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Do, 10:59 Uhr
26.02.2009

Tipps Thüringer Apotheker

Vor, zu oder nach dem Essen? Warum ist die korrekte Einnahme von Medikamenten so wichtig. Diese und andere Fragen beantworten Ihnen gern Ihrer Apotheker. Doch lesen Sie selbst, was wichtig ist.

Vor, zu oder nach dem Essen - Wer ein neues Medikament bekommt, fragt sich häufig wie das Präparat einzunehmen ist. Hinweise in der Packungsbeilage verwirren oft mehr als dass sie helfen. Viele Arzneimittel können ihre Wirkung jedoch nur richtig entfalten, wenn sie wie vorgesehen eingenommen werden. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker sind die ersten Ansprechpartner, wenn es um die korrekte Anwendung von Arzneimitteln geht.

"Es gibt keine allgemein gültige Regel, wann ein Arzneimittel einzunehmen ist", sagt Apothekerin
Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Der beste Zeitpunkt hängt von vielen Faktoren ab und ist deshalb bei jedem Medikament anders. Bei vielen Medikamenten geben Apotheker den Patienten die Empfehlung "eine halbe Stunde vor dem Essen" mit auf den Weg. "Der zeitliche Abstand ist wichtig, weil die Aufnahme vieler Substanzen durch die gleichzeitige Anwesenheit von Nahrung im Magen verringert wird", sagt Garke. Je weniger Arzneistoff ins Blut gelangt, desto geringer ist die Wirkung.

"Außerdem können Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen viele Arzneistoffe so fest an sich binden, dass sie nicht mehr in den Körperkreislauf gelangen", sagt Garke. Dies ist der Grund, warum bestimmte Antibiotika nicht zusammen mit Milchprodukten und Mineralstoffpräparaten eingenommen werden dürfen. "Die Beachtung dieses Verbots ist sehr wichtig. Wenn Medikamente gegen Bakterien nicht richtig wirken, können sich Infektionen dramatisch verschlimmern", sagt Garke.

Auch Grapefruitsaft ist in bestimmten Fällen problematisch, da er die Wirkung von verschiedenen Arzneistoffen verstärken kann.

Bestimmte Arzneistoffe können die Schleimhaut reizen oder durch die Säure im Magen zerstört werden. Sie werden deshalb in Tabletten oder Kapseln verabreicht, die sich erst im Darm lösen. Sie sind an der Aufschrift "magensaftresistent" zu erkennen. "Diese Medikamente müssen nüchtern und im Abstand von 1 bis 2 Stunden zur nächsten Mahlzeit eingenommen werden", sagt Garke. Die gleichzeitige Nahrungsaufnahme würde den pH-Wert im Magen so weit anheben, dass die Arzneistoffe zu früh freigesetzt werden und dadurch ihre Wirkung verlieren.

Bei zahlreichen Präparaten mit Hormonen oder hormonähnlichen Wirkstoffen ist der Zeitpunkt der Einnahme wichtig: "Muss ein Patient zum Beispiel Schilddrüsenhormone einnehmen, so sollte er dies im Idealfall früh am Morgen tun. Dies entspricht am besten dem natürlichen Rhythmus des Körpers", sagt Garke. Auch Kortisontabletten sollten am besten zwischen 6 und 8 Uhr morgens geschluckt werden. "Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels wirken hingegen bei abendlicher Einnahme besser", erläutert Garke.

"Jedes Medikament ist anders, die individuellen Eigenschaften müssen deshalb immer berücksichtigt werden", so Garke. Für alle Arzneimittel gilt jedoch: "Die Einnahme sollte immer mit einem großen Glas Wasser und möglichst im Stehen erfolgen", sagtGarke. Viel Flüssigkeit verhindert, dass Tabletten oder Kapseln in der Speiseröhre stecken bleiben. "Eine ausreichende Menge Wasser sorgt auch dafür, dass sich die Arzneistoffe schneller lösen" sagt Garke.

Bei Fragen zur korrekten Anwendung stehen Thüringens Apothekerinnen und Apotheker ihren Patienten stets kompetent und hilfsbereit zur Seite.
Autor: nnz

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