekannt ist. Mit 44 Gemeindegliedern ist sie die kleinste der sieben Gemeinden im Pfarramt Bad-Frankenhausen II.

Aber Günserode ist wunderschön am Wipperdurchbruch gelegen und bietet mit seinen kalkhaltigen Böden und der sonnigen Lage perfekte Bedingungen für hunderte verschiedener Orchideenarten. Große Flächen sind mit blühenden Orchideen übersät und bieten einen atemberaubenden Anblick. Jedes Jahr kommen viele Besucher aus ganz Deutschland um die Orchideenwiesen zu sehen.

Kirche Günserode (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber auch der Ort selbst ist mit seinen kleinen über mehrere Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern sehr sehenswert. Die kleine Dorfkirche ragt auf einer kleinen Anhöhe im Zentrum des Ortes über die Häuser hinweg. Seit 1994 sind große Anstrengungen unternommen worden, um in der Kirche wieder Gottesdienste zu feiern. Das Kirchgebäude war stark zerstört und die Gemeinde konnte seit 1979 keine Gottesdienste mehr darin feiern, denn das Dach war teilweise eingestürzt. 1994 wurde wieder ein Gottesdienst gefeiert, der damals noch auf der Baustelle stattfand.

Kirche Günserode (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Die Chorturmkirche geht in den ältesten Teilen in das 13. Jahrhundert zurück. Der Kirchenraum und der Kanzelaltar werden dem Ende des 17.Jahrhunderts zugeordnet. Der Taufstein, der noch immer in Benutzung ist, wird auf das Jahr 1567 datiert. Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte viele Wirren überstanden. Erst im Jahr 1979 musste die Kirchgemeinde nach einem Taufgottesdienst aus der Kirche ausziehen, da die Schäden zu groß waren.

Danach nagte der Zahn der Zeit gewaltig an
der Bausubstanz. Das damals übliche Desinteresse an Kirchgebäuden führte dazu, dass aus dieser Kirche beinahe eine Ruine geworden war. Die Aktion „Glaube versetzt Berge“ und damit verbundene Bemühungen der Gemeindeglieder und des damaligen Amtsinhabers und eine Vielzahl von ausgefüllten und bearbeiteten Antragsformularen brachten die Wende für die St.-Nikolaus-Kirche.

Heute ist es den Gemeindegliedern und vielen anderen Dorfbewohnern ein großes Anliegen, die St.-Nikolaus-Kirche zu erhalten und nicht wieder dem Verfall preiszugeben. Um dieses Anliegen umzusetzen und den Besuchern sowohl die Dorfkirche als auch die vielfältige Natur näher zu bringen, hat der Gemeindekirchenrat im Auftrag der Kirchgemeinde Günserode in enger Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund in der Person von Wolfgang Sauerbier und mit Unterstützung durch den Bürgermeister Herrn Großstück die
Organisation übernommen und lädt zu diesem Orchideenfest ein.

Für diesen Tag ist folgender Ablauf geplant.
  • 10.00 Uhr Gottesdienst in der St.-Nikolaus-Kirche
  • 11.00 Uhr Vortrag von W. Sauerbier von der unteren Naturschutzbehörde zu den Orchideen und zum Naturschutzgebiet mit seinen Besonderheiten und der Bedeutung der Papier-Mühle vor Ort.
  • 12.00 Uhr Mittagessen (Grillwürstchen)
  • 13.00 Uhr geführte Orchideenwanderung (Die Führungen finden in mehreren Gruppen zeitlich versetzt statt.)
  • 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen am Bürgerhaus neben der Kirche

Während der gesamten Zeit wird eine Ausstellung zu den Orchideen zu sehen ein. Für die kleinen Besucher wird es Mal- ,Bastel- und Spiel-Angebote geben, so dass nicht mit Langeweile zu rechnen ist. Wir hoffen, dass dieses Orchideenfest ein Anziehungspunkt für Orchideenfreunde von nah und fern und Gemeindeglieder der Region werden wird.
Kirchgemeinde Günserode

Foto Helmknabenkraut: Hans Jürgen Schmidt
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