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Mo, 12:42 Uhr
01.12.2008

Multi-Kulti im Jusowe

Seit mehr als zehn Jahren nimmt das JugendSozialwerk Nordhausen in seinen Einrichtungen europäische Freiwillige auf. Ein Jahr lang unterstützen sie ihre jeweiligen Einsatzteams bei der Bewältigung der täglichen Arbeitsaufgaben. Wer aktuell wo was macht, das hat die nnz erfahren...

Interkulturell im Nordhäuser Jugendsozialwerk (Foto: JUSOWE) Interkulturell im Nordhäuser Jugendsozialwerk (Foto: JUSOWE)

Gerardo aus Spanien und Radek aus Polen tun dies zum Beispiel bei der Sicherung junger Klettersportler am Petersberg, Tatjana aus Russland bei der kreativen Arbeit mit Kindern im HAUS in der Domstraße, Maria aus Russland und Yolanda aus Spanien betreuen Jugendgruppen im Jugendgäste- und Bildungshaus Fröbelhaus in Rudolstadt. Barbara aus Polen, Monika aus Litauen und Mara aus Armenien unterstützen die Arbeit der Erzieherinnen in Kindergärten des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. Alexandra aus Russland leitet unter anderem Nachtwanderungen oder Stadt-Rallyes im Jugendgästehaus Rothleimmühle. Und auch in der Dresdner Einrichtung für sprachbehinderte Kinder sowie einem integrativen Dresdner Kindergarten in Trägerschaft des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. können die Mitarbeiter seit September auf die Hilfe von Nadja aus Italien sowie Viktoria aus der Ukraine zählen

Bei den betreuten Kindern und Jugendlichen sind die jungen Freiwilligen gern gesehen. Bringt doch jeder von ihnen etwas ganz besonderes mit: nämlich seine eigene Kultur, seine Sprache, seine Traditionen und Überzeugungen.... Aus Überraschung und Neugier erwachsen Interesse und Offenheit, Toleranz und Akzeptanz Menschen gegenüber, die manchmal anders sind als wir. Diese Prozesse finden ohne unser Zutun statt. Mit unserem Zutun können wir sie allerdings zielgerichtet gestalten und intensivieren.

Das Nordhäuser JugendSozialwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen bei diesen Prozessen des interkulturellen Lernens zu helfen. Übertragen hat der Verein diese Aufgabe insbesondere an Joanna Pawlaczek. Sie kommt aus Polen und war vor vier Jahren selbst Europäische Freiwillige in der Rothleimmühle in Nordhausen. Danach hat sie interkulturelle Kommunikation studiert und vertieft jetzt ihr Wissen im Bereich interkulturelle Personalentwicklung.

Interkulturell im Nordhäuser Jugendsozialwerk (Foto: JUSOWE) Interkulturell im Nordhäuser Jugendsozialwerk (Foto: JUSOWE)

Als Jugendbildungsreferentin bietet sie in ganz Thüringen Workshops zum interkulturellen Lernen an. Um möglichst viele Kinder und Jugendlichen mit solchen Angeboten erreichen zu können, hat sie nun einen speziellen Workshop für die europäischen Freiwilligen im Verein entwickelt. Dieser soll sie befähigen, selbständig interkulturelle Workshops zu planen und durchzuführen.

Am vergangenen Wochenende wurden die Freiwilligen mit dem notwendigen Handwerkszeug vertraut gemacht und haben erste Trainingssequenzen erprobt. In den kommenden Wochen werden die Freiwilligen Gelegenheit haben, das Erlernte selbständig in der Praxis anzuwenden, bevor sich dann alle wieder treffen um die gesammelten Erfahrungen auszutauschen.

Tatjana hat bereits ganz konkrete Vorstellungen von ihrem Angebot. Sie wird in der nächsten Woche den Kindergärten, die sich am Projekt „Interkulturelles Lernen in Kindertagesstätten“ beteiligen, ihren Russland-Workshop vorstellen. „Ich hoffe sehr, dass Tatjanas Angebot gut angenommen wird. Es ist wichtig, dass die Freiwilligen ein Erprobungsfeld haben, an dem sie wachsen und reifen können. Und es ist wichtig für ihr Selbstbewusstsein, dass sie ein positives Feedback von den Gruppen bekommen, mit denen sie arbeiten.“ – so Joanna Pawlaczek.
Autor: nnz

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