Mo, 17:13 Uhr
31.07.2000
Keine "Gelbe Tonne" bei WBG und bei SWG
Im Rahmen der Agenda-21-Planungen soll in der Stadt und im Landkreis Nordhausen auch die Umstellung der Entsorgung von Gelben Säcken auf die Gelbe Tonnen überprüft werden. Begründet wird dies seitens des Umweltamtes der Kreisverwaltung mit aufgerissenen Säcken, herum wirbeln den Verpackungen oder zu zeitig bereit gestellten Säcken. Darüber hinaus werden einzelnen Grundstücken und Haushalten nicht direkt zuzuordnende Standplätze für Abfallgefäße immer wieder zur illegalen Ablagerung von Gelben Säcken genutzt.
Auch die beiden Wohnungsgesellschaften - die SWG und die WBG - wurden in die Gespräche einbezogen. Nach ersten Beratungen mit den Entsorgern lehnen die beiden Wohnungsgesellschaften die Umstellung auf die Gelbe Tonne an konzentrierten Wohnungsstandorten gegenwärtig ab. Die Wohnungsgesellschaften haben in der zurückliegenden Zeit große Summen investiert, um die Abfallgefäßstandorte in vielen Bereichen ansehnlicher zu gestalten. Es wurden Standplatzeinhausungen gebaut, die dem Mülltourismus Einhalt gebieten. Eine zusätzliche Aufnahme der gelben Säcke für die Verpackungen mit dem Grünen Punkt ist möglich. Sollten jedoch die Gelben Tonnen ungesichert abgestellt werden, dann werde es nach Ansicht von SWG und WBG zu einem Aufleben des Mülltourismus kommen. Auch die Trennung des häuslichen Abfalls wäre dann nicht mehr garantiert. All dies würde sich negativ auf die künftige Preisgestaltung der Abfallgebühren auswirken.
Letztlich sehen sich die beiden Wohnungsgesellschaften als Vermieter laut gültiger Satzung nur für den Bioabfall und den Restabfall verantwortlich. Dieser Verantwortung sind die Unternehmen in den zurückliegenden Jahren in vorbildlicher Weise nachgekommen.
Beide Gesellschaften lehnen auch die Übertragung des Pilotprojektes (Gelbe Tonne) in der Bahnhofstraße auf andere Stadtbereiche ab. Hier wurde ein 14tägiger Abfuhrrhythmus realisiert. Laut Aussage der Stadtwerke muß bei einer großflächigen Einführung der Gelben Tonne von einem vierwöchigen Rhythmus ausgegangen werden. Es ist also notwendig, das Thema der Umstellung von gelben Säcken auf gelbe Tonne weiter zu diskutieren.
Da auch die Standplätze der Wertstoffiglus immer einen großen Reinigungsaufwand erfordern, insbesondere Papier, Hausmüll und andere Verpackungen daneben abgelegt werden, ist zu empfehlen, im Rahmen kommender Agenda-Beratungen über folgende Punkte nachzudenken:
- Einführung der Sammlung von Glas im Iglucontainer im gesamten Landkreis;
- Einführung der Sammlung von Verpackungen und Pappe/Papier im haushaltsnahen System mit farblichen Tonnen (gelbe Tonne für Leichtverpackung/Pappe und Papier für blaue Tonne);
Dazu sollte sich im weiteren Zeitverlauf generell über die Standplätze an großen Wohnungsstandorten unterhalten werden.
Autor: psgAuch die beiden Wohnungsgesellschaften - die SWG und die WBG - wurden in die Gespräche einbezogen. Nach ersten Beratungen mit den Entsorgern lehnen die beiden Wohnungsgesellschaften die Umstellung auf die Gelbe Tonne an konzentrierten Wohnungsstandorten gegenwärtig ab. Die Wohnungsgesellschaften haben in der zurückliegenden Zeit große Summen investiert, um die Abfallgefäßstandorte in vielen Bereichen ansehnlicher zu gestalten. Es wurden Standplatzeinhausungen gebaut, die dem Mülltourismus Einhalt gebieten. Eine zusätzliche Aufnahme der gelben Säcke für die Verpackungen mit dem Grünen Punkt ist möglich. Sollten jedoch die Gelben Tonnen ungesichert abgestellt werden, dann werde es nach Ansicht von SWG und WBG zu einem Aufleben des Mülltourismus kommen. Auch die Trennung des häuslichen Abfalls wäre dann nicht mehr garantiert. All dies würde sich negativ auf die künftige Preisgestaltung der Abfallgebühren auswirken.
Letztlich sehen sich die beiden Wohnungsgesellschaften als Vermieter laut gültiger Satzung nur für den Bioabfall und den Restabfall verantwortlich. Dieser Verantwortung sind die Unternehmen in den zurückliegenden Jahren in vorbildlicher Weise nachgekommen.
Beide Gesellschaften lehnen auch die Übertragung des Pilotprojektes (Gelbe Tonne) in der Bahnhofstraße auf andere Stadtbereiche ab. Hier wurde ein 14tägiger Abfuhrrhythmus realisiert. Laut Aussage der Stadtwerke muß bei einer großflächigen Einführung der Gelben Tonne von einem vierwöchigen Rhythmus ausgegangen werden. Es ist also notwendig, das Thema der Umstellung von gelben Säcken auf gelbe Tonne weiter zu diskutieren.
Da auch die Standplätze der Wertstoffiglus immer einen großen Reinigungsaufwand erfordern, insbesondere Papier, Hausmüll und andere Verpackungen daneben abgelegt werden, ist zu empfehlen, im Rahmen kommender Agenda-Beratungen über folgende Punkte nachzudenken:
- Einführung der Sammlung von Glas im Iglucontainer im gesamten Landkreis;
- Einführung der Sammlung von Verpackungen und Pappe/Papier im haushaltsnahen System mit farblichen Tonnen (gelbe Tonne für Leichtverpackung/Pappe und Papier für blaue Tonne);
Dazu sollte sich im weiteren Zeitverlauf generell über die Standplätze an großen Wohnungsstandorten unterhalten werden.

