Mi, 19:39 Uhr
17.09.2008
Feste feiern
Die heutige Sitzung des Nordhäuser Stadtrates war eine ganz besondere. Mitten auf dem Gelände des Stadtentwässerungsbetriebes (SEB) war ein Zelt aufgebaut worden. Bei Kaffee, Kuchen und fair gehandelten Gummibärchen wurde dann Politik gemacht. Und es wurde Geburtstag gefeiert.
15 Jahre alt ist der Eigenbetrieb der Stadt Nordhausen geworden und die Bilanz, die SEG-Geschäftsführer Mathias Hartung zog, die kann sich sehen lassen. Nicht in Form von Zahlen, Daten und Fakten, sondern vor allem in der Tatsache, dass die kommunale Daseinsvorsorge hier Früchte und Erfolge trägt. Nun kann man dazu Investitionssumme, Bauwerke oder ähnliches vorweisen, doch das wichtigste Argument ist und bleibt: Die Gebühren für die Nordhäuser sind nicht nur in den zurückliegenden Jahren stabil niedrig geblieben, sie werden es auch in den kommenden Jahren sein. Super.
In seinem Vortrag durchlief Hartung Jahrzehnte der Abwasserentsorgung und erklärte den Königshof in Nordhausen für den Geburtsort des SEB. Eingeleitet wurde der Geburtsvorgang federführend durch ihn selbst und den jetzigen Geschäftsführer des Wasserverbandes, Ulrich Schardt. Politisch begleitet wurde das alles durch den damaligen Bürgermeister Dr. Manfred Schröter.
283 Kilometer lang ist das Kanalnetz in und um Nordhausen herum, 26,5 Millionen Euro wurden investiert, rund 3,1 Millionen Kubikmeter Zulauf wurden 2007 in der im Jahr 2000 fertiggestellten Kläranlage behandelt.
Im zweiten Abschnitt des Vortragsteils referierte Amtsleiterin Dr. Sabine Riebel zur Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung. Viele schöne Bildchen, Diagramme und Zahlen wurden an die Leinwand gebeamt, alles bestens – so das Fazit. Nur: ein wenig mehr produzierendes Gewerbe könne der Rolandstadt gut zu Gesicht stehen. Auch könnten ein oder zwei Gewerbegebiete besser gefüllt sein. Na ja, im kommenden Wahlkampf läßt sich noch so einiges schönreden.
Und Frau Riebel erläuterte auch noch den Planungsstand zum Industriegebiet in der Goldenen Aue oder – besser gesagt – zu der Fläche, die einmal Industriegebiet werden soll. Erfolgsmeldung hier: 51 Prozent der Flächen würden der LEG gehören. Dann der Nebensatz: ...seien in Verhandlungen oder in Gesprächen. Na ja, das kennt man schon. Wie viele Hektar tatsächlich in das Eigentum der Landesentwicklungsgesellschaft übergegangen sind, das wurde nicht gesagt und es ist zu befürchten, das es nicht viel mehr als die vor einem halben Jahr verkündeten 30 Prozent sind. Sonst wäre die aktuelle Zahl wohl postuliert worden.
Die Unternehmen der Region entwickeln sich gut. Powertrain wird bald die zweite Werkhalle einweihen, Schachtbau hat schon investiert und das Personal aufgestockt, Günter Papenburg will seinen Nobas-Standort in punkto Ausrüstung und Gebäude endlich vom DDR-Schleier befreien und viele kleine Unternehmen würden davon profitieren. Und im Übrigen: Die Zahl der Arbeitslosen sei natürlich zurückgegangen. Wie viele Menschen sich von ihrer Arbeit nicht ernähren können, das wurde dem interessierten Hörer nicht gesagt.
Die Stadträte hatten jedenfalls eine fast 50 Punkte umfassende Tagesordnung abzuspulen. Vielleicht beeilten sie sich ein wenig mehr als bei ISEK, denn zur Belohnung warteten im Anschluß an den nicht öffentlichen Teil der Sitzung ein Bufett sowie eine künstlerische Abrundung des Arbeitstages.
Autor: nnz15 Jahre alt ist der Eigenbetrieb der Stadt Nordhausen geworden und die Bilanz, die SEG-Geschäftsführer Mathias Hartung zog, die kann sich sehen lassen. Nicht in Form von Zahlen, Daten und Fakten, sondern vor allem in der Tatsache, dass die kommunale Daseinsvorsorge hier Früchte und Erfolge trägt. Nun kann man dazu Investitionssumme, Bauwerke oder ähnliches vorweisen, doch das wichtigste Argument ist und bleibt: Die Gebühren für die Nordhäuser sind nicht nur in den zurückliegenden Jahren stabil niedrig geblieben, sie werden es auch in den kommenden Jahren sein. Super.
In seinem Vortrag durchlief Hartung Jahrzehnte der Abwasserentsorgung und erklärte den Königshof in Nordhausen für den Geburtsort des SEB. Eingeleitet wurde der Geburtsvorgang federführend durch ihn selbst und den jetzigen Geschäftsführer des Wasserverbandes, Ulrich Schardt. Politisch begleitet wurde das alles durch den damaligen Bürgermeister Dr. Manfred Schröter.
283 Kilometer lang ist das Kanalnetz in und um Nordhausen herum, 26,5 Millionen Euro wurden investiert, rund 3,1 Millionen Kubikmeter Zulauf wurden 2007 in der im Jahr 2000 fertiggestellten Kläranlage behandelt.
Im zweiten Abschnitt des Vortragsteils referierte Amtsleiterin Dr. Sabine Riebel zur Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung. Viele schöne Bildchen, Diagramme und Zahlen wurden an die Leinwand gebeamt, alles bestens – so das Fazit. Nur: ein wenig mehr produzierendes Gewerbe könne der Rolandstadt gut zu Gesicht stehen. Auch könnten ein oder zwei Gewerbegebiete besser gefüllt sein. Na ja, im kommenden Wahlkampf läßt sich noch so einiges schönreden.
Und Frau Riebel erläuterte auch noch den Planungsstand zum Industriegebiet in der Goldenen Aue oder – besser gesagt – zu der Fläche, die einmal Industriegebiet werden soll. Erfolgsmeldung hier: 51 Prozent der Flächen würden der LEG gehören. Dann der Nebensatz: ...seien in Verhandlungen oder in Gesprächen. Na ja, das kennt man schon. Wie viele Hektar tatsächlich in das Eigentum der Landesentwicklungsgesellschaft übergegangen sind, das wurde nicht gesagt und es ist zu befürchten, das es nicht viel mehr als die vor einem halben Jahr verkündeten 30 Prozent sind. Sonst wäre die aktuelle Zahl wohl postuliert worden.
Die Unternehmen der Region entwickeln sich gut. Powertrain wird bald die zweite Werkhalle einweihen, Schachtbau hat schon investiert und das Personal aufgestockt, Günter Papenburg will seinen Nobas-Standort in punkto Ausrüstung und Gebäude endlich vom DDR-Schleier befreien und viele kleine Unternehmen würden davon profitieren. Und im Übrigen: Die Zahl der Arbeitslosen sei natürlich zurückgegangen. Wie viele Menschen sich von ihrer Arbeit nicht ernähren können, das wurde dem interessierten Hörer nicht gesagt.
Die Stadträte hatten jedenfalls eine fast 50 Punkte umfassende Tagesordnung abzuspulen. Vielleicht beeilten sie sich ein wenig mehr als bei ISEK, denn zur Belohnung warteten im Anschluß an den nicht öffentlichen Teil der Sitzung ein Bufett sowie eine künstlerische Abrundung des Arbeitstages.



