Do, 08:30 Uhr
26.04.2007
Schwein auf dem Campus
Nordhausen (nnz). Gestern Vormittag wurde an der Nordhäuser Fachhochschule ein Schwein der besonderen Art gesichtet. Für diejenigen Nordhäuser und Nordhäuserinnen, die sich nicht vorstellen können, was es genau mit diesem Schwein auf sich hat, kommt mit einem einzigen Klick eine kurze Erklärung vom Studierendenrat der FH...
Scheinischer Besuch (Foto: nnz)
Wie schon erwähnt, kam es gestern zu einem außergewöhnlichen Besuch an der Fachhochschule. Nein, es kam keine besonders prominente Person, kein bekannter Politiker und auch keine andere Person aus dem öffentlichen Leben an die Fachhochschule. Ein ziemlich großes, gut genährtes Gebührenschwein fand den Weg über das Thüringer Becken hinauf zum Südharz und überraschte die Studierenden der FH mit entzückendem Auftreten.
Sein Anliegen war, schon einmal vorab zu klären, wie gewillt die Nordhäuser Studierenden sind auch ihre 50 Euro Verwaltungskostenbeiträge zu bezahlen, damit es sich auch weiterhin gut ernähren kann. Denn das ist die Pflicht, welche die Nordhäuser Studierenden ab dem 14.Mai zu tun haben. In der Zeit vom 14. bis 25. Mai heißt es zusätzlich zu den Semesterbeiträgen auch noch einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro zu leisten. Eine Summe, die vielleicht im Vergleich zu anderen Bundesländern, welche bereits eine Summe von 500+ Euro Semestergebühren erhoben haben, noch gering scheint.
Aber es ist auch ein schleichender Anfang von Studiengebühren und letztendlich das Resultat des neuen Thüringer Hochschulgesetzes, welches noch im letzten Jahr, am 21. 12. 2006 im Thüringer Landtag verabschiedet wurde. Der Studierendenrat der FHN wollte die Studierenden der FH darüber aufklären und deshalb wurde das Gebührenschwein gestern eingeladen und durfte auch der Vollversammlung am Nachmittag beiwohnen. Während der Vollversammlung wurde darüber abgestimmt, wie sich die Studentenschaft zu diesem Thema positionieren will.
Dabei kam heraus, dass sich 134 Studierende für eine Weiterverfolgung des Verwaltungsgebührenboykotts durch den Studierendenrat wünschen, es gab elf Gegenstimmen und elf Enthaltungen. Wenn man das alles zusammen betrachtet, steht das Ergebnis eindeutig fest und das Projekt Verwaltungsgebührenboykott 2007 scheint auch den Nordhäuser Studierenden kein unbekanntes Thema mehr zu sein. Damit ist die FH Nordhausen letztendlich aufgrund der erfolgreichen Abstimmung bei der Vollversammlung die siebte Hochschule, nach anderen Thüringer Hochschulen, wie der Uni Jena, Uni Erfurt, TU Ilmenau, FH Jena, FH Erfurt und FH Schmalkalden die sich für ein solches Boykottverfahren ausgesprochen hat.
Der Boykott ist keine Sabotage an den jeweiligen Hochschulen, sondern soll die Willensbildung und die Diskussion in der gesamten Gesellschaft über ein sozial gerechtes Hochschul- und Bildungssystem anregen. Unterstützt wird das ganze Vorhaben von der Konferenz Thüringer Studierendenschaften, die in Zusammenarbeit mit den Gremiendelegierten der Thüringer Hochschulen im Wesentlichen an dem Boykott beteiligt ist.
Der Studierendenrat der FH Nordhausen
Autor: nnz
Scheinischer Besuch (Foto: nnz)
Wie schon erwähnt, kam es gestern zu einem außergewöhnlichen Besuch an der Fachhochschule. Nein, es kam keine besonders prominente Person, kein bekannter Politiker und auch keine andere Person aus dem öffentlichen Leben an die Fachhochschule. Ein ziemlich großes, gut genährtes Gebührenschwein fand den Weg über das Thüringer Becken hinauf zum Südharz und überraschte die Studierenden der FH mit entzückendem Auftreten.Sein Anliegen war, schon einmal vorab zu klären, wie gewillt die Nordhäuser Studierenden sind auch ihre 50 Euro Verwaltungskostenbeiträge zu bezahlen, damit es sich auch weiterhin gut ernähren kann. Denn das ist die Pflicht, welche die Nordhäuser Studierenden ab dem 14.Mai zu tun haben. In der Zeit vom 14. bis 25. Mai heißt es zusätzlich zu den Semesterbeiträgen auch noch einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro zu leisten. Eine Summe, die vielleicht im Vergleich zu anderen Bundesländern, welche bereits eine Summe von 500+ Euro Semestergebühren erhoben haben, noch gering scheint.
Aber es ist auch ein schleichender Anfang von Studiengebühren und letztendlich das Resultat des neuen Thüringer Hochschulgesetzes, welches noch im letzten Jahr, am 21. 12. 2006 im Thüringer Landtag verabschiedet wurde. Der Studierendenrat der FHN wollte die Studierenden der FH darüber aufklären und deshalb wurde das Gebührenschwein gestern eingeladen und durfte auch der Vollversammlung am Nachmittag beiwohnen. Während der Vollversammlung wurde darüber abgestimmt, wie sich die Studentenschaft zu diesem Thema positionieren will.
Dabei kam heraus, dass sich 134 Studierende für eine Weiterverfolgung des Verwaltungsgebührenboykotts durch den Studierendenrat wünschen, es gab elf Gegenstimmen und elf Enthaltungen. Wenn man das alles zusammen betrachtet, steht das Ergebnis eindeutig fest und das Projekt Verwaltungsgebührenboykott 2007 scheint auch den Nordhäuser Studierenden kein unbekanntes Thema mehr zu sein. Damit ist die FH Nordhausen letztendlich aufgrund der erfolgreichen Abstimmung bei der Vollversammlung die siebte Hochschule, nach anderen Thüringer Hochschulen, wie der Uni Jena, Uni Erfurt, TU Ilmenau, FH Jena, FH Erfurt und FH Schmalkalden die sich für ein solches Boykottverfahren ausgesprochen hat.
Der Boykott ist keine Sabotage an den jeweiligen Hochschulen, sondern soll die Willensbildung und die Diskussion in der gesamten Gesellschaft über ein sozial gerechtes Hochschul- und Bildungssystem anregen. Unterstützt wird das ganze Vorhaben von der Konferenz Thüringer Studierendenschaften, die in Zusammenarbeit mit den Gremiendelegierten der Thüringer Hochschulen im Wesentlichen an dem Boykott beteiligt ist.
Der Studierendenrat der FH Nordhausen

