Fr, 09:50 Uhr
19.04.2002
Das Lesen zwischen den Zeilen
Nordhausen (nnz). Über aktuelle kommunalpolitische Probleme sprachen in dieser Woche Landrat Joachim Claus (CDU) und der Gemeinde- und Städtebund. Was dabei herauskam, das gibt es wie immer mit einem Klick auf MEHR.
Im Mittelpunkt der Unterredung zwischen Joachim Claus und Jürgen Hohberg standen unter anderem die Auswirkungen der vom Landkreis verlorenen Rechtsstreite zu den Kreisumlagen gegen die Stadt Nordhausen. Hier sagte der Landrat zu, dass seitens der Kreisverwaltung alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine Erhöhung der Kreisumlage zu vermeiden. Zum Kreisumlageurteil können Sie sich umfassend im Archiv der nnz informieren.
Hinsichtlich des Schreibens der drei Beigeordneten der Kreisverwaltung an Mitglieder des Kreistages sicherte der Landrat zu, dass die sich daraus ergebenden Probleme innerhalb der Kreisverwaltung gelöst werden. Dies sei notwendig, da es sich dabei um interne Verwaltungsprobleme handele. Die eventuell erforderlichen Beschlüsse werden vorbereitet und sollen dem Kreistag vorgelegt werden. Eine gesonderte Beratung des Landrates mit den drei Beigeordneten und eventuell im Kreisausschuß werde derzeit geprüft.
Beide Seiten beurteilten nach nnz-Informationen die Atmosphäre des Gespräches als sehr sachlich und konstruktiv. Dennoch lassen sich zwischen den Zeilen einer herausgegeben Pressemitteilung viele Unstimmigkeiten herauslesen. So wird da zum Beispiel von einer Rückkehr zur sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit auf allen Ebenen geschrieben. Heißt doch im Klartext, dass die Zusammenarbeit derzeitig alles andere als erbaulich ist. Über Differenzen hatte die nnz in den zurückliegenden Wochen immer wieder berichtet.
Nun will der Landrat nochmals innerhalb seiner Verwaltung die Prioritäten klar umreißen, vor allem in Richtung Zusammenarbeit der Kommunen mit den einzelnen Fachbereichen und Ämtern des Landratsamtes. So sollten die zuständigen Mitarbeiter ihr Augenmark vorrangig darauf richten, wie Vorhaben in den Städten und Gemeinden besser unterstützt werden können. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung sollten angewiesen werden, in Einzelfällen vor einer Bescheidung nochmals das Gespräch mit den Bürgermeistern zu suchen. Das ist im eigentlichen Sinne starker Tobak und letztlich auch Ausdruck über den angestauten Frust in den Kommunen des Landkreises über die bisherige Zusammenarbeit. Und deckt sich diese Aussage nicht auch mit der Auffassung der Nordhäuser IHK in punkto Investitionstätigkeit im Landkreis?
Autor: nnzIm Mittelpunkt der Unterredung zwischen Joachim Claus und Jürgen Hohberg standen unter anderem die Auswirkungen der vom Landkreis verlorenen Rechtsstreite zu den Kreisumlagen gegen die Stadt Nordhausen. Hier sagte der Landrat zu, dass seitens der Kreisverwaltung alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine Erhöhung der Kreisumlage zu vermeiden. Zum Kreisumlageurteil können Sie sich umfassend im Archiv der nnz informieren.
Hinsichtlich des Schreibens der drei Beigeordneten der Kreisverwaltung an Mitglieder des Kreistages sicherte der Landrat zu, dass die sich daraus ergebenden Probleme innerhalb der Kreisverwaltung gelöst werden. Dies sei notwendig, da es sich dabei um interne Verwaltungsprobleme handele. Die eventuell erforderlichen Beschlüsse werden vorbereitet und sollen dem Kreistag vorgelegt werden. Eine gesonderte Beratung des Landrates mit den drei Beigeordneten und eventuell im Kreisausschuß werde derzeit geprüft.
Beide Seiten beurteilten nach nnz-Informationen die Atmosphäre des Gespräches als sehr sachlich und konstruktiv. Dennoch lassen sich zwischen den Zeilen einer herausgegeben Pressemitteilung viele Unstimmigkeiten herauslesen. So wird da zum Beispiel von einer Rückkehr zur sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit auf allen Ebenen geschrieben. Heißt doch im Klartext, dass die Zusammenarbeit derzeitig alles andere als erbaulich ist. Über Differenzen hatte die nnz in den zurückliegenden Wochen immer wieder berichtet.
Nun will der Landrat nochmals innerhalb seiner Verwaltung die Prioritäten klar umreißen, vor allem in Richtung Zusammenarbeit der Kommunen mit den einzelnen Fachbereichen und Ämtern des Landratsamtes. So sollten die zuständigen Mitarbeiter ihr Augenmark vorrangig darauf richten, wie Vorhaben in den Städten und Gemeinden besser unterstützt werden können. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung sollten angewiesen werden, in Einzelfällen vor einer Bescheidung nochmals das Gespräch mit den Bürgermeistern zu suchen. Das ist im eigentlichen Sinne starker Tobak und letztlich auch Ausdruck über den angestauten Frust in den Kommunen des Landkreises über die bisherige Zusammenarbeit. Und deckt sich diese Aussage nicht auch mit der Auffassung der Nordhäuser IHK in punkto Investitionstätigkeit im Landkreis?

