Do, 14:30 Uhr
06.12.2007
Ruhiges Fahrwasser
Friede, Freude, Eierkuchen – fast hätte man die gestrige Mitgliederversammlung des FSV Wacker 90 Nordhausen so charakterisieren können. Doch es gab auch einige bedenkliche Wellen im angeblich ruhigen Fahrwasser. Die nnz war in der Wiedigsburgklause gestern dabei...
Nach einem Jahr war es dem Präsidenten vorbehalten, Rückblick zu halten. Und da stand allerhand Positives auf den Zettel des Detlef Zeitler. Vor allem in der Formulierung von Zielen: Wann wolle drittstärkster Verein in Thüringen werden, man wolle zufriedene Fans, viele Sponsoren und eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Zumindest das letzte Ziel sei erreicht worden, so Zeitler.
Von der drittstärksten Macht in Thüringen sind die Nordhäuser noch meilenweit entfernt und sehen – blickt man auf die Tabelle der Thüringenliga – zum Beispiel Steinach oder Geisa nur von hinten. Mit der Attraktivität des selbst ernannten Flagschiffes im Nordhäuser Fußball muß es auch nicht weit her sein, denn die Mitgliederzahl (aktuell 304) ist rückläufig. Der Etat des Vereines von 120.000 Euro ist – positiv ausgedrückt – stabil. Andersherum betrachtet: Es ist nicht gelungen, die Einnahmeseite zu erhöhen, was bei ständig steigenden Ausgabe nicht gerade förderlich ist.
Präsident und Vize (Foto: nnz)
Trotzdem, und das wird von der nnz hier unterstrichen, gilt der Dank der Verantwortlichen vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Übungsleitern und den Eltern der Nachwuchsspieler. Ohne sie könnte ein Verein wie Wacker einpacken, zumal sich die erste Mannschaft ja vorwiegend aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren soll.
Und diese Erste, die soll in dieser Saison am Ende unter den ersten Fünf in der Tabelle zu finden sein. Das Präsidium gab Selbstkritik in der Einkaufspolitik von sich und versprach, in der Winterpause eine qualitative Verstärkung herbeizuführen. Nach nnz-Informationen wird mit zwei Spielern konkret verhandelt. Das eine Verstärkung unbedingt erforderlich ist, geht indirekt aus der Unzufriedenheit des Präsidiums hervor. Detlef Zeitler: Das Ziel mit 21 Punkten zur Halbserie wurde glatt verfehlt! Und genau auf dieses Wacker-Flaggschiff kommt es an, vor allem dann auch, wenn Interessenten für ein künftiges Sponsoring gewonnen werden sollen. Wer unterstützt schon gern Mittelmaß?
Schatzmeister Bernd Fritschler gab Einblicke in das Wacker-Kassenbuch. So setzt sich der Etat auf der Einnahmeseite zum größten Teil aus Einnahmen aus der Bandenwerbung sowie aus Eintrittsgeldern und Ablösen zusammen. Bescheidene 25.000 Euro sind Spenden, weitere 6.000 Euro fließen aus der Trikot-Werbung in den Verein. Der dickste Brocken auf der Ausgabenseite ist die Erste, für die rund 38.000 Euro rübergereicht werden. Und da schaffen es selbst einige Stars nicht, ihren Mitgliedsbeitrag zu entrichten, der eine Bringepflicht ist. Letztlich weiß sich das Präsidium nicht anders zu helfen, als diesen Beitrag von den monatlichen Zahlungen abzuziehen. Vorbildwirkung für den Nachwuchs ist das nicht unbedingt.
Einen besonderen Stellenwert sowohl im präsidialen Bericht als auch im Statement des Hauptgeschäftsführers des Thüringer Fußballverbandes, Hans-Günther Hänsel, nahmen die chaotischen Zustände in einem Teil des Wacker-Fan-Blocks ein. Hier würden 10 bis 20 schwarzgekleidete Chaoten das Image eines gesamten Vereins und seiner Anhänger kaputtmachen. Der Verein indes hat bereits reagiert und in Zusammenarbeit mit der Polizei Stadionverbote ausgesprochen.
