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Mo, 08:23 Uhr
10.11.2008

Beratung und Messung

Am 14. November ist Weltdiabetestag. Seit 17 Jahren ist der Geburtstag von Frederick G. Banting, dem Entdecker des Hormons Insulin, Anlass für bundesweite Informationsveranstaltungen über die Volkskrankheit. Auch im Landkreis Nordhausen...


Thüringens Apothekerinnen und Apotheker beteiligen sich traditionell an den Aufklärungsaktionen und engagieren sich über das ganze Jahr in der Prävention von Diabetes. In der Apotheke können Verbraucher ihren Blutzuckerwert bestimmen lassen und sich informieren, wie sie sich vor der Erkrankung schützen können.

"In Deutschland leiden sieben Millionen Menschen an Diabetes und es werden stetig mehr", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. Experten schätzen, dass die Zahl der Diabetiker im Jahr 2010 bei zehn Millionen liegen wird. Damit zählt Diabetes zu den bedeutendsten Volkskrankheiten der Gegenwart.

Er gibt zwei Formen der Erkrankung: Beim selteneren Typ 1-Diabetes, der häufig schon im Kinder- oder Jugendalter auftritt, produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr, weshalb die Betroffenen auf Spritzen angewiesen sind. Die weitaus häufigere Form ist der Diabetes Typ 2. "Bei diesen Patienten ist der Körper zwar noch in der Lage, Insulin zu bilden - jedoch nicht mehr in den benötigten Mengen", erklärt Garke. Fehlt das Hormon, steigt der Blutzuckerspiegel unkontrolliert an. Hier helfen Medikamente, die körpereigene Insulinproduktion zu steigern.

Neben der genetischen Veranlagung gelten vor allem Bewegungsmangel und Übergewicht als Risikofaktoren für Diabetes Typ 2. Die Thüringer sind besonders gefährdet: Denn nach einer Studie des Stuttgarter Instituts für Rationelle Psychologie sind die Einwohner des Freistaats die dicksten Deutschen. Zur Risikogruppe zählen inzwischen auch Kinder: Deutschlandweit bringen 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zu viele Kilos auf die Waage. "Die früher als Altersdiabetes bezeichnete Krankheit tritt deshalb immer häufiger schon bei jungen Menschen auf. Ein besorgniserregender Trend", so Garke.

Durch eine gesunde Lebensführung kann die Entstehung der Zuckerkrankheit verhindert werden. "Dazu gehört neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung auch der Verzicht auf Tabak", sagt Garke. Einer Untersuchung von Schweizer Forschern zufolge haben Raucher ein um 44 Prozent erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

"Da ein erhöhter Blutzuckerspiegel anfänglich keine Beschwerden verursacht, leiden viele Menschen unerkannt an Diabetes", sagt Garke. Die Dunkelziffer wird auf zwei Millionen geschätzt. Eine frühzeitige Therapie ist jedoch wegen der Gefahr der Begleit- und Folgeerkrankungen wichtig.

"Ein zu hoher Blutzuckerspiegel schädigt langfristig die Gefäße und kann zu schweren Nierenschäden, Durchblutungsstörungen und zum Erblinden führen", erläutert Garke. Sie rät Patienten, die familiär vorbelastet sind, ihre Werte regelmäßig in der Apotheke kontrollieren zu lassen.
Autor: nnz

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