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Fr, 09:29 Uhr
30.11.2007

Punktehatz im Hammergrund

Die Thüringenliga steht kurz vor der Winterpause. Nordhausens Elitekicker reisen morgen nach Ilmenau. Da gibt es keine guten Erinnerungen. Klaus Verkouter hat einen Vorbericht zum 14. Spieltag.


Leider konnte der FSV Wacker 90 Nordhausen am Sonnabend dem Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt nicht den ersten Punkt abknöpfen. Die Männer mit dem Fairplay-Logo auf dem Arm spielten nicht mit. Ein Umstoßen Pohls, ein regelwidriges Vorgehen gegen Pistorius und ein klares Handspiel mit merkwürdiger Entscheidung – alles im Strafraum – reichten nicht aus, um in den ersten 45 Minuten in Führung zu gehen. Beim „richtigen“ Elfmeter in der zweiten Halbzeit scheiterte der junge Hoffmann am starken Tormann. Demnach muss auswärts beim unbequemen SV Germania Ilmenau nachgelegt werden.

Nach dem 14. Spieltag der Thüringenliga in der Saison 2006/07 besaß der FSV Wacker 90 Nordhausen eine recht ordentliche Bilanz: 23 Punkte und 31:20 Tore. In diesem Spieljahr können diese Werte auch nach dem letzten Auswärtsspiel der Hinrunde nicht mehr erreicht werden. Selbst ein eventueller Dreier im gefürchteten Ilmenauer Hammergrund kann bei den gegenwärtigen 19 Zählern leider nichts daran ändern.

Eines muss aber noch möglich sein, nämlich den 3-Punkte-Abstand zu dem hinter Wacker liegenden SV Germania mit einem Unentschieden wenigstens zu halten. Schon eine 0:1-Niederlage hieße, dass beide Vereine die Plätze tauschten und Nordhausen zur „Halbzeit“ der Saison in die untere Tabellenhälfte abrutschte.

Wie kompliziert dieses Minimalziel Remis zu realisieren ist, geschweige denn ein Sieg geholt werden kann, belegen einige Blicke in die Vergangenheit. In 14 gemeinsamen Spieljahren (elf in der DDR-Liga, zwei in der Thüringer Landesklasse Ost und eins in der Thüringenliga) und einem Qualifikationsspiel um den Aufstieg in die DDR-Liga 1969 konnte Nordhausen im Hammergrund nur drei volle Erfolge verbuchen. Außerdem sah der SV Germania Ilmenau an den letzten Spieltagen trotz fehlender Erfolge beim 1:1 in Gotha, beim 1:3 in Erfurt und zu Hause gegen Rudolstadt bei der 2:3-Niederlage immer spielerisch gut aus.

Die enorme Kampfkraft und die Entschlossenheit der Südthüringer sind ohnehin bekannt. Nur ungern werden sich die Neunziger und ihr Anhang an die letztjährige 1:5-Schlappe in Ilmenau erinnern, wo zwei Wackere, die inzwischen ihr Fußballglück anderswo gesucht haben, vorzeitig des Feldes verwiesen wurden. Nicht nur Resultat und Platzverweise waren niederschmetternd, sondern vor allem die traurige Tatsache, dass danach der zweite Platz in der Tabelle hinter dem späteren Aufsteiger Gera für die gesamte Saison in schwächere Ränge eingetauscht werden musste.

Hoffen wir, dass es nicht wieder derart fragwürdige, die Nordhäuser klar benachteiligende Schiedsrichterentscheidungen geben wird wie bei jenem 1:5 oder auch am letzten Sonnabend beim 0:1 gegen Erfurt.
Klaus Verkouter

Autor: nnz

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