Fr, 10:04 Uhr
01.02.2008
Müdigkeit ist fehl am Platz
Kaum neue Ausbildungsplätze trotz guter Auftragslage: Nach Angaben der IG BAU Nordthüringen haben die Bauunternehmen im Freistaat 2007 kaum zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. Weitere Details mit einem Klick...
Bis Jahresende haben 493 Jugendliche eine Lehrstelle angetreten – das sind gerade mal 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr, so Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Damit liege Thüringen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit legten die Azubizahlen am Bau um 6,4 Prozent auf 13.160 Lehrlinge zu. Das gehe aus Zahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau) hervor.
Grams appelliert an die Arbeitgeber im Freistaat, die Ausbildungszahlen drastisch hochzufahren. Der Bau lebt von gut ausgebildeten Fachkräften – und die werden knapp, betont der Gewerkschafter. Wenn die Unternehmen nicht schleunigst die Lehrstellen-Reißleine zögen, riskierten sie den Erfolg der ganzen Branche. Wenn der Nachwuchs fehlt, sind auch bestehende Arbeitsplätze in Gefahr, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Grams.
Gerade in der Bauwirtschaft sei eine Ausbildungsmüdigkeit fehl am Platz. Die Kosten für die Lehrlinge werden zum Großteil aus einem gemeinsamen Umlagetopf bezahlt, in den ohnehin jeder Betrieb einzahlen muss. Wer da nicht ausbildet, verschenkt eine Chance, sagt Wilfried Grams. Der Anstieg der bundesweiten Ausbildungszahlen um 6,4 Prozent zeige, dass diese Ausbildungsumlage ein Erfolgsmodell sei. Und an dem sollten sich die thüringische Arbeitgeber deutlich stärker beteiligen, fordert der Gewerkschafter.
Autor: nnzBis Jahresende haben 493 Jugendliche eine Lehrstelle angetreten – das sind gerade mal 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr, so Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Damit liege Thüringen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit legten die Azubizahlen am Bau um 6,4 Prozent auf 13.160 Lehrlinge zu. Das gehe aus Zahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka-Bau) hervor.
Grams appelliert an die Arbeitgeber im Freistaat, die Ausbildungszahlen drastisch hochzufahren. Der Bau lebt von gut ausgebildeten Fachkräften – und die werden knapp, betont der Gewerkschafter. Wenn die Unternehmen nicht schleunigst die Lehrstellen-Reißleine zögen, riskierten sie den Erfolg der ganzen Branche. Wenn der Nachwuchs fehlt, sind auch bestehende Arbeitsplätze in Gefahr, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Grams.
Gerade in der Bauwirtschaft sei eine Ausbildungsmüdigkeit fehl am Platz. Die Kosten für die Lehrlinge werden zum Großteil aus einem gemeinsamen Umlagetopf bezahlt, in den ohnehin jeder Betrieb einzahlen muss. Wer da nicht ausbildet, verschenkt eine Chance, sagt Wilfried Grams. Der Anstieg der bundesweiten Ausbildungszahlen um 6,4 Prozent zeige, dass diese Ausbildungsumlage ein Erfolgsmodell sei. Und an dem sollten sich die thüringische Arbeitgeber deutlich stärker beteiligen, fordert der Gewerkschafter.