In der anschließenden Diskussion standen die Zukunft des Albert-Kuntz-Sportparks sowie der Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Außerdem wurde auf Probleme mit den Hallenzeiten hingewiesen.
Autor: nnzNach einem Jahr war es dem Präsidenten vorbehalten, Rückblick zu halten. Und da stand allerhand Positives auf den Zettel des Detlef Zeitler. Vor allem in der Formulierung von Zielen: Wann wolle drittstärkster Verein in Thüringen werden, man wolle zufriedene Fans, viele Sponsoren und eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Zumindest das letzte Ziel sei erreicht worden, so Zeitler.
Von der drittstärksten Macht in Thüringen sind die Nordhäuser noch meilenweit entfernt und sehen – blickt man auf die Tabelle der Thüringenliga – zum Beispiel Steinach oder Geisa nur von hinten. Mit der Attraktivität des selbst ernannten Flagschiffes im Nordhäuser Fußball muß es auch nicht weit her sein, denn die Mitgliederzahl (aktuell 304) ist rückläufig. Der Etat des Vereines von 120.000 Euro ist – positiv ausgedrückt – stabil. Andersherum betrachtet: Es ist nicht gelungen, die Einnahmeseite zu erhöhen, was bei ständig steigenden Ausgabe nicht gerade förderlich ist.
Präsident und Vize (Foto: nnz)
Trotzdem, und das wird von der nnz hier unterstrichen, gilt der Dank der Verantwortlichen vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Übungsleitern und den Eltern der Nachwuchsspieler. Ohne sie könnte ein Verein wie Wacker einpacken, zumal sich die erste Mannschaft ja vorwiegend aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren soll.Und diese Erste, die soll in dieser Saison am Ende unter den ersten Fünf in der Tabelle zu finden sein. Das Präsidium gab Selbstkritik in der Einkaufspolitik von sich und versprach, in der Winterpause eine qualitative Verstärkung herbeizuführen. Nach nnz-Informationen wird mit zwei Spielern konkret verhandelt. Das eine Verstärkung unbedingt erforderlich ist, geht indirekt aus der Unzufriedenheit des Präsidiums hervor. Detlef Zeitler: Das Ziel mit 21 Punkten zur Halbserie wurde glatt verfehlt! Und genau auf dieses Wacker-Flaggschiff kommt es an, vor allem dann auch, wenn Interessenten für ein künftiges Sponsoring gewonnen werden sollen. Wer unterstützt schon gern Mittelmaß?
Schatzmeister Bernd Fritschler gab Einblicke in das Wacker-Kassenbuch. So setzt sich der Etat auf der Einnahmeseite zum größten Teil aus Einnahmen aus der Bandenwerbung sowie aus Eintrittsgeldern und Ablösen zusammen. Bescheidene 25.000 Euro sind Spenden, weitere 6.000 Euro fließen aus der Trikot-Werbung in den Verein. Der dickste Brocken auf der Ausgabenseite ist die Erste, für die rund 38.000 Euro rübergereicht werden. Und da schaffen es selbst einige Stars nicht, ihren Mitgliedsbeitrag zu entrichten, der eine Bringepflicht ist. Letztlich weiß sich das Präsidium nicht anders zu helfen, als diesen Beitrag von den monatlichen Zahlungen abzuziehen. Vorbildwirkung für den Nachwuchs ist das nicht unbedingt.
Einen besonderen Stellenwert sowohl im präsidialen Bericht als auch im Statement des Hauptgeschäftsführers des Thüringer Fußballverbandes, Hans-Günther Hänsel, nahmen die chaotischen Zustände in einem Teil des Wacker-Fan-Blocks ein. Hier würden 10 bis 20 schwarzgekleidete Chaoten das Image eines gesamten Vereins und seiner Anhänger kaputtmachen. Der Verein indes hat bereits reagiert und in Zusammenarbeit mit der Polizei Stadionverbote ausgesprochen.
In der anschließenden Diskussion standen die Zukunft des Albert-Kuntz-Sportparks sowie der Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Außerdem wurde auf Probleme mit den Hallenzeiten hingewiesen.


