Mo, 12:01 Uhr
11.09.2000
Joachim Claus: "Sacharbeit muß im Mittelpunkt stehen!"
Künftig regiert Landrat Joachim Claus (CDU) mit zwei Beigeordneten von SPD und PDS. An seiner Seite agieren Matthias Jendricke und Klaus Gorges. Für einige Abgeordnete der CDU-Kreistagsfraktion hat das befürchtete Debakel seinen Lauf genommen (Maik Schröter). Wie will Joachim Claus die künftige Arbeit gestalten, was erhofft und erwartet er von den "Neuen"? Diese Fragen hat der Landrat in einem nnz-Exklusiv-Interview beantwortet.
nnz: Herr Claus, wie bewerten Sie aus der Sicht des Landrates die Beigeordnetenwahl am Dienstag?
Joachim Claus: Bei der Wahl mit ihren bekannten Ergebnissen hat der Kreistag von seinem politischen Recht Gebrauch gemacht. Der sich vollziehende Wechsel in der Führungsetage des Landratsamtes führt dazu, daß nun Vertreter mehrere Parteien Verantwortung übernehmen. Für mich persönlich ist die nun entstandene Situation neu aber durchaus auch sehr "reizvoll". Wenn in den nächsten Jahren die Sachpolitik im Mittelpunkt des Handelns der mit mir Verantwortlichen steht, dann kann man daraus etwas machen.
nnz: Wie wird aus Ihrer Sicht die künftige Zusammenarbeit mit den "Neuen" aussehen? Gibt es da Abbrüche zur jetzigen Konstellation?
Joachim Claus: Natürlich betrachte ich den Wechsel in der Leitungsebene mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die zehn Jahre, in denen ich mit Günther Goutier und Günter Uebner zusammen arbeiten konnte, haben bei mir selbstverständlich Spuren hinterlassen. Da haben sich ein gewisses Vertrauensverhältnis, aber auch menschliche Beziehungen aufgebaut. Trotzdem werde ich an die Zusammenarbeit mit Matthias Jendricke und Klaus Gorges ohne jegliche Vorbehalte gehen. In einem ersten Gespräch hat mir zum Beispiel Klaus Gorges ein faires und sachbezogenes Arbeiten zugesichert. Letztlich arbeitet das neue Trio einzig und allein für das Wohl und die Geschicke der Menschen im Landkreis Nordhausen.
nnz: Könnte die nun neue Konstellation in der Führungsetage der Kreisverwaltung auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der Verwaltung mit den Fraktionen des Kreistages haben?
Joachim Claus: Selbstverständlich. Hier könnte durchaus ein positiver Nebeneffekt erwachsen. Ich betone es an dieser Stelle noch einmal: Auch im Kreistag sollte es - trotz verschiedener politischer Anschauungen - um Sacharbeit gehen. Und wenn ich rückwirkend auf den Trubel der letzten Kreistagssitzung blicke, dann sollte von der neuen Situation ein deutliches Signal ausgehen: Der Kreistag und die Verwaltung sollten zusammenarbeiten
nnz: Günter Uebner und Günther Goutier verlieren ihre Ämter. Wie sieht die berufliche Zukunft der beiden aus?
Joachim Claus: In dieser Woche werden ich meine Vorstellungen diesbezüglich den entsprechenden Gremien der Verwaltung vorschlagen, sprich dem Personalamt und dem Personalrat. Aus den Fraktionen des Kreistages gibt es jedoch bereits Signale, den beiden Herren die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung innerhalb der Verwaltung zu geben. Ich werde mich zu dieser Angelegenheit natürlich auch mit den Mitgliedern des Kreisausschusses beraten.
Herr Claus, wir danken für dieses Gespräch
Autor: psgnnz: Herr Claus, wie bewerten Sie aus der Sicht des Landrates die Beigeordnetenwahl am Dienstag?
Joachim Claus: Bei der Wahl mit ihren bekannten Ergebnissen hat der Kreistag von seinem politischen Recht Gebrauch gemacht. Der sich vollziehende Wechsel in der Führungsetage des Landratsamtes führt dazu, daß nun Vertreter mehrere Parteien Verantwortung übernehmen. Für mich persönlich ist die nun entstandene Situation neu aber durchaus auch sehr "reizvoll". Wenn in den nächsten Jahren die Sachpolitik im Mittelpunkt des Handelns der mit mir Verantwortlichen steht, dann kann man daraus etwas machen.
nnz: Wie wird aus Ihrer Sicht die künftige Zusammenarbeit mit den "Neuen" aussehen? Gibt es da Abbrüche zur jetzigen Konstellation?
Joachim Claus: Natürlich betrachte ich den Wechsel in der Leitungsebene mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die zehn Jahre, in denen ich mit Günther Goutier und Günter Uebner zusammen arbeiten konnte, haben bei mir selbstverständlich Spuren hinterlassen. Da haben sich ein gewisses Vertrauensverhältnis, aber auch menschliche Beziehungen aufgebaut. Trotzdem werde ich an die Zusammenarbeit mit Matthias Jendricke und Klaus Gorges ohne jegliche Vorbehalte gehen. In einem ersten Gespräch hat mir zum Beispiel Klaus Gorges ein faires und sachbezogenes Arbeiten zugesichert. Letztlich arbeitet das neue Trio einzig und allein für das Wohl und die Geschicke der Menschen im Landkreis Nordhausen.
nnz: Könnte die nun neue Konstellation in der Führungsetage der Kreisverwaltung auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der Verwaltung mit den Fraktionen des Kreistages haben?
Joachim Claus: Selbstverständlich. Hier könnte durchaus ein positiver Nebeneffekt erwachsen. Ich betone es an dieser Stelle noch einmal: Auch im Kreistag sollte es - trotz verschiedener politischer Anschauungen - um Sacharbeit gehen. Und wenn ich rückwirkend auf den Trubel der letzten Kreistagssitzung blicke, dann sollte von der neuen Situation ein deutliches Signal ausgehen: Der Kreistag und die Verwaltung sollten zusammenarbeiten
nnz: Günter Uebner und Günther Goutier verlieren ihre Ämter. Wie sieht die berufliche Zukunft der beiden aus?
Joachim Claus: In dieser Woche werden ich meine Vorstellungen diesbezüglich den entsprechenden Gremien der Verwaltung vorschlagen, sprich dem Personalamt und dem Personalrat. Aus den Fraktionen des Kreistages gibt es jedoch bereits Signale, den beiden Herren die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung innerhalb der Verwaltung zu geben. Ich werde mich zu dieser Angelegenheit natürlich auch mit den Mitgliedern des Kreisausschusses beraten.
Herr Claus, wir danken für dieses Gespräch

