Mi, 14:27 Uhr
06.05.2009
In Existenz gefährdet
Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, hat die aktuellen Tiefstpreise für Milch und Milcherzeugnisse im Handel scharf kritisiert und die Verbraucher aufgefordert, keine Milch zum Schleuderpreis zu kaufen. Was der Mann aus dem Landkreis Nordhausen noch fordert, das haben wir erfahren...
Für Primas steht die flächendeckende Landwirtschaft in Deutschland und vor allem den Mittelgebirgsregionen auf dem Spiel, wenn die aktuelle Tiefstpreispolitik der Lebensmitteldiscounter und des Handels fortgesetzt wird.
Für den Agrarexperten sind die Milchbetriebe in Thüringen durch die gegenwärtige Situation in ihrer Existenz bedroht. Primas wörtlich: Mit den aktuellen Milchpreisen wird kein deutscher Milchviehbetrieb mehr wirtschaftlich arbeiten können. Ändert sich nichts, werden wir eine europäische Marktbereinigung haben, bei der die deutschen Betriebe die Leidtragenden sind. Die Lebensmitteldiscounter werden am Ende Milch importieren. Der Verlierer sind dann nicht alleine die Milchbetriebe, sondern der ländliche Raum insgesamt.
Eindringlich appellierte der Landwirtschaftspolitiker an die Kunden, sich solidarisch mit den Milchbauern zu zeigen und nicht nach den billigsten Produkten zu greifen. Nach seiner festen Überzeugung schaden sich die Verbraucher durch unüberlegtes Kaufverhalten auf mittlere Frist selbst. Sei der Markt erst einmal bereinigt, werde der Milchpreis wieder steigen.
Die Milch kommt dann laut Primas jedoch nicht mehr von deutschen Milchviehbetrieben, sondern aus dem Ausland. Er befürchtet in diesem Fall überdies niedrigere Qualitätsstandards, die nicht im Sinne der Verbraucher sein könnten.
Autor: nnz/knFür Primas steht die flächendeckende Landwirtschaft in Deutschland und vor allem den Mittelgebirgsregionen auf dem Spiel, wenn die aktuelle Tiefstpreispolitik der Lebensmitteldiscounter und des Handels fortgesetzt wird.
Für den Agrarexperten sind die Milchbetriebe in Thüringen durch die gegenwärtige Situation in ihrer Existenz bedroht. Primas wörtlich: Mit den aktuellen Milchpreisen wird kein deutscher Milchviehbetrieb mehr wirtschaftlich arbeiten können. Ändert sich nichts, werden wir eine europäische Marktbereinigung haben, bei der die deutschen Betriebe die Leidtragenden sind. Die Lebensmitteldiscounter werden am Ende Milch importieren. Der Verlierer sind dann nicht alleine die Milchbetriebe, sondern der ländliche Raum insgesamt.
Eindringlich appellierte der Landwirtschaftspolitiker an die Kunden, sich solidarisch mit den Milchbauern zu zeigen und nicht nach den billigsten Produkten zu greifen. Nach seiner festen Überzeugung schaden sich die Verbraucher durch unüberlegtes Kaufverhalten auf mittlere Frist selbst. Sei der Markt erst einmal bereinigt, werde der Milchpreis wieder steigen.
Die Milch kommt dann laut Primas jedoch nicht mehr von deutschen Milchviehbetrieben, sondern aus dem Ausland. Er befürchtet in diesem Fall überdies niedrigere Qualitätsstandards, die nicht im Sinne der Verbraucher sein könnten.


