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Di, 16:03 Uhr
24.02.2009

Markt macht dicht

In Nordhausen wird ein Lebensmittelmarkt schließen. Und das mitten in der Stadt. Die nnz mit den Einzelheiten...

Bald Geschichte (Foto: nnz) Bald Geschichte (Foto: nnz)

Dem FRIZ-Markt in der Nordhäuser Förstemann-Straße war schlicht und ergreifend die wirtschaftliche Puste ausgegangen. Bei den Einwohnern in der Nordhäuser Innenstadt war der Markt beliebt. Familie H. schreibt in einer Mail an die nnz-Redaktion: „Leider macht sich der FRIZ-Markt in der Förstemannstraße als beliebter Einkaufsmarkt in zentraler Lage, gerade auch für viele Senioren, zum Monatsende sang- und klanglos über´n Acker. Keine regionalen Produkte zu fairen Preisen, kein Scheunenhof-Fleischer, kein Bäcker mehr.“

Ende März soll der Markt geschlossen werden, die Zukunft ist ungewiß, Auskünfte gibt es keine, die Mitarbeiter wurden zum Schweigen verpflichtet. Heute gab es Personalgespräche. Insider vermuten, dass sich in den Räumen ein Schnäppchen-Markt etablieren soll. Damit geht die Expansion dieser Billigst-Discounter dann auch in der Nordhäuser Innenstadt weiter.

Menschen, die nicht mobil sind, können dann nur noch in dem Markt eines Handels-Giganten einkaufen, der in Nordhausen sowieso schon dominant ist.
Autor: nnz

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Kommentare
Armin
24.02.2009, 19:40 Uhr
Handels-Gigant
Sehr geehrte nnz,
ich bin auch so ein selbstständiger Betreiber dieses Handels- Giganten, der nach Ihrer Darstellung in Nordhausen schon so dominant ist.
Aber ich sehe dieses nicht als Nachteil für unsere Kunden an, sondern als klarer Vorteil.
Der Kunde und nicht das Handelsunternehmen ist derjenige, der die Entscheidung trifft, wer am Markt überlebt und wer nicht .
Der Kunde entscheidet wo und warum er in einem bestimmten Markt seine Einkäufe tätigt.
In Nordhausen gibt es alle Handelsunternehmen, die in unserem Gebiet tätig sind und das immer mit mehreren Standorten.

Wer nach folgendem Grundsatz lebt, wird auch weiter am Markt bestehen können.

Ein Kunde,
Ist kein Außenstehender, sondern ein lebendiger Teil unseres Geschäftes. Wir tun ihm keinen Gefallen, indem wir ihn bedienen,
sondern er tut uns einen Gefallen,
wenn er uns Gelegenheit gibt, es zu tun.
Pe_rle
24.02.2009, 19:46 Uhr
Friz-Markt adeeeeee
traurig ,traurig
aber wahr,der erste Markt der damals auf dem August Bebelplatz sein dasein nach der Wende begann wird schließen.Wenn die Mieten eben so hoch sind das auch die Händler neben dem Friz an diesem Standort aufgeben ist das schon für die Leute im Umkreis ein Debakel. Die Herrscher im Rathaus nehmen das eben einfach so hin.Komischerweise sind sie wenn Wahlen anstehen aktiver.
Willi
25.02.2009, 08:37 Uhr
@per_le
Was bitte sollen den die "Herrscher Im Rathaus" gegen die Schließung unternehmen? Wie Armin schon richtig festgestellt hat, sind dort einfach zu wenige Leute einkaufen gegangen, so dass sich der Betreiber zur Schließung entschlossen hat. Soll die Stadtverwaltung aufgefordert werden künftig nur noch im Friz einkaufen zu gehen damit der Umsatz stimmt???

Im Übrigen sind im laufenden Jahr jede Menge Wahlen, mehr geht fast nicht. Das ändert nichts daran, dass man auf solche Entscheidungen keinen Einfluss nehmen kann! DDR ist vorbei, der Markt (Kunde) entscheidet!!!
tropensturm
25.02.2009, 13:21 Uhr
na endlich !!!
Wer hat nicht schon ewig auf einen Billigmarkt in der Nähe des August Bebel Platzes gewartet ???
Hochwertige Qualitätswaren aus fernöstlichen Ländern, werden zu Niedrigpreisen verschachert.Da müsste wohl auch der allerletze Rentner in der nahen Umgebung Verständnis dafür haben.

Schließlich entscheidet ja der Kunde!!! Und die paar Angestellten im Friz Markt, deren Existenzen jetzt auf dem Spiel stehen, die fallen ja bei der Menge der Arbeitslosen nicht auf.....

Das alles k... mich an, warum kann hier nicht geholfen werden ??? Es gibt für jedes Problem eine Lösung, in diesem Fall heißt die Lösung Schnäppchenmarkt .
Freidenker 1304
02.03.2009, 22:14 Uhr
Neue Märkte = Konkurrenz = gut für Kunden.
Schade um den Fritzmarkt. Unter der Hand wird gemunkelt, dass der Laden aber schon in den letzten Jahren mit Problemen zu kämpfen hatte. Trotzdem, schade. Wieder ein Lebensmittelmarkt in der Stadt weniger. Für die anderen Händler gut. Ein Konkurrent weniger. Für Kunden schlecht. Weite Wege.

Da ja sowieso sich nur noch einige wenige Großketten die Lebensmittelmärkte aufteilen (viele kleine Märkte gehören doch schon Großketten wie Edeka etc. mit deren Warenangebot), wäre eine Belebung, siehe Ansiedlung von einigen neuen Großmärkten wie Kaufland oder Real ein Magnet.

Weil anziehend und billiger. Gut für Kunden. ABER BITTE IN DER STADT ! Gibt genug Baulücken, auch große. Und ein Zusammenschluß zwischen den "beiden Stadtzentren" Bahnhofstrasse und Altstadt wäre wünschenswert. Wir werden ja alle mal älter. Und auf die Strassenbahn angewiesen. Natürlich wird dieser Vorschlag den anderen Märkten "nicht schmecken". Und den Kleinhändlern, gerade der Altstadt, sage ich: Wer aus dem näheren und weiteren Umland in DIE KÜNFTIGE SÜDHARZER EINKAUFSTADT NORDHAUSEN kommt, schaut beim Bummeln auch bestimmt mal bei Euch vorbei. Und kauft auch bei Euch. Anstatt nach Sangerhausen, Sondershausen oder Kassel zu fahren. So was spricht sich rum. Denn als Industriestandort ist Nordhausen ja nun im Vergleich zur Vorwendezeit passee..
Schuetze28
12.03.2009, 06:23 Uhr
Typisch..
... da reißen sich Politiker für Opel und Co die Beine raus, den Banken werden trotz eigenverschulden noch Miliarden an Staatsgeldern geschenkt... Den kleinen Markt "in der Ecke" lässt man verhungern.
denk-mal
12.03.2009, 07:49 Uhr
ho gibt es nicht mehr
es ist sicherlich sehr bedauerlich, das der "fritz" markt schließt. aber es ist sehr ungerecht der stadtverwaltung oder dem "triumvirat" dafür die schuld zu geben.auch rettungsversuche der stadtverwaltung oder durch die oberbürgermeisterin selbst, haben keine chance, wenn der unternehmer feststellt, es geht nicht mehr, die kosten sind höher als der gewinn, dann kann er überlegen mache ich pleite oder rechtzeitig zu. die entscheidung das es so ist, traf letztendlich der nicht zum kaufen erschienene kunde.
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