Do, 08:14 Uhr
26.04.2007
Fragen sollen beantwortet werden
Nordhausen (nnz). Es war eine Beschlußvorlage, wie sie schon zu hunderten dem Stadtrat präsentiert wurde. Ein bestehender Bebauungsplan sollte aufgehoben werden. Und doch hatte da eine Fraktion im Stadtrat ihre Probleme mit.
Der Bebauungsplan Nr. 46 nennt sich Krimderode – Steinfeld. Beschlossen wurde das Dokument zu jeder Zeit, da sich der Stadtrat noch Stadtverordnetenversammlung nannte. Es war der 23. Februar 1994. Damals sollten hinter der Krimderöder Schule Eigenheime gebaut werden. Das aber ist nie geschehen, nun soll dort das Kinderhospiz Mitteldeutschland errichtet werden. Die nnz berichtete mehrfach und ausführlich. Mit der gestrigen Aufhebung des Beschlusses sollte der Weg für die Stiftung freigemacht werden.
Die CDU-Fraktion sah jedoch noch Klärungsbedarf. Fraktionschef Norbert Klodt begrüßt zwar immer noch grundsätzlich die Etablierung einer solchen Hospizeinrichtung, gab aber auch zu bedenken, dass sich im Zusammenhang mit dem Kinderhospiz in der letzten Zeit Anfragen häuften. Anfragen, die wegen der Sensibilität des Themas niemand laut stellt. Da aber auch unsere Fraktion verschiedentlich angesprochen wurde, sehen wir uns in der Pflicht, diesen Fragen nachzugehen, so Klodt.
So wollen viele Menschen wissen, wie realistisch die Umsetzung des Vorhabens eigentlich noch ist? Klodt verweist auf Namensänderungen, auf verschobene Baustarttermine und ein Spendenaufkommen, dass nicht mal ein Viertel der benötigten Gelder ausmache. Das alles nach fast vier Jahren, denn am 25. Juni 2003 hatte der Stadtrat seinen Willen erklärt, das Schulgebäude in Krimderode dem künftigen Hospiz zur Verfügung zu stellen. Inzwischen wird es jedoch von der evangelischen Grundschule genutzt.
Klodt hakte gestern weiter nach: Auch nicht unerwähnt soll bleiben, dass bisher immer gesagt wurde, das Kinderhospiz ist das erste und einzige dieser Art in Mitteldeutschland. Nun ist aber nachzulesen, dass in der nächsten Woche in Leipzig der Spatenstich für den Neubau eines Kinderhospizes erfolgt. Einem Hospiz, welches in einer Übergangslösung bereits arbeitet.
Bis zur nächsten Stadtratssitzung sollen den Räten möglichst folgende Fragen beantwortet werden: Wie realistisch ist die Umsetzung des Vorhabens wirklich? Wie sieht die aktuelle Zeitschiene aus? Gibt es ein gesichertes Finanzierungskonzept für den Bau und den Betrieb des Hospizes? Welche Auswirkungen hat der Bau des Hospizes in Leipzig auf die Pläne des Hospizes in Krimderode?
Noch steht zumindest die CDU-Fraktion hinter Beschluß und Konzept, doch: Ein Scheitern dagegen wäre fatal für die Stadt und hätte wahrscheinlich unabsehbare Auswirkungen auf die zukünftige Spendenbereitschaft uns Sponsoring von Bürgern, Initiativen und Wirtschaft.
Beschlossen hatte der Stadtrat gestern den Bebauungsplan "Lützowstraße". Damit sollen die planerischen Voraussetzungen für eine künftige Bebauung mit einem Hospiz gegeben sein.
Autor: nnzDer Bebauungsplan Nr. 46 nennt sich Krimderode – Steinfeld. Beschlossen wurde das Dokument zu jeder Zeit, da sich der Stadtrat noch Stadtverordnetenversammlung nannte. Es war der 23. Februar 1994. Damals sollten hinter der Krimderöder Schule Eigenheime gebaut werden. Das aber ist nie geschehen, nun soll dort das Kinderhospiz Mitteldeutschland errichtet werden. Die nnz berichtete mehrfach und ausführlich. Mit der gestrigen Aufhebung des Beschlusses sollte der Weg für die Stiftung freigemacht werden.
Die CDU-Fraktion sah jedoch noch Klärungsbedarf. Fraktionschef Norbert Klodt begrüßt zwar immer noch grundsätzlich die Etablierung einer solchen Hospizeinrichtung, gab aber auch zu bedenken, dass sich im Zusammenhang mit dem Kinderhospiz in der letzten Zeit Anfragen häuften. Anfragen, die wegen der Sensibilität des Themas niemand laut stellt. Da aber auch unsere Fraktion verschiedentlich angesprochen wurde, sehen wir uns in der Pflicht, diesen Fragen nachzugehen, so Klodt.
So wollen viele Menschen wissen, wie realistisch die Umsetzung des Vorhabens eigentlich noch ist? Klodt verweist auf Namensänderungen, auf verschobene Baustarttermine und ein Spendenaufkommen, dass nicht mal ein Viertel der benötigten Gelder ausmache. Das alles nach fast vier Jahren, denn am 25. Juni 2003 hatte der Stadtrat seinen Willen erklärt, das Schulgebäude in Krimderode dem künftigen Hospiz zur Verfügung zu stellen. Inzwischen wird es jedoch von der evangelischen Grundschule genutzt.
Klodt hakte gestern weiter nach: Auch nicht unerwähnt soll bleiben, dass bisher immer gesagt wurde, das Kinderhospiz ist das erste und einzige dieser Art in Mitteldeutschland. Nun ist aber nachzulesen, dass in der nächsten Woche in Leipzig der Spatenstich für den Neubau eines Kinderhospizes erfolgt. Einem Hospiz, welches in einer Übergangslösung bereits arbeitet.
Bis zur nächsten Stadtratssitzung sollen den Räten möglichst folgende Fragen beantwortet werden: Wie realistisch ist die Umsetzung des Vorhabens wirklich? Wie sieht die aktuelle Zeitschiene aus? Gibt es ein gesichertes Finanzierungskonzept für den Bau und den Betrieb des Hospizes? Welche Auswirkungen hat der Bau des Hospizes in Leipzig auf die Pläne des Hospizes in Krimderode?
Noch steht zumindest die CDU-Fraktion hinter Beschluß und Konzept, doch: Ein Scheitern dagegen wäre fatal für die Stadt und hätte wahrscheinlich unabsehbare Auswirkungen auf die zukünftige Spendenbereitschaft uns Sponsoring von Bürgern, Initiativen und Wirtschaft.
Beschlossen hatte der Stadtrat gestern den Bebauungsplan "Lützowstraße". Damit sollen die planerischen Voraussetzungen für eine künftige Bebauung mit einem Hospiz gegeben sein.

