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So, 09:24 Uhr
09.11.2008

nnz-Forum: Andere Sichtweise

Die nnz hatte gestern über eine NDP-Veranstaltung berichtet und sich dabei auf Fakten der Polizeidirektion Nordhausen bezogen. Dazu ein Beitrag im Forum der nnz...


Laut der Nordhäuser Polizei habe die NPD bei der verantwortlichen Behörde eine Veranstaltung am 08.11.2008 auf dem Rathausplatz angemeldet. Diese ist auch genehmigt worden. Als die Rechten einen Infostand aufbauen wollten, haben nach Aussage der Polizei etwa 10 Anhänger der Antifa-Jugend die Veranstaltung gestört, in dem sie ein Transparent ausrollen wollten.

Dies habe die Polizei untersagt, weil die Aktion nicht angemeldet und genehmigt und auch nicht als Spontankundgebung eingestuft worden sei. Es habe auch keine Eskalation gegeben, da die NPD auf den weiteren Aufbau ihres Infostandes verzichtet habe.

Dazu gibt es aus meiner Sicht zu sagen: Etwa 50 aufmerksame Bürger Nordhausens und dem Kreisgebiet haben sich zu einer Spontankundgebung auf dem Platz vor dem Rathaus zusammengefunden, um den Akteuren der NPD kein Forum zu bieten. Dieses hätte auch von der Polizei so eingeordnet werden müssen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist es unerträglich, das nach 70 Jahren Gedenkens an die Pogromnacht Nazis sich unbehelligt zeigen können. Was mögen die Opfer des Holocaust bzw. ihre Angehörigen empfinden?

Dank der Initiative des breiten Nordhäuser Bürgerbündnisses konnte das Auftreten der NPD verhindert werden. Zu der Aktion der Antifa ist zu sagen, dass junge Menschen lediglich mit einem ausgerollten Transparent friedlich auf die Situation aufmerksam gemacht haben. Zu keiner Zeit hat es Eskalationen oder Äußerungen jeglicher Art von Seiten der Jugendlichen gegeben.

Die Vertreter der NPD haben letztlich den Platz geräumt. Wir als Bürger der Stadt Nordhausen sind froh, dass es in unserer Heimatstadt eine breite Basis gegen Rechts gibt.
Gerlinde Bachmann
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
two_bell
14.11.2008, 08:48 Uhr
kleiner Exkurs
Hierzu ein kurzer Auszug aus Wikipedia:

» In ihrer Mischung aus Fremdenfeindlichkeit, nationalistischem Gesellschaftsmodell, populistisch-antikapitalistischen Parolen und dem Glauben an autoritäre Führung ist die Programmatik der NPD jener der NSDAP der 1920er - und frühen 30er-Jahre ähnlich. Wie diese möchte die Partei nicht nur bestimmte politische Ziele durchsetzen, sondern das heute herrschende System des demokratischen Rechts- und Verfassungsstaates beseitigen, weshalb die NPD als verfassungsfeindlich eingestuft wird. Entsprechend findet sich im Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg 1998 ein Ausschnitt aus der Eröffnungsrede des 1. Tages des nationalen Widerstandes von Holger Apfel, in welchem er die NPD als einzige organisierte Partei darstellt, „die das politische System in der BRD bis auf die Wurzel bekämpft, auch die Wurzel abnimmt. Ja, liebe Freunde, wir sind stolz darauf, dass wir alljährlich in den bundesdeutschen Verfassungsberichten stehen und dort als feindlich, verfassungsfeindlich, gegen dieses System gerichtet genannt sind. Jawohl, wir sind verfassungsfeindlich.“ «
Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/NPD)

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