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Mo, 11:44 Uhr
15.12.2008

Bewegung im Verband

Es kommt wieder öffentliches Leben in den Planungsverband für das Industriegebiet in der Goldenen Aue. Spätestens nach der nnz-Veröffentlichung schickt sich der Verband an, seine Tagungen der interessierten Öffentlichkeit kund zu tun...


Die Mitglieder des Planungsverbandes „Industriegebiet Goldene Aue“ tagen morgen (16. Dezember) um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Nordhausen, Markt 15. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen“, sagte Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU), die zugleich stellvertretende Verbandesvorsitzende ist. „Sämtliche Vorlagen werden ausführlich erläutert.“

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorkaufsrechtssatzung für den Planungsverband, sowie die Erschließungsbeitragssatzung, mit der Grundstückseigentümer an den Erschließungskosten im Industriegebiet beteiligt werden. „Die Aufstellung dieser Satzung ist ein gesetzliches Erfordernis, das im Baugesetzbuch festgeschrieben ist“, sagte Frau Klaan. Darüber hinaus soll es einen Beschluss geben über den Entwurf und die öffentliche Auslegung der 1. Änderung des Bebauungsplanes sowie Informationen über den Stand des Förderantrages beim Freistaat Thüringen und über den Fortgang des Grunderwerbs. Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Bürgeranfragen.

Das geplante Industriegebiet „Goldene Aue“ soll mit 100 Hektar die größte Industriefläche Nordthüringens werden. Das geplante Areal befindet sich an der Anschlussstelle Heringen / Nordhausen-Ost der A 38. Zu einem Informationsabend zu dessen Bebauungsplan lädt am 7. Januar um 17 Uhr der Planungsverband des Industriegebiets ein. „Die Veranstaltung ist im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Nordhausen, Markt 15. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Wir werden aktuelle Informationen rund um das geplante Industriegebiet geben und natürlich Erläuterungen zum geänderten Bebauungsplan“, so Klaan.

Ab Mitte Januar soll der geänderte Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden, sofern dies die Verbandsmitglieder auf ihrer Sitzung am 16. Dezember beschließen sollten.
Autor: nnz

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Kommentare
Der Roland
15.12.2008, 13:59 Uhr
Enteignung
Wie zu lesen ist, wollen einige Grundstücksbesitzer in der Goldenen Aue nicht verkaufen. Sollen die jetzt über eine Zwangs-Beteiligung an den Kosten für die Erschließung des Industriegebietes in "die Knie" gezwungen werden? Wenn das alles gesetzlich zugelassen ist, warum kommt es erst jetzt, in dieser Phase, zu einer Änderung der Satzung?
Landei
15.12.2008, 19:36 Uhr
Arbeitsweise des Planungsverbandes nicht nachvollziehbar
Seit Jahren beobachte ich als "Betroffener" das Theater um das Industriegebiet "Goldene Aue". Vom Planungsverband heißt es, man hat den größten Teil der Flächen bereits gekauft oder steht kurz vor Vertragsabschluss, es gäbe aber noch ein paar Unwillige mit denen man Notfalls mit "Enteignung" fertig werde - ich fühle mich 20 Jahre zurückversetzt.

Ich glaube, damit beweihräuchern sich die Planungsverbandsmitglieder für ihre "gute Arbeit" nur selbst. Meine Erfahrung sagt etwas anderes. Unsere Familie besitzt ca. 5 % der Fläche des zukünftigen Industriegebietes. Wie das so ist, aber nicht zusammenhängend. Vor ca. 10 Jahren gab es mal einen Anruf der LEG wegen Grundstückerwerbs Industriegebiet mit dem Ergebnis, bei entsprechender Einigung und zu gegebener Zeit kommt es zum Verkauf der Grundstücke. Das ist bis heute ALLES was ich zum Thema Grundstückserwerb gehört habe. Ich glaube auch nicht, dass ich der einzige bin, dem es so geht. Zur Kenntnis musste ich jedoch andere Aussagen des Planungsverbandes nehmen - "Wer nicht verkauft wird enteignet" - typischer DDR-Sprachschatz.

Es gibt zwar auch heute entsprechende Verfahren, um an die Grundstücke der "Unwilligen" zu gelangen, solche Verfahren können aber nicht im Interesse des Planungsverbandes sein, da sie damit noch viel mehr kostbare Zeit verlieren. Aber man macht erst einmal viel Getöse um das nötige Vertrauen zwischen zukünftigen Vertragspartnern zu zertrampeln. Nachdem in diesem Jahr das sogenannte Baulandumlegungsverfahren eröffnet wurde, wird man sich sicher sehr genau das Ergebnis des Verfahrens ansehen müssen. Und die Erschließungsbeitragssatzung soll den Grundstückseigentümern noch verdeutlichen "Leute, für das Privileg Industriegebiet zu besitzen, dürft ihr auch noch mal tief in den Geldbeutel greifen - also gebt uns das Land lieber gleich heraus und am besten zum Null-Tarif." Ein fairer Umgang miteinander sieht anders aus.
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