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Mo, 14:04 Uhr
02.03.2009

Schließung trifft vor allem Senioren

Die nnz hatte in der vergangenen Woche ausführlich über die bevorstehende Schließung des Friz-Marktes berichtet. Jetzt gibt es ein erstes Statement aus der kommunalen Politik dazu...


„Die Schließung des `Friz´- Marktes in der Förstemannstraße ist für viele Menschen ein Unglück – ich persönlich bedauere sie ebenfall sehr“, sagte jetzt Nordhausens ehrenamtlicher Beigeordneter Matthias Mitteldorf (LINKE). Insbesondere die älteren Menschen dürften den Markt schmerzlich vermissen: „Zum einen, weil gerade in seinem Umfeld sehr viele ältere Leute wohnen, die den kurzen Weg zum Einkauf geschätzt haben. Zum zweiten befindet sich direkt vor der Tür des Marktes die Haltestelle des Friedhofsbusses, den viele Senioren genutzt haben zum Besuch ihrer verstorbenen Angehörigen und auf dem Weg zurück dort gleich den Einkauf erledigten. Und zum Dritten hatte der Markt das Angebot des Lieferservices, den gerade die Älteren dankend angenommen haben.“

Bedauerlich sei auch, dass sich mit dem Friz-Markt ein unabhängiger Lebensmittelversorger der Übermacht der Ketten beugen musste. „Mit zwei Konsequenzen: Viele Mitarbeiter und Auszubildende verlieren ihren Arbeitsplatz, und in der Innenstadt ist quasi eine Monopolstellung einer Lebensmittelkette eingetreten, zumindest, bis im neuen Einkaufszentrum am Pferdemarkt ein Lebensmittelmarkt eröffnet“, so Mitteldorf.
Autor: nnz

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Kommentare
Freidenker 1304
04.03.2009, 12:08 Uhr
Auf in andere Städte, oder ?
Ich habe meine Meinung schon in anderen Beiträgen geäußert. Wiederholungen bringen nichts. Fakt ist: Ich würde mein Haushaltsgeld auch gern in meiner Heimatstadt Nordhausen ausgeben.

Tue ich auch (Aldi, Lidl, Netto, Edeka, OBI & Herkules). Aber wenn ich mal ein anderes größeres Angebot sehen und nutzen will, muß und fahre ich nach Leinefelde / Sondershausen in's Kaufland oder nach Querfurt / Halle in den REAL. Oder nach Erfurt in den Globus oder REAL.

Ich habe ein Auto. Manche sozial Schwache, Rentner und Arme (wobei sich diese Nordhäuser Bürgergruppen oft schon kaum noch unterscheiden) haben keins. Toll.
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