Sa, 19:13 Uhr
07.06.2008
Versöhnliches Ende
Das letzte Punktspiel für Wacker Nordhausen war gleichzeitig das letzte in dieser Saison. Und so wie der Verlauf der 90 Minuten, so kann man auch die komplette Saison einschätzen. Die nnz mit dem Spielbericht.
Eine Unachtsamkeit in der Innenverteidigung in der 14. Minute und schon war der Weg für den Ilmenauer Norman Bonsak frei. Zum Entsetzen der (nur) 257 Zuschauer stand es da 0:1. Viel war zu diesem Zeitpunkt im Spiel gegen SV Germania Ilmenau nicht passiert. Den ersten Schuß auf ein Tor gaben die Gäste aus dem Thüringer Wald in der 10. Minute ab. Der ernst zu nehmende Schuß in Richtung Gästetor wurde von Torsten Klaus in der 18. Minute abgefeuert.
Obwohl die Ilmenauer nach der frühen Führung vor dem eigenen Strafraum alles dicht machten, konnte Wacker einige Chancen in der ersten Halbzeit für sich verbuchen. Zweimal zog Klaus ab (28. und 30.), sechs Minuten später rennt Hauke Lattmann links durch, sein straffer Schuß verfehlt das Gehäuse ebenso wie ein Kopfstoß von Lars Pohl in der 40. Minute.
In der Halbzeitpause wechselt Trainer Burkhard Venth Stephan Hoffman und Cornelius Brack aus, für sie spielen Steven Eber und Tino Steinberg. Jetzt häufen sich die Chancen der Gastgeber, wieder ist es Torsten Klaus, der den Ball nicht unterbringen kann, erst nach einer Flanke von Sebastian Elle, dann nach einem Zuspiel von Sven Pistoirus. Die dickste Chance zum verdienten Ausgleich hat Hauke Lattmann wortwörtlich in der 72. Minute auf dem Kopf. Der Ball knallt an die Lattenunterkante, springt aber vor der Torlinie auf den trockenen Rasen.
Letztes Punktspiel der Wackeren (Foto: nnz)
Doch die Nordhäuser geben nicht auf und werden von den Fans endlich auch angefeuert. Die müssen bis zur 83. Minute warten, dann macht Klaus endlich sein Ding. Mit einem Schrei der Erlösung zieht sich der Stürmer das Trikot aus und rennt am Fanblick vorbei – die gelbe Karte juckt ihn am Saisonende nicht mehr. In der 86. Minute wird Alexander Töpfer gegen Steve Jochmann ausgewechselt. Der hätte fast zum Joker werden können. Eine etwas unglückliche Flanke in den Strafraum mutiert unterwegs zum gefährlichen Torschuß. Das Leder landet jedoch auf dem Netz.
Somit hatte Wacker zwar unglaublich gekämpft, jedoch zwei Punkte verloren. Der achte Tabellenplatz wurde verteidigt, das Ziel der Saison jedoch glattweg verfehlt. Über die Ursachen und Hintergründe hatte die nnz bereits mehrfach berichtet.
Nach der Saison ist vor der Saison – so ein abgewandeltes Sprichwort. Jetzt sind andere mit ihren Hausaufgaben dran. Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und Studienplätze für die jetzigen Spieler müssen gesucht und gefunden, ein Leistungssystem für die 1. Mannschaft installiert werden. Der Trainer braucht neben den Besten aus dem eigenen Nachwuchs auch frisches Blut aus anderen Vereinen. Das muß das Präsidium in die Hand nehmen. Unterstützung gibt es vom Wirtschaftsrat. Einiges ist in Bewegung, am Ende jedoch zählen nur Resultate – wie auf dem Spielfeld.
Und: Ein solcher Verein, eine Landesligamannschaft braucht mehr Zuschauer. 257 zum Saisonabschluß sind einfach jämmerlich. Denen, die heute in den Albert-Kuntz-Sportpark gekommen waren, galt der Dank der Mannschaft, des Trainers und des Präsidenten.
Autor: nnzEine Unachtsamkeit in der Innenverteidigung in der 14. Minute und schon war der Weg für den Ilmenauer Norman Bonsak frei. Zum Entsetzen der (nur) 257 Zuschauer stand es da 0:1. Viel war zu diesem Zeitpunkt im Spiel gegen SV Germania Ilmenau nicht passiert. Den ersten Schuß auf ein Tor gaben die Gäste aus dem Thüringer Wald in der 10. Minute ab. Der ernst zu nehmende Schuß in Richtung Gästetor wurde von Torsten Klaus in der 18. Minute abgefeuert.
Obwohl die Ilmenauer nach der frühen Führung vor dem eigenen Strafraum alles dicht machten, konnte Wacker einige Chancen in der ersten Halbzeit für sich verbuchen. Zweimal zog Klaus ab (28. und 30.), sechs Minuten später rennt Hauke Lattmann links durch, sein straffer Schuß verfehlt das Gehäuse ebenso wie ein Kopfstoß von Lars Pohl in der 40. Minute.
In der Halbzeitpause wechselt Trainer Burkhard Venth Stephan Hoffman und Cornelius Brack aus, für sie spielen Steven Eber und Tino Steinberg. Jetzt häufen sich die Chancen der Gastgeber, wieder ist es Torsten Klaus, der den Ball nicht unterbringen kann, erst nach einer Flanke von Sebastian Elle, dann nach einem Zuspiel von Sven Pistoirus. Die dickste Chance zum verdienten Ausgleich hat Hauke Lattmann wortwörtlich in der 72. Minute auf dem Kopf. Der Ball knallt an die Lattenunterkante, springt aber vor der Torlinie auf den trockenen Rasen.
Letztes Punktspiel der Wackeren (Foto: nnz)
Doch die Nordhäuser geben nicht auf und werden von den Fans endlich auch angefeuert. Die müssen bis zur 83. Minute warten, dann macht Klaus endlich sein Ding. Mit einem Schrei der Erlösung zieht sich der Stürmer das Trikot aus und rennt am Fanblick vorbei – die gelbe Karte juckt ihn am Saisonende nicht mehr. In der 86. Minute wird Alexander Töpfer gegen Steve Jochmann ausgewechselt. Der hätte fast zum Joker werden können. Eine etwas unglückliche Flanke in den Strafraum mutiert unterwegs zum gefährlichen Torschuß. Das Leder landet jedoch auf dem Netz.Somit hatte Wacker zwar unglaublich gekämpft, jedoch zwei Punkte verloren. Der achte Tabellenplatz wurde verteidigt, das Ziel der Saison jedoch glattweg verfehlt. Über die Ursachen und Hintergründe hatte die nnz bereits mehrfach berichtet.
Nach der Saison ist vor der Saison – so ein abgewandeltes Sprichwort. Jetzt sind andere mit ihren Hausaufgaben dran. Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und Studienplätze für die jetzigen Spieler müssen gesucht und gefunden, ein Leistungssystem für die 1. Mannschaft installiert werden. Der Trainer braucht neben den Besten aus dem eigenen Nachwuchs auch frisches Blut aus anderen Vereinen. Das muß das Präsidium in die Hand nehmen. Unterstützung gibt es vom Wirtschaftsrat. Einiges ist in Bewegung, am Ende jedoch zählen nur Resultate – wie auf dem Spielfeld.
Und: Ein solcher Verein, eine Landesligamannschaft braucht mehr Zuschauer. 257 zum Saisonabschluß sind einfach jämmerlich. Denen, die heute in den Albert-Kuntz-Sportpark gekommen waren, galt der Dank der Mannschaft, des Trainers und des Präsidenten.











