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So, 08:39 Uhr
30.09.2007

Trauerspiel (2)

Nordhausen (nnz). Nach einigen Stunden Abstand sieht man die Dinge, auch die im Fussball, manchmal etwas anders. Im Falle von Wacker Nordhausen gegen Weimar 1903 bleibt es, was es gestern schon war: ein Trauerspiel.

Wacker - Weimar (Foto: nnz) Wacker - Weimar (Foto: nnz)

Es mag unter den Fussballweisen nun die Ausrede geben, dass man auf einem solchen nassen Rasen nicht gut Fussball spielen kann. Das trifft jedoch auf beide Mannschaften zu. Der Reihe nach.

Beide Mannschaften begannen nervös, ließen schon mal ein wenig zu viel an Härte aufblitzen. Dann die 6. Minute: Mark Reiter, der Torwart vom SC 1903 Weimar, will den Ball abschlagen, holt mit dem Schussbein aus und trifft nicht richtig. Da sieht ein Torwart immer unglücklich aus. Es kommt noch schlimmer: Der verunglückte Abschlag landet 25 Meter weiter bei Jacek Ciesla. Der Pole ist abgeklärt, sieht das leere Tor und drückt einen flachen Schuss ins leere Tor. Es steht 1:0 Ein guter, wenn auch glücklicher Beginn für die Nordhäuser.

Weiter geht ein hektisches, kampfbetontes Spiel, bei dem die Gäste aus der Klassikerstadt jetzt schon technische Vorteile haben. Hinzu kommt eine wachsende Unsicherheit bei Wacker-Torwart Christian Finsterbusch. In der 25. Minute lässt er einen Ball abklatschen, in der 34. muss Taute auf der Linie retten.

Wacker - Weimar (Foto: nnz) Wacker - Weimar (Foto: nnz) Bei Wacker kann man in der ersten Halbzeit noch einen Schuß von Steven Ebert in der 19. Minute als ernsthafte Torchance zählen. Das wäre es dann in Durchgang eins auch gewesen, wenn sich Steffen Heise kurz vor dem Halbzeitpfiff nicht konsequent auf der linken Seite durchgesetzt und in den Strafraum geflankt hätte. Doch kam Stephan Hoffmann förmlich herangeflogen und wuchtete das Leder per Kopf zum 2:0 in die Maschen (44.).

Wer da jedoch dachte, Wacker kommt beflügelt und gestärkt aus der Kabine, der sah sich getäuscht. Weimar macht Druck. Dann die 54. Minute. Schiri Winkler pfeift ein Foul. Während sich Rico Mendrala die Lederkugel zurecht legt, dirigiert Christian Finsterbusch seine Mauer. Ob die richtig steht konnte aus Sicht des Beobachters nicht gesagt werden. Gesehen haben die Zuschauer dann einen Torwart der entweder in der falschen Ecke stand oder auf der Grundlinie nicht reagierte. Das Ergebnis: Weimar erzielt den Anschlusstreffer.

Weimar bleibt dran, schafft es aber irgendwie nicht den Ausgleich zu machen. Bei Wacker wird indess ausgewechselt werden. Für Heise kommt Pistorius, für Wenzel kommt Jochmann. Es gibt zwar einige Chancen für Pohl, zum Beispiel in der 64. Minute, doch die werden kläglich vergeben. Das Aufbäumen der Gäste wird in der 82. Spielminute belohnt. Friedrich gewinnt das Kopfballduell (wie Weimar fast alle gewann) im Strafraum, der Ball scheint haltbar, selbst bei dieser Witterung. Christian Finsterbusch jedoch lässt ihn zwischen seinen Händen und dem Pfosten hindurchkullern. Ein Kommentar soll hierzu nicht abgegeben werden. Allerdings: Über Alternativen sollte nachgedacht werden.

Fazit: Wacker gibt eine zur Halbzeit sichere Führung aus der Hand. Am Ende muss man allerdings konstatieren, dass dieses Ergebnis für die Nordhäuser noch mehr als glücklich ist. Die Krise, sie geht unvermindert weiter.
Autor: nnz

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