CDU-Fraktion bringt Antrag ein
Kommt eine Thüringer Hackfleischpreisbremse?
Gehacktes, anderswo auch bekannt als Mett oder Hackepeter, ist ein kulinarisches Erbe mit einer langen Tradition in Thüringen. Historische Quellen belegen, dass bereits Goethe während seiner Zeit in Weimar die Vorzüge des Thüringer Gehacktes zu schätzen wusste...
Er bezeichnete es als fleischgewordene Poesie auf Brot". Darauf weist die CDU-Fraktion jetzt in einem Plenarantrag hin, den die Fraktion heute beim Thüringer Landtag einreicht. Die spezifischen Eigenschaften des Thüringer Gehacktes, insbesondere sein unverwechselbarer Geschmack und die traditionelle Produktionsweise, sind Teil der kulturellen Identität unseres Freistaats. Die Abgrenzung von anderen Bezeichnungen wie ‚Mett‘ oder ‚Hackepeter‘ ist nicht nur eine Frage der Semantik, sondern ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung regionaler Besonderheiten in einer zunehmend globalisierten Nahrungsmittelkultur, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Bühl. Der durchschnittliche Hackfleischkonsum in Deutschland lag laut Bühl im Jahr 2022 bei rund 5,1 kg pro Kopf, in Thüringen deutlich darüber.
Mit dem Antrag fordert die Fraktion die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass in offiziellen und inoffiziellen Dokumenten der Landesregierung und nachgeordneter Behörden nur der in Thüringen gebräuchliche Begriff Gehacktes, für in Thüringen hergestelltes Gehacktes der Begriff Thüringer Gehacktes verwendet wird. Bühl: In Thüringen sagen wir Gehacktes! Die Bezeichnungen ‚Mett‘, ‚Hackepeter‘ oder gar ‚Hackepetra‘ führen zu Irritationen und sind geeignet, regionale Esskultur zu marginalisieren. Das wollen wir verhindern, deshalb hoffen wir auf eine breite Zustimmung. Die Landesregierung solle zudem prüfen, wie eine Thüringer Hackfleischpreisbremse beispielsweise durch gezielte Umsatzsteuersenkungen auf regional produziertes, als Thüringer Gehacktes bezeichnetes Gehacktes rechtlich umgesetzt werden könnte. Wir wissen, dass Gehacktes in vielen Regionen Thüringens nicht nur ein Lebensmittel, sondern identitätsstiftender Teil der Alltagskultur ist. Es ist Brotaufstrich, Bratling, Gesprächsgrundlage und oft auch Trostspender nach anstrengenden Arbeitstagen, so Bühl. Der Preis des Kulturgutes sei in den letzten Jahren aber empfindlich gestiegen, der Handlungsdruck entsprechend groß, so der CDU-Politiker abschließend.
Autor: red
Kommentare
DonaldT
01.04.2025, 09:10 Uhr
Hackfleischpreisbremse
Ein Thema das die Menschen bewegt, es ist ja sonst nichts, was der Aufmerksamkeit und der "Regulierung" bedarf.
Und auch ist es logisch, war doch Voigt mit dem Mettbrötchen,
sollte in die Thüringer verfassung aufgenommen werden, der Anspruch auf original Thüringer Mett.
Und auch die Schweine sollten aus Thüringen sein, nicht nur hier gefördert werden, durch diese verordnung.
Waldemar Ceckorr
01.04.2025, 09:20 Uhr
man könnte bei dem artikel auch nur
einen blick auf's datum werfen :o)
der waldi
free Gigi
01.04.2025, 09:24 Uhr
Thrüringer Hack
als UNESCO Weltkulturerbe, ich bin dafür!
Leser X
01.04.2025, 10:19 Uhr
Was für ein politisches Drama
Wenn ich nicht einen Zusammenhang zum heutigen Tag sähe, wäre mein Kommentar folgender: Dieser Bericht spricht wirklich Bände. Die Welt ist in politischer Unordnung, in Europa herrscht Krieg, den niemand wirklich beenden kann oder will. Und was machen die Christdemokraten? Sie kümmern sich um Hackfleisch... Wobei : hat ja auch irgendwie mit Krieg zu tun 😡
Marino50
01.04.2025, 10:43 Uhr
Gehacktes
Ich würde sagen APRIL APRIL
sputnik
01.04.2025, 11:01 Uhr
Titel für die Bremse?
Nennen wir es doch April-Hack-Bremse, oder vielleicht echtes Hack-Sondervermögen?
Ex-post
01.04.2025, 12:21 Uhr
Freude
Ich freue mich für jeden, der über Aprilscherze wie den hier noch lachen kann.
Malu-Marie
02.04.2025, 00:31 Uhr
Kann Thüringer Gehacktes ein Teil kultureller Identifikation sein?
Da bezeichnet ein CDU-Politiker "Thüringer Gehacktes" als Teil kultureller Identifikation unseres Freistaates, als identitätsstiftenden Teil unserer Alltagskultur und als Trostspender und fordert, dass man es billiger machen soll.
Ernsthaft? Ein Produkt für das Tiere sterben müssen, das das Klima durch Tierhaltung und Futtermittelanbau stark belastet, das fettig, ungesund und keimanfällig ist will er subventionieren? Etwas vor dem man sich eigentlich ekeln sollte, weil es Tierquälerei als Selbstverständlichkeit voraussetzt will er fördern. Nein, Tierleid darf auf keinen Fall eine identitätsstiftende Kultur sein. Sowas als "Trostspender" zu bezeichnen ist widerlich. Schlimm genug, dass es das immer noch gibt. Fragen wir mal die Opfer dieser Kultur, die Schweine.
