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Fr, 07:32 Uhr
27.03.2009

Eine Schiedsrichterin unter Männern

Zwölf Schiedsrichterinnen aus den Thüringer Fußballkreisen, unter ihnen auch Luise Ludwigs vom FSV Wacker 90 Nordhausen, sowie 21 Bezirksligaschiedsrichter aus den drei Fußballbezirken weilten auf Einladung des Landesschiedsrichterausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) zu Sichtungslehrgängen in der Landessportschule in Bad Blankenburg.


Eine Frau in der Männerdomäne (Foto: FSV Wacker) Eine Frau in der Männerdomäne (Foto: FSV Wacker) Ziel des Lehrganges war die Sichtung und Fortbildung von jungen, talentierten Unparteiischen. An drei Tagen standen Spielleitungsanalyse, Kritikfähigkeit und Kommunikation mit Spielern, Betreuern und Offiziellen im Mittelpunkt des Programms, um die jungen Schiedsrichter als Persönlichkeiten weiter zu fördern.

Sportpraktische Übungen, Videoanalysen, Regeltests und der Coopertest (12-Minuten-Lauf, Sprints über 200 und 500 Meter) beinhalteten die Sichtung ebenfalls. Die neunzehnjährige Luise Ludwigs konnte in allen Bereichen ihre Klasse unter Beweis stellen.

Zum Schluss der anspruchsvollen drei Lehrgangstage wurde sie sogar als beste Schiedsrichterin ausgezeichnet. Sie qualifizierte sich damit für einen weiteren Auswahllehrgang im April 2009.

Über ihren Vater, den Bäckermeister Detlef Ludwigs, der selbst Referee und auch neuer Nachwuchsleiter bei Wacker Nordhausen ist, fand die junge Frau zur Schiedsrichterei. Sie sagte sich: „Was er kann, das kann ich auch.“ Aber ganz so einfach war der Anfang nicht als Mädchen in der Männerdomäne Fußball. Sich als Schiedsrichterin mit notwendiger Autorität durchzusetzen, und das in der Kreisliga der Männer, ging nur über entsprechende Leistungen.

Viele Lehrgänge, wie der in Bad Blankenburg, halfen Luise dabei. Inzwischen wird sie bereits beobachtet, ob ab nächstem Spieljahr ein Einsatz in der Bezirksliga möglich ist. Neben der sportlichen Seite muss sich die Neunzehnjährige noch auf die erfolgreiche Ablegung des Abiturs in diesen Monaten konzentrieren, um ihre beruflichen Ziele verwirklichen zu können.
Der FSV Wacker 90 Nordhausen, ihr Heimatverein, wünscht Luise dafür viel Erfolg.

Ihre jüngere Schwester Anne hat ebenfalls die Schiedsrichterlaufbahn eingeschlagen, sich bei Wacker angemeldet und will Luise nacheifern. Da sich auch im Männerbereich weiterer Zuwachs anbahnt, ist der Verein im Schiedsrichterwesen besser aufgestellt als in der Vergangenheit. Hut ab vor diesen Damen und Herren, die Woche für Woche für einen reibungslosen Spielablauf garantieren müssen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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