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Do, 16:01 Uhr
30.08.2007

War das ein Sommer?

Nordhausen (nnz). Der Sommer 2007 fiel in vielen Gegenden buchstäblich ins Wasser. An einigen Wetterwarten wurden sogar neue Rekorde verzeichnet. Aber es zeigten sich auch große regionale Unterschiede. Eine Bilanz des Deutschen Wetterdienstes in Ihrer nnz.


Betrachtet man die gesamte Fläche Deutschlands und vergleicht mit dem international gültigen Referenzzeitraum 1961 bis 1990, dann war dieser Sommer bei ausgeglichener Sonnenscheindauer insgesamt deutlich zu nass und, vor allem bedingt durch den Juni, etwas wärmer als normal. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 200 Messstationen.

Wenige kurze Hitzewellen
In den drei Sommermonaten Juni, Juli und August war es in Deutschland im Mittel mit 17,2 Grad Celsius (°C) um rund 0,9 Grad wärmer als üblich (16,3°C). Während einer kurzen Hitzewelle traten recht hohe Temperaturen auf, vor allem im Osten. So wurden am 16. Juli in Coschen/ Brandenburg 38,6 °C und in Bad Muskau/Sachsen 38,2°C erreicht. Andererseits wurde es Ende August in den Nächten bereits herbstlich frisch. So sanken die Temperaturen in der Nacht zum 30. August in Sohland/Spree in Sachsen auf 0,6°C, in Eslohe/ Nordrhein-Westfalen auf 1,6°C und in Harzgerode/Sachsen-Anhalt auf 1,9°C.

Während der Juni noch um 1,9 Grad über dem langjährigen Mittel lag, waren es im Juli und August nur noch etwa 0,3 Grad. Vor allem im Westen Deutschlands war die Zahl der Sommertage, also Tagen mit Höchstwerten von mindestens 25,0°C, unterdurchschnittlich.

Im Norden und Osten deutlich zu naß
Mit etwa 315 Litern pro Quadratmeter (l/m²) wurden etwa 132 % des Durchschnitts erreicht. Alle drei Sommermonate fielen zu nass aus. Die Niederschlagsverteilung war räumlich sehr unterschiedlich: An einigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg wurden mehr als 200% des langjährigen Mittels und damit neue Rekorde erreicht. In Bayern gab es dagegen Stationen, die im gesamten Zeitraum unter 80%, also zu trocken blieben. Die höchsten Tagessummen mit unwetterartigen Niederschlagsmengen fielen am 10. Juni mit 109 l/m² in Simbach am Inn/Bayern und am 21. Juli mit 87 l/m² in Wusterwitz/Brandenburg. Im Raum Hamburg und Berlin/Potsdam wurde inzwischen bereits die durchschnittliche Jahresmenge des Niederschlags überschritten.

Ausgeglichene Sonnenscheindauer
Die über ganz Deutschland gemittelte Sonnenscheindauer war mit 576 Stunden relativ ausgeglichen. Das entspricht 95% des langjährigen Mittels von 604 Stunden. Wobei es in Mecklenburg-Vorpommern einige Stationen gab, die nur etwa 80% des vieljährigen Mittelwertes erreichten. Im Süden Bayerns gab es dagegen Orte, die mit über 120% deutlich über dem Durchschnitt lagen.

Temperaturen in den Bundesländern im Sommer 2007
(Monatsmittelwerte und Abweichungen vom vieljährigen Mittel)

Bundesland - Monatsmittel - Abweichung
Baden-Württemberg 16,9°C + 0,7 Grad
Bayern 16,9°C + 1,0 Grad
Berlin 18,7°C + 1,0 Grad
Brandenburg 18,3°C + 1,0 Grad
Bremen 17,5°C + 1,1 Grad
Hamburg 17,4°C + 0,9 Grad
Hessen 16,8°C + 0,6 Grad
Mecklenburg-Vorpommern 17,4°C + 1,1 Grad
Niedersachsen 17,1°C + 0,9 Grad
Nordrhein-Westfalen 16,9°C + 0,6 Grad
Rheinland-Pfalz 16,8°C + 0,5 Grad
Saarland 16,7°C 0,0 Grad
Sachsen 17,8°C + 1,3 Grad
Sachsen-Anhalt 17,8°C + 0,9 Grad
Schleswig-Holstein 16,8°C + 1,0 Grad
Thüringen 16,9°C + 1,1 Grad
Autor: nnz

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