Malu-Marie: Gelten bei den Grünen inzwischen Aprilscherze eigentlich als reaktionär?
abgesehen davon, dass es offernsichtlich auch eine Anspielung von Voigts Erläuterungen zum Thema Gehacktes Richtung Höcke war: Fragen sie mal im Eichsfeld was das Gehacktes halten. Da streitet man sich ernsthaft, wer das beste Gehacktes verkauft. Ich durfte auch schon im Thüringer Wald ähnlich gelagerten Diskussionen über Bratwürste beiwohnen. Stichwort Bratwurstäquator... Ja, Schweinefleisch ist in Thüringen identitätsstiftend, vollkommen unabhängig davon, was sie davon denken.
Kleiner Funfact: Wissen sie, was auch ein ganz kleiner Trostspender in Thüringen ist? Dass fast 97 Prozent der Thüringer Wähler (nicht Bratwürste oder Roster ;-)) eine bestimmte oberlehrerhafte Partei nicht gewählt haben...
Wissen sie, ich gehöre zur Bratwurstfraktion. Ich mag kein Gehacktes. Ich mag auch kein Karpfen, Gurkenslat oder Helene Fischer. Ich käme aber nie auf die Idee, diese Vorlieben anderen Menschen ausreden zu wollen...
Marino50
02.04.2025, 10:39 Uhr
Hackfleisch- RWE
Es gibt Menschen, die können nicht mehr zwischen Spaß und Ernst unterscheiden, weil sie dermaßen grün und verbittert sind. Dazu gehört auch MM. Leider kann das keiner ändern. Aber wir können über solche Aprilscherze wenigstens noch lachen, weil wir noch denken und nicht blind durch Leben taumeln.
Ja, Marino50
man muss schon jakobinischen Eifer an den Tag legen, um die Absurdität des Artikels nicht zu bemerken. Aber das kennt man ja von bestimmten Kreisen. Ich werde mir morgen früh erst mal ein Gehacktesbrötchen schmieren, bevor ich mit meinem Verbrenner auf Arbeit fahre und nebenher Rammstein höre...;-)
A-H-S
02.04.2025, 17:46 Uhr
Nachruf
Der 1.April wurde dieses Jahr abgesagt, weil kein erfundener Streich mit der Realität mithalten kann.
oder
Gestern war der Tag im Jahr, wo man den üblichen geisteskranken Schwachsinn liest, aber zumindest kurz überlegen muss, ob er tatsächlich ernstgemeint ist.
P.Burkhardt
02.04.2025, 18:24 Uhr
ja, ja dieser tägliche Schwachsinn...
oh @A-H-S... da hab ich wohl Ihre gestrigen ( meist sehr meinungsstarken, aber wi...ensarmen) Kommentare überlesen, aber Danke, dass Sie darauf hinweisen.
Sry...konnte es mir nicht verkneifen.
Ich fand den Aprilscherz gar nicht schlecht. Mag ich doch das Thüringer Mett ...sry - Gehacktes... und alles, was man daraus machen kann 😉.... genauso wie die leckeren Bratwürschte. und ja: Ich finde, Gehacktes und Würste sind Teil der Thüringer (Ess-)kultur, genauso, wie die Kässpätzle in Schwaben, Weißwürschte in Bayern oder die Currywurst in Berlin - aber ...unter uns... (die Thüringer Kultur schmeckt davon am besten 👌)
Malu-Marie
02.04.2025, 20:02 Uhr
Ist der Tod eines Tieres traurig und kann ich ihn vermeiden?
@RWE, Ich interessiere mich dafür, ob jemand seine kulturelle Identitiät finden kann indem er sich darüber definiert, dass ein Tier für ihn leiden und sterben muss. Ich kann das beim spanischen Stierkampf nicht akzepieren, auch nicht beim Thüringer Mett oder bei Bayrischen Weißwürsten. Kann man sich damit brüsten, wenn man Tiere tötet? Kann das einen wünschenswerte! Oder gar tröstende! Kultur sein.mit der man gern! in Zusammenhang gebracht werden mächte? Übernimmt man da eine Verantwortung für das leidenden Tier, das Opfer. Das ist die zentrale Frage, die dahinter steht.
Wenn jemand morgens die penisexhibitionierenden Rammsteins mit dem First Row- Problem hören will, soll er machen, ob er das für seine Töchter gut findet, weiß ich nicht, Wenn er stolz auf seinen Verbrenner ist, der die Klimaerwärmung voran treibt -ob das seine Kinder cool finden, weiß halt auch nicht.
Es soll halt alles so bleiben, wie es immer schon war,oder?
Wallenstein
02.04.2025, 20:16 Uhr
Die CDU mal wieder...
Merz, Merz: Ich verstehe die Aufregung nicht: Mario Voigt hat wie immer keine Ahnung, sonst würde er nicht das Thüringer Gehacktes schützen wollen, sondern nur das Eichsfelder Schweinemus. Das musste mal gesagt werden:-)
Wie Bitte
02.04.2025, 22:39 Uhr
"Einmal im Jahr muss man überlegen,
wenn man geisteskranken Schwachsinn lesen muss" - oder, wie ich es nenne: jede einzelne Wortmeldung Trumps.
marco-sdh
02.04.2025, 22:49 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Beitrag
marco-sdh
02.04.2025, 23:17 Uhr
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P.Burkhardt
02.04.2025, 23:21 Uhr
also...
...es handelt sich hierbei um einen Aprilscherz - jedenfalls glaube ich das...(das war der Themenbezug) und jetzt verstoße ich gegen die AGