eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 11:03 Uhr
21.06.2002

Wohnungen werden immer weniger

Nordhausen (nnz). Im Osten Deutschlands sollen Städte umgebaut werden. Auch Nordhausen. Wohnungen werden verschwinden. Wie nötig der Abriß von ganzen Standorten ist, belegen die Zahlen, die nnz erhielt.


Im Zusammenhang mit dem Programm „Stadtumbau Ost“ rückt auch der Abgang von Wohnungen zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. So verminderte sich der Wohnungsbestand Thüringens im letzten Jahr durch Abbruch, Zusammenlegung und Nutzungsänderung um insgesamt 3 442 Wohnungen. Dies entsprach einer Wohnfläche von 215 600 m2. Das ist das bisher höchste Abgangsergebnis seit 1991.


Für die vergangenen elf Jahre wurden dem Thüringer Landesamt für Statistik insgesamt 15.38 Wohnungsabgänge in Wohn- und Nichtwohngebäuden gemeldet, darunter 14.437 durch Abgang ganzer Gebäude. Im Jahr 2001 verminderte sich der Wohnungsbestand durch Abbruch, Zusammenlegung und Nutzungsänderung um insgesamt 3.442 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 215 600 m², darunter 3.257 Wohnungen durch Abriss von 601 kompletten Wohngebäuden. Der Abgang der Wohngebäude war hauptsächlich auf die vorgesehene Schaffung von Frei- und öffentlichen Verkehrsflächen (57 Prozent) und die Errichtung von neuen Gebäuden (16 Prozent) zurückzuführen.

12 Prozent der abgegangenen 3.257 Wohnungen befanden sich in Gebäuden, die vor 1900 gebaut wurden, 10 Prozent stammen aus der Zeit zwischen 1901 bis 1948 und 22 Prozent aus der Zeit zwischen 1949 und 1970. 56 Prozent der Wohnungen waren danach errichtet worden.

Im Abgangsergebnis des Jahres 2001 ist bei Wohngebäuden erstmals eine bedeutend größere Anzahl von Wohnungen aus Plattenbausiedlungen als in den Vorjahren enthalten. So erhöhte sich der Anteil der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr von über 62 Prozent auf 87 Prozent und der Anteil der Wohnungen mit einem Baujahr nach 1970 von 24 Prozent auf über 55 Prozent.

Nach Feststellungen des Thüringer Landesamtes für Statistik war die Anzahl der Wohnungsabgänge insgesamt territorial sehr differenziert. Die höchste Anzahl an Wohnungsabgängen im Jahre 2001 war in der kreisfreien Stadt Gera mit 718 Wohnungen zu verzeichnen, gefolgt von den Landkreisen Sömmerda (396) und Eichsfeld (333), der kreisfreien Stadt Suhl (305), dem Kyffhäuserkreis (295), den Landkreisen Gotha (218) und Saalfeld-Rudolstadt (214), der Landeshauptstadt Erfurt (192) sowie dem Wartburgkreis (190). Die wenigsten Wohnungsabgänge wurden für die Landkreise Hildburghausen (13) und Sonneberg (14), den Saale-Orla-Kreis (14) sowie für die kreisfreie Stadt Eisenach (15) gemeldet.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)