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Di, 15:57 Uhr
24.02.2009

Am Sonntag war nicht nur Karneval

Am Sonntag gegen 14.00 Uhr musste die Feuerwehr zu einem Einsatz in Görsbach alarmiert werden. Das Handicap: Ein großer Teil der Kameraden war mit den Aktiven des Karnevals in Leimbach zum großen Festumzug.

Görsbach unter Wasser (Foto: Gemeinde) Görsbach unter Wasser (Foto: Gemeinde)

Vom Einsatzalarm nach Görsbach zurückgerufen, fanden die Kameraden eine Situation vor, die mit Brandbekämpfung nichts zu tun hatte.Innerhalb kürzester Zeit war im unteren Bereich des Dorfes – Untertor – der gesamte Kreuzungsbereich überschwemmt worden. Das ansteigende Wasser kam nicht von der nahe gelegenen Helme, sondern von den oberhalb gelegenen Bächen, Schönbach und Lohbach.

Das einsetzende Tauwetter und der gefrorene Boden waren die Ursache, dass der Dorfbach „Görsbach“ bis an den Rand des Fassungsvermögens angeschwollen war und in das „Untertor“ zurückdrückte. Zum Glück war die kritische Phase des ansteigenden „Hochwassers“ bald vorbei, und das Wasser floss wieder in den noch immer angeschwollenen Dorfbach zurück.

Görsbach unter Wasser (Foto: Gemeinde) Görsbach unter Wasser (Foto: Gemeinde)

Die Anwohner des „Untertores“ atmeten auf, mit einem Schrecken davongekommen zu sein, denn man hatte sich schon auf größere Wassermassen, Überschwemmungen der Grundstücke und entsprechende Schäden eingestellt. Ältere anwesende Bürger berichteten von vergleichbaren Situationen mit zum Teil erheblichen Schäden in den letzten Jahrzehnten. Das abfließende Wasser hinterließ mit „Schlamm“ versehene Strassen.

Die noch immer anwesenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zeigten nun, dass sie nicht nur Feuer bekämpfen können, sondern auch in kürzester Zeit die Strassen wieder in einen sauberen Zustand versetzen können. Der Bürgermeister bedankt sich auch im Namen der Bürger für die Einsatzbereitschaft und Hilfeleistung unserer Feuerwehrkameraden. Das Thema des „Hochwasserschutzes“ muss mit diesem Ereignis noch deutlicher in unser Handeln und Denken rücken.

Die zur Zeit in der Diskussion stehenden Festlegungen der „Europäischen Wasserrahmenrichtlinie“ zeigten uns sehr deutlich, dass die Probleme für diesen Bereich einen absoluten Schwerpunkt bilden. Bürgermeister Siegfried Junker ruft die entsprechenden Behörden und Planer auf, die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen und bereits angedachte Fördermittel zum Hochwasserschutz entsprechend einzusetzen.
Autor: nnz

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