Do, 13:18 Uhr
26.02.2009
Ab in den Wald?
Morgen ist der letzte Diensttag des Martin Höche in der Verwaltung der Einheitsgemeinde Hohenstein. Der 56jährige dankt ab. Heute kamen Kollegen und Wegbegleiter und verabschiedeten sich. Nicht so ganz, der Wald wird noch warten...
Der alte und der neue Bürgermeister: Höche (links) hinterlässt an Andreas Gerbothe eine aufgeräuumte Gemeinde
Nach fast 19 Jahren Dienst für das Gemeinwesen im westlichen Landkreis Nordhausen ist nun Schluß. 1990 wurde der gelernte Fernmeldetechniker und später studierte Nachrichtentechniker zum Bürgermeister von Mackenrode gewählt, danach kam die Zeit als Bürgermeister der Einheitsgemeinde.
Martin Höche ist zwar einer der dienstältesten seines Faches im Landkreis Nordhausen, doch er kannte auch den Zeitpunkt des Aufhörens ohne Zwänge. Er hinterlässt eine aufgeräumte Gemeinde seinem Wunschnachfolger Andreas Gerbothe.
Bürgermeister, Verbandschef, VG-Chefs, Begleiter des politischen Weges von Höche, sie alle kamen heute nach Klettenberg, um den Grafen zu verabschieden. Das allerdings ist so nicht richtig. Zwar kann sich der Ruheständler nun mehr seinem Hobby der Holzbearbeitung sowie der dazugehörigen Rohstoffpflege und –beschaffung widmen, die politische Bühne kann und wird er nicht verlassen.
Da gibt es noch zu viele Baustellen, vor allem im Landkreis, meinte Höche heute lächelnd im Gespräch mit der nnz. Und so wird er, sofern es seine Partei, die CDU, will, für den nächsten Kreistag kandidieren. Das wird einige Parteioberen zwar nicht allzu köstlich munden, doch Höche scheint momentan ob seiner ausgleichenden Art zwischen Stadt und Landkreis Nordhausen unabdinglich – siehe Südharzwerke.
Auch im eigenen Wirkungskreis will Höche nicht sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden. Für den neuen Gemeinderat will er noch einmal kandidieren, will auch seinem Wunschnachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Allerdings: Ich will mich auf keinen Fall einmischen!
Unterschiedliche Weltanschauungen, kommunalpolitisch oftmals einer Meinung: Martin Höche und Klaus Hummitzsch (links)
Wer die politische Bühne verlässt, der kann kaum – sofern es für ihn oder sie eine Berufung war – von 110 auf 0 zurückfahren. Auch Erfahrung kann weitergegeben werden. Erfahrung ist ein unermesslicher Schatz. Und allen Voraussagen nach, könnte Martin Höche mit seinen 56 Jahren im kommenden Kreistag noch perfekt in das demografisch-politische Mittelalter passen. Es wäre schade, wenn seine kantige Art und seine bissigen Statements fehlten.
Insofern werden der Wald und das große Grundstück noch ein wenig warten müssen. Das nächste Möbel könnte aber schon in Arbeit sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDer alte und der neue Bürgermeister: Höche (links) hinterlässt an Andreas Gerbothe eine aufgeräuumte Gemeinde
Nach fast 19 Jahren Dienst für das Gemeinwesen im westlichen Landkreis Nordhausen ist nun Schluß. 1990 wurde der gelernte Fernmeldetechniker und später studierte Nachrichtentechniker zum Bürgermeister von Mackenrode gewählt, danach kam die Zeit als Bürgermeister der Einheitsgemeinde.
Martin Höche ist zwar einer der dienstältesten seines Faches im Landkreis Nordhausen, doch er kannte auch den Zeitpunkt des Aufhörens ohne Zwänge. Er hinterlässt eine aufgeräumte Gemeinde seinem Wunschnachfolger Andreas Gerbothe.
Bürgermeister, Verbandschef, VG-Chefs, Begleiter des politischen Weges von Höche, sie alle kamen heute nach Klettenberg, um den Grafen zu verabschieden. Das allerdings ist so nicht richtig. Zwar kann sich der Ruheständler nun mehr seinem Hobby der Holzbearbeitung sowie der dazugehörigen Rohstoffpflege und –beschaffung widmen, die politische Bühne kann und wird er nicht verlassen.
Da gibt es noch zu viele Baustellen, vor allem im Landkreis, meinte Höche heute lächelnd im Gespräch mit der nnz. Und so wird er, sofern es seine Partei, die CDU, will, für den nächsten Kreistag kandidieren. Das wird einige Parteioberen zwar nicht allzu köstlich munden, doch Höche scheint momentan ob seiner ausgleichenden Art zwischen Stadt und Landkreis Nordhausen unabdinglich – siehe Südharzwerke.
Auch im eigenen Wirkungskreis will Höche nicht sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden. Für den neuen Gemeinderat will er noch einmal kandidieren, will auch seinem Wunschnachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Allerdings: Ich will mich auf keinen Fall einmischen!
Unterschiedliche Weltanschauungen, kommunalpolitisch oftmals einer Meinung: Martin Höche und Klaus Hummitzsch (links)
Wer die politische Bühne verlässt, der kann kaum – sofern es für ihn oder sie eine Berufung war – von 110 auf 0 zurückfahren. Auch Erfahrung kann weitergegeben werden. Erfahrung ist ein unermesslicher Schatz. Und allen Voraussagen nach, könnte Martin Höche mit seinen 56 Jahren im kommenden Kreistag noch perfekt in das demografisch-politische Mittelalter passen. Es wäre schade, wenn seine kantige Art und seine bissigen Statements fehlten.
Insofern werden der Wald und das große Grundstück noch ein wenig warten müssen. Das nächste Möbel könnte aber schon in Arbeit sein.
Peter-Stefan Greiner



