Mo, 12:42 Uhr
07.05.2007
nnz-Doku: Gegen das Vergessen
Nordhausen (nnz). Am morgigen 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Faschismus und dem Ende des 2. Weltkrieges in dem viele Millionen Menschen ermordet und während grausamer Kriegshandlungen gefallen sind. Dazu ein Statement der Linkspartei.PDS als nnz-Doku.
Der Mord an den Völkern der Erde, gar der Versuch ganze Völker auszurotten, fand am 8. Mai endlich sein Ende. Bis dahin schickten die Nationalsozialisten Millionen Juden, politische Häftlinge, Roma und Sinti, Untergrundkämpfer, Homosexuelle und Andersdenkende durch die Gaskammern und die Hinrichtungsmaschinerie der Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, Treblinka, Majdanek und die unzähligen in Europa errichteten Arbeits- und Vernichtungslager, auch durch das KZ Mittelbau-Dora in Nordhausen. Hier starben viele tausend Menschen durch die extremen Arbeitsbedingungen beim Bau der V-Waffen im Stollen. In vielen Fabriken der Stadt und dem Landkreis Nordhausen wurden Häftlinge als Arbeitssklaven missbraucht, bis sie vor Erschöpfung und Unterernährung starben oder letztlich in der Bölcke-Kaserne ihren jämmerlichen Tod fanden. Bis heute besuchen ehemalige Häftlinge und Zeitzeugen die Stadt Nordhausen um an das Leid, dass sie hier vor über 60 Jahren durchleben mussten, zu erinnern.
Leider müssen wir feststellen, dass sich in Deutschland, Thüringen und im Landkreis Nordhausen rechtes Gedankengut erneut in den Köpfen einer zunehmenden Zahl an Menschen festsetzt. Rechtsextreme Parteien und Kameradschaften führen Aufmärsche durch und werben für ihre Parteien. Die NPD will 2009 in den Thüringer Landtag und die Kreis-, Stadt- und Gemeindeparlamente einziehen. Sie ziehen Parolen schreiend durch die Stadt, vorbei an ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora, denen die Tränen in den Augen stehen, weil ihnen dieses Bild nur zu gut bekannt ist. Wieder zerbersten Scheiben und wieder finden wir anti-jüdische Parolen an Hauswänden.
Schon Rosa Luxemburg sagte: Das einzige Gewaltmittel, das zum Sieg führen wird, ist die politische Aufklärung im alltäglichen Kampf. Daher unser Appell gegen das Vergessen. Auch und gerade 62 Jahre nach dem Ende des Schreckens müssen wir wachsam sein, die hart erkämpfte Demokratie schützen und nicht von Neonazis im Schafspelz unterwandern lassen.
Kreisvorstand der Linkspartei.PDS Nordhausen
Autor: nnzDer Mord an den Völkern der Erde, gar der Versuch ganze Völker auszurotten, fand am 8. Mai endlich sein Ende. Bis dahin schickten die Nationalsozialisten Millionen Juden, politische Häftlinge, Roma und Sinti, Untergrundkämpfer, Homosexuelle und Andersdenkende durch die Gaskammern und die Hinrichtungsmaschinerie der Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, Treblinka, Majdanek und die unzähligen in Europa errichteten Arbeits- und Vernichtungslager, auch durch das KZ Mittelbau-Dora in Nordhausen. Hier starben viele tausend Menschen durch die extremen Arbeitsbedingungen beim Bau der V-Waffen im Stollen. In vielen Fabriken der Stadt und dem Landkreis Nordhausen wurden Häftlinge als Arbeitssklaven missbraucht, bis sie vor Erschöpfung und Unterernährung starben oder letztlich in der Bölcke-Kaserne ihren jämmerlichen Tod fanden. Bis heute besuchen ehemalige Häftlinge und Zeitzeugen die Stadt Nordhausen um an das Leid, dass sie hier vor über 60 Jahren durchleben mussten, zu erinnern.
Leider müssen wir feststellen, dass sich in Deutschland, Thüringen und im Landkreis Nordhausen rechtes Gedankengut erneut in den Köpfen einer zunehmenden Zahl an Menschen festsetzt. Rechtsextreme Parteien und Kameradschaften führen Aufmärsche durch und werben für ihre Parteien. Die NPD will 2009 in den Thüringer Landtag und die Kreis-, Stadt- und Gemeindeparlamente einziehen. Sie ziehen Parolen schreiend durch die Stadt, vorbei an ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora, denen die Tränen in den Augen stehen, weil ihnen dieses Bild nur zu gut bekannt ist. Wieder zerbersten Scheiben und wieder finden wir anti-jüdische Parolen an Hauswänden.
Schon Rosa Luxemburg sagte: Das einzige Gewaltmittel, das zum Sieg führen wird, ist die politische Aufklärung im alltäglichen Kampf. Daher unser Appell gegen das Vergessen. Auch und gerade 62 Jahre nach dem Ende des Schreckens müssen wir wachsam sein, die hart erkämpfte Demokratie schützen und nicht von Neonazis im Schafspelz unterwandern lassen.
Kreisvorstand der Linkspartei.PDS Nordhausen


