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Sa, 19:35 Uhr
07.06.2008

nnz-Betrachtung: Eine Partei straft ab

Die Thüringer Sozialdemokratie hat sich einen neuen Landesvorstand gewählt. Und der ist so ganz nach dem Geschmack des Vorsitzenden...


Um es gleich vornweg zu nennen. Die Rolandstadt hat wieder einen Beisitzer – Barbara Rinke, die Nordhäuser Oberbürgermeisterin. Sie erhielt 118 der 216 abgegebenen Stimmen. Auf 78 brachte es Dagmar Becker – sie ist damit im Landesvorstand nicht mehr vertreten. Während dieser Wechsel absehbar war, können anderer Rauswürfe aus dem Vorstand nicht als kleines, sondern aus großes Erdbeben bewertet werden. Denn mit Andreas Bausewein und Harald Zanker wurden nicht nur die erfolgreichsten Kommunalpolitiker (Oberbürgermeister von Erfurt und Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises) landespolitisch exekutiert, es wurden auch diejenigen abgestraft, die sich offen gegen den Führungsstil des Christoph Matschie ausgesprochen hatten.

Während man selbst im Sozialdemokratischen „Inner-Circle“ noch vor dem heutigen Landesparteitag auf Milde und Ausgleich gehofft hatte, glich die Wahl eher einem Standgericht. Das – mit Verlaub gesagt – hätte die CDU wesentlich eleganter hinbekommen. So übt sich denn eine weiter zerstrittene SPD in Thüringen in zur Schau gestellter Einigkeit und steht, wie soll es wohl kaum anders gedeutet werden, „hinter ihrem Vorsitzenden“.

Das Gegenteil wird der Fall sein. Auch wenn das Matschie-Bekundungslager nun auf stolze 75 Prozent bei dessen Wahl verweisen kann – diese Partei in diesem Bundesland durchzieht ein Riß, der nach Erfurt nur noch größer werden kann und wird. Nichts da mit Schulterschluß hinter Matschie. Eine solche Abstrafung kann nicht hingenommen werden. Das politische Erdbeben wird weitergehen. Trotz und vielleicht auch wegen der Schau in Erfurt, die wunschgemäß verlief. Für den heutigen Gewinner Christoph Matschie, der sich damit für 2009 jedoch auf eine ungewisse Verliererstrecke begeben haben könnte.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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