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Fr, 10:09 Uhr
01.02.2008

Weg von der Tradition

Kennenlernen, verlieben, verloben verheiraten, Kinder erziehen. Dieser klassische Familienweg funktioniert nicht mehr so recht. Alternativen des Zusammenlebens sind gefragt und wir haben die exakten Zahlen...


Die Bedeutung alternativer Familienformen, zu denen Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften mit Kindern gerechnet werden, nimmt auch in Thüringen deutlich zu. Zählte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 1996 knapp ein Viertel der Familien mit minderjährigen Kindern zu diesen Formen des Zusammenlebens, so traf das im Jahr 2006 bereits auf mehr als jede dritte Familie (39 Prozent) zu. Der Anteil traditioneller Familien - Ehepaare mit minderjährigen Kindern - sank entsprechend von 76 auf 61 Prozent.

Während die Zahl der Familien im Zeitraum von 1996 bis 2006 um ein Drittel, darunter die Ehepaare mit minderjährigen Kindern um 45 Prozent, zurückging, blieb die Zahl der Alleinerziehenden etwa gleich. Die Zahl der Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren stieg um 15 Prozent.

Innerhalb Thüringens sind deutliche regionale Unterschiede festzustellen. In den Landkreisen Eichsfeld, Nordhausen, Sömmerda und Greiz lag im Jahr 2006 der Anteil der Ehepaare mit minderjährigen Kindern über 70 Prozent, in den Städten Weimar und Erfurt unter 50 Prozent.

Im Ländervergleich lag Thüringen im Jahr 2006 mit 39 Prozent alternativer Familienformen hinter Berlin (47 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (43 Prozent), Sachsen und Sachsen-Anhalt (je 42 Prozent) sowie Brandenburg (40 Prozent) an sechster Stelle.

Von den insgesamt 8,8 Millionen Familien in Deutschland im Jahr 2006 waren 2,3 Millionen alternative Lebensformen (26 Prozent) und 6,5 Millionen Ehepaare (74 Prozent).

Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, der jährlichen repräsentativen Haushaltsbefragung in Deutschland. In dieser Erhebung gelten alle Eltern-Kind-Gemeinschaften (Ehepaare, Lebensgemeinschaften sowie allein erziehende Mütter und Väter), die mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt leben, als Familien mit minderjährigen Kindern.
Autor: nnz

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