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Di, 09:30 Uhr
25.11.2008

Neuer „Dünnschichter“

Im Radiologischen Institut des Nordhäuser Südharz-Krankenhauses gibt es einen neuen Computertomograph (CT). Fachleute sprechen von einem so genannten „128-Schichter“. Was mit dem „Neuen“ alles möglich ist, das hat die nnz erfahren...

Neuer CT am mSüdharz-Krankenhaus (Foto: SHK) Neuer CT am mSüdharz-Krankenhaus (Foto: SHK)
Die Medizinisch-Technische Röntgen-Assistentin Susanne Möller am neuen „CT“ im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus

Das neue Gerät kann sehr dünne Bilder, eine höhere Auflösung sowie einen stärkeren Kontrast „produzieren“. Bei der Durchblutungs- oder Gefäßdarstellung lassen sich mit 0,3 Millimeter dünnen Scheiben sehr exakte Analysen anfertigen, die wichtiger Bestandteil einer möglichst exakten Diagnose sind.

Der neue Tomograph ermöglicht es erstmals, Hirndurchblutungen über den gesamten Kopf erkennbar zu machen. Auch der Chefarzt des Institutes für Radiologie, Privatdozent Dr. med. habil. Ansgar Malich, schwärmt vom neuen „CT“: „Mit den uns jetzt zur Verfügung stehenden Diagnoseverfahren wird es möglich sein, einen Schlaganfall bereits in einem sehr frühen Stadium nachzuweisen. Die in unserem Institut eingesetzte Software ermöglich es den Medizinern zudem, den Darm von innen zu durchfliegen (virtuelle Coloskopie) und darzustellen. Auch hochauflösende Bilder vom Herzen sind machbar.“

Ab dem kommenden Jahr stehen die modernsten Diagnoseverfahren der Radiologie auch den ambulanten Patienten des Medizinischen Versorgungszentrums zur Verfügung. Die Wartezeit auf die Diagnose im „CT“ soll de facto auf Null gefahren werden.

Doch die Vorteile der neuen Hard- und Software gehen weiter. So wird es für Unfallpatienten, die mit schwersten Verletzungen ins Südharz-Krankenhaus eingeliefert werden, möglich sein, deren lebensbedrohliche Verletzungen schneller und exakter zu diagnostizieren. Möglich macht das unter anderem die neue CT-Röhre, die acht Zentimeter weiter ist und so Platz für medizinische Interventionen wie Biopsien bietet.

Die beiden modernen „CTs“, die es jetzt in der Radiologie des Südharz-Krankenhauses gibt, eröffnen völlig neue Wege bei der Schmerztherapie. Dabei kann ein Nerv mit einem Medikament effektiver umspritzt werden. Der behandelnde Arzt hat die Möglichkeit, die Kanüle in nächster Nähe zum Nerv zu platzieren. Damit lassen sich zum Beispiel chronische Rückenschmerzen noch besser behandeln. Die beste Diagnosetechnik hilft allerdings nur dann, wenn es dafür auch geeignete Fachleute gibt. Die kann nur eine große Einrichtung wie das Südharz-Krankenhaus in Nordhausen vorweisen.

Mit einem kleinen Team des Südharz-Krankenhauses wird Dr. Ansgar Malich am 29. November 2008 nach Chicago fliegen und am weltgrößten Radiologiekongreß teilnehmen. Der Chefarzt der Radiologie wird dort einem ausgewählten Fachpublikum die Auswertung von CT-Bildern von Lungengefäßen vorstellen und erläutern.
Autor: nnz/kn

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