Do, 11:03 Uhr
26.02.2009
Arbeitslosigkeit erneut gestiegen
Keine Überraschungen auf dem Arbeitsmarkt. Passend zur Krise gestalten sich auch die Zahlen für Nordthüringen. Heute veröffentlichte die Agentur in Nordhausen den neusten Stand.
Aktuell suchen 22.680 Personen eine neue Beschäftigung, 1.024 mehr als im Januar. Deutlich wurde der Anstieg der Winterarbeitslosigkeit vor allem im Landkreis Nordhausen. 7.278 Jobsuchende waren im Berichtsmonat registriert, 521 mehr als im Januar. Trotz des wirtschaftlichen Rückgangs auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet die Nordhäuser Arbeitsagentur im Februar vergleichsweise noch das beste Ergebnis seit 1992.
Arbeitslosenquote erhöht Der Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt auch die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, um 0,7 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent anwachsen. Die Quo-te hat damit den gleichen Stand wie im Vorjahresmonat erreicht.
Entwicklung nach Rechtskreisen Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Februar in beiden Rechtskreisen recht unterschiedlich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III-Zuständigkeit der Agentur für Arbeit) stieg die Zahl der Arbeitslosen um 283 (2,9 Prozent) auf 10.150 an. Gegenüber dem Vorjahr gab es 269 Arbeitslose mehr. Bei den Trägern der Grundsicherung (SGB II/Arbeitslosengeld II) wurden mit 12.530 Personen 741 Männer und Frauen mehr registriert als im Vormonat. Hier lag die Zahl um 658 unter der des Vorjahres.
Betrachtung der Entwicklung Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhausen, sieht in der aktuellen wirtschaftlichen Krise dennoch Chancen: Dass wir im Februar steigende Arbeitslosenzahlen haben, war durchaus vorhersehbar und saisonüblich. Der Anstieg, vor allem bei den Agenturkunden, sei jedoch geringer ausgefallen als erwartet. Wichtige Signale erfahre ich in Gesprächen mit Unternehmen, Kammern und Verbänden, wenn ich höre, dass alles getan wird um Entlassungen zu vermeiden. Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie alles daran setzen, mit qualifiziertem Personal wettbewerbsfähig zu bleiben, so der Agenturchef. Die Kombination von Kurz-arbeit und Qualifizierung ist ein attraktives Angebot der Bundesagentur für Arbeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Freie Stellen leicht rückläufig Insgesamt 625 freie Stellen wurden im Februar von den Unternehmen der Region gemeldet, 26 weniger als im gleichen Zeitraum 2008. 349 Stellen davon sind ungefördert und das waren wiederum 51 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt können damit 1.243 Stellen besetzt wer-den, 747 davon sind versicherungspflichtig.
Mehr Meldungen im Januar In den letzten vier Wochen meldeten sich 4.165* Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur und den Arbeitsgemeinschaften arbeitslos, fast 1.000 mehr als vor einem Jahr. Über 2.300 mussten sich allein wegen dem Verlust ihres Arbeitsplatzes melden. Den Arbeitslosmeldungen im Februar standen 3.157 Abmeldungen gegenüber, 268 weniger als im Februar 2008. Rund 64 Prozent konnten eine neue Arbeit oder eine Ausbildung aufnehmen.* Ohne Daten des Grundsicherungsamtes Heiligenstadt
Kurzarbeit auch weiterhin gefragt Für die derzeit wirtschaftlich schwierige Phase ist der Beratungsbedarf der Unternehmen ungebrochen hoch. Im Monat Januar waren bei der Agentur für Arbeit Nordhausen 132 Anzeigen zu beabsichtigter Kurzarbeit für knapp 2.400 Beschäftigte eingegangen. Mit den gesetzlichen Neuregelungen zum Konjunkturpaket II kann die Arbeitsagentur ab sofort 50 Prozent der vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge auf Antrag übernehmen.
Autor: nnzAktuell suchen 22.680 Personen eine neue Beschäftigung, 1.024 mehr als im Januar. Deutlich wurde der Anstieg der Winterarbeitslosigkeit vor allem im Landkreis Nordhausen. 7.278 Jobsuchende waren im Berichtsmonat registriert, 521 mehr als im Januar. Trotz des wirtschaftlichen Rückgangs auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet die Nordhäuser Arbeitsagentur im Februar vergleichsweise noch das beste Ergebnis seit 1992.
Arbeitslosenquote erhöht Der Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt auch die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, um 0,7 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent anwachsen. Die Quo-te hat damit den gleichen Stand wie im Vorjahresmonat erreicht.
Entwicklung nach Rechtskreisen Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Februar in beiden Rechtskreisen recht unterschiedlich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III-Zuständigkeit der Agentur für Arbeit) stieg die Zahl der Arbeitslosen um 283 (2,9 Prozent) auf 10.150 an. Gegenüber dem Vorjahr gab es 269 Arbeitslose mehr. Bei den Trägern der Grundsicherung (SGB II/Arbeitslosengeld II) wurden mit 12.530 Personen 741 Männer und Frauen mehr registriert als im Vormonat. Hier lag die Zahl um 658 unter der des Vorjahres.
Betrachtung der Entwicklung Dr. Klaus Stein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhausen, sieht in der aktuellen wirtschaftlichen Krise dennoch Chancen: Dass wir im Februar steigende Arbeitslosenzahlen haben, war durchaus vorhersehbar und saisonüblich. Der Anstieg, vor allem bei den Agenturkunden, sei jedoch geringer ausgefallen als erwartet. Wichtige Signale erfahre ich in Gesprächen mit Unternehmen, Kammern und Verbänden, wenn ich höre, dass alles getan wird um Entlassungen zu vermeiden. Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie alles daran setzen, mit qualifiziertem Personal wettbewerbsfähig zu bleiben, so der Agenturchef. Die Kombination von Kurz-arbeit und Qualifizierung ist ein attraktives Angebot der Bundesagentur für Arbeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Freie Stellen leicht rückläufig Insgesamt 625 freie Stellen wurden im Februar von den Unternehmen der Region gemeldet, 26 weniger als im gleichen Zeitraum 2008. 349 Stellen davon sind ungefördert und das waren wiederum 51 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt können damit 1.243 Stellen besetzt wer-den, 747 davon sind versicherungspflichtig.
Mehr Meldungen im Januar In den letzten vier Wochen meldeten sich 4.165* Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur und den Arbeitsgemeinschaften arbeitslos, fast 1.000 mehr als vor einem Jahr. Über 2.300 mussten sich allein wegen dem Verlust ihres Arbeitsplatzes melden. Den Arbeitslosmeldungen im Februar standen 3.157 Abmeldungen gegenüber, 268 weniger als im Februar 2008. Rund 64 Prozent konnten eine neue Arbeit oder eine Ausbildung aufnehmen.* Ohne Daten des Grundsicherungsamtes Heiligenstadt
Kurzarbeit auch weiterhin gefragt Für die derzeit wirtschaftlich schwierige Phase ist der Beratungsbedarf der Unternehmen ungebrochen hoch. Im Monat Januar waren bei der Agentur für Arbeit Nordhausen 132 Anzeigen zu beabsichtigter Kurzarbeit für knapp 2.400 Beschäftigte eingegangen. Mit den gesetzlichen Neuregelungen zum Konjunkturpaket II kann die Arbeitsagentur ab sofort 50 Prozent der vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge auf Antrag übernehmen.

