Mo, 15:06 Uhr
27.11.2000
Autonome Antifa aus Göttingen bläst zur Demo in Nordhausen
Nordhausen (nnz). Am Samstag dieser Woche plant die "Autonome Antifa Südharz" (AAS) eine Demonstration in Nordhausen. Sie soll unter dem Motto stehen: "Antifaschistisch Leben, Handeln, Kämpfen". Die Zentrale der AAS befindet sich in Göttingen. In einer Pressemappe machen die Organisatoren dann auch gleich klar, warum sie sich Nordhausen als Demoziel ausgesucht haben. "Nordhausen ist eine der typischen (Ost)Kleinstädte, die wie viele ein großes Potential an rechtsextremistischen Personenkreisen aufweist und somit als Sammelbecken für rechtsextremistische Umtriebe aus der Umgebung gilt."
In diesem Stil geht es in der veröffentlichten Pressemappe weiter. Da wird dann beklagt, daß die AAS kaum eine Unterstützung bei Vereinen und Verbänden in und Nordhausen erfahre. Die Leitung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora hätte überhaupt nicht reagiert, DGB und PDS hätten kaum Interesse signalisiert, beschweren sich die "professionellen Demonstranten" aus Göttingen. Auch das Verhalten der Polizei und der Stadtverwaltung trifft bei den Anmeldern der Veranstaltung nicht auf besondere Gegenliebe. "Die Polizei und die Stadt versuchten, mittels übertriebener Gewaltinterpretation den Anmelder sowie die gesamte Demo und somit auch die vermeintlichen Demoteilnehmer als unglaubwürdig darzustellen", steht in einer "autonomen" Pressemappe.
So sollte die Demo mitten durch die Altstadt führen, das aber wurde durch Polizei und Stadtverwaltung untersagt, da hier ein überaus großes Gefahrenpotential ausgehen könne.
So allerdings sehen es die AAS-Leute: "Mit sinnlosen, übertriebenen und rechtslosen Demonstrationsauflagen und Verleumdungen wird ganz klar versucht, die Demonstration schon im Vorfeld zu entpolitisieren und zu kriminalisieren." Dann sollte die AAS doch wohl lieber in Göttingen auf die Straße gehen, denn bei aller geografischen Toleranz: Göttingen gehört wohl doch nicht zum Südharz. Und die Menschen in und um Nordhausen haben in diesem Monat bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit keinen Platz haben - und das sehr friedlich.
Autor: psgIn diesem Stil geht es in der veröffentlichten Pressemappe weiter. Da wird dann beklagt, daß die AAS kaum eine Unterstützung bei Vereinen und Verbänden in und Nordhausen erfahre. Die Leitung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora hätte überhaupt nicht reagiert, DGB und PDS hätten kaum Interesse signalisiert, beschweren sich die "professionellen Demonstranten" aus Göttingen. Auch das Verhalten der Polizei und der Stadtverwaltung trifft bei den Anmeldern der Veranstaltung nicht auf besondere Gegenliebe. "Die Polizei und die Stadt versuchten, mittels übertriebener Gewaltinterpretation den Anmelder sowie die gesamte Demo und somit auch die vermeintlichen Demoteilnehmer als unglaubwürdig darzustellen", steht in einer "autonomen" Pressemappe.
So sollte die Demo mitten durch die Altstadt führen, das aber wurde durch Polizei und Stadtverwaltung untersagt, da hier ein überaus großes Gefahrenpotential ausgehen könne.
So allerdings sehen es die AAS-Leute: "Mit sinnlosen, übertriebenen und rechtslosen Demonstrationsauflagen und Verleumdungen wird ganz klar versucht, die Demonstration schon im Vorfeld zu entpolitisieren und zu kriminalisieren." Dann sollte die AAS doch wohl lieber in Göttingen auf die Straße gehen, denn bei aller geografischen Toleranz: Göttingen gehört wohl doch nicht zum Südharz. Und die Menschen in und um Nordhausen haben in diesem Monat bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit keinen Platz haben - und das sehr friedlich.


