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Do, 19:09 Uhr
12.03.2009

Fachliche Betreuung

„Hauptziel des zertifizierten Brustzentrums ist die fachgerechte, kompetente, interdisziplinäre Betreuung der Frauen, um langfristig die Sterblichkeit bei Brustkrebs zu senken“, sagt Dr. Sabine Schnohr, Chefärztin der Frauenklinik des Südharz-Krankenhauses. Dort leitet sie seit Mitte 2007 das Brustzentrum, das die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie zertifiziert haben....

Vortrag zum Brustkrebs (Foto: Piper/pln) Vortrag zum Brustkrebs (Foto: Piper/pln)

Darüber hinaus überwacht unter anderem der TÜV die hohen Standards an das Qualitätsmanagement eines solchen zertifizierten Brustzentrums, von denen es in Thüringen insgesamt neun gibt. Etwas 30 Interessierte kamen heute Nachmittag ins Begegnungszentrum Nordhausen-Nord, wo Dr. Sabine Schnohr einen Fachvortrag rund um das Thema Brustkrebs hielt. Die Initiative zu dieser Veranstaltung ging vom Fachbereich Gesundheitswesen des Landratsamtes aus. „Dieser Vortrag ist eingebettet in die Thematik der Thüringer Gesundheitswoche ‚Brustkrebs: Sterblichkeit senken, Lebensqualität erhöhen’“, sagte Amtsärztin Ingrid Francke zur Eröffnung des Vortrags, die auch einige statistische Daten nannte.

„Jede achte bis zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Fast ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen ist Brustkrebs. Wer eine solche Diagnose bekommt, fragt sich: Wie geht´s jetzt weiter? Wer kann mir helfen?“ Hier bietet das zertifizierte Brustzentrum im Südharz-Krankenhaus eine gute Anlaufstelle. Hier wirken nicht nur Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammen, sondern unter anderen auch ein Pflegeteam, Physiotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeiter. Außerdem kooperiert das Brustzentrum eng mit Selbsthilfegruppen in der Region.

„Jährlich betreuen wir etwa 110 bis 120 Frauen mit Brustkrebs. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr fast 500 Patientinnen in die Brustsprechstunde“, sagte Dr. Sabine Schnohr. „Mir geht es auch darum zu erläutern, warum ein Brustzentrum sinnvoll ist. Bei der Zertifizierung gibt es sehr hohe Auflagen für die fachliche Qualifikation als auch für das Qualitätsmanagement.“

In der anschließenden Fragerunde interessierte die Zuhörer beispielsweise, woher man eine Überweisung ins Brustzentrum bekommt, welche Reha-Maßnahmen es gibt, welches Risiko ein bestimmtes Essverhalten oder Alkoholkonsum birgt und wie die Weiterbehandlung im Brustzentrum nach einer Operation verläuft.

Brustkrebs ist bei Frauen nach wie vor die Krebserkrankung, die am häufigsten vorkommt. Mehr als jede vierte krebserkrankte Frau hat Brustkrebs. In Deutschland erkranken jährlich 100 von 100.000 Frauen neu am so genannten Mammakarzinom. Mehr als 40.000 Erkrankungen werden pro Jahr festgestellt. Allein in Thüringen kamen in den letzten Jahren rund 1.500 betroffene Frauen jährlich neu hinzu. Die Ursache dieser Tumorerkrankung ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Als Risikofaktoren gelten genetische Defekte, familiäre Belastung, Umweltfaktoren, Kinderlosigkeit sowie Umweltfaktoren und Ernährungsgewohnheiten wie einen hohen Fettanteil in der Nahrung. Mehr als die Hälfte aller bösartigen Brusterkrankungen treten allerdings ohne die genannten Risikofaktoren auf. Zur Früherkennung des Mammakarzinoms ist die regelmäßige Selbstuntersuchung und -beobachtung der Frau zusammen mit der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durch einen Frauenarzt empfehlenswert. Nur 30 bis 40 Prozent aller Frauen nutzen jedoch diese Vorsorge, obwohl eine frühe Erkennung einer der Schlüsselfaktoren für einen Heilungserfolg ist.
Jessica Piper
Autor: nnz

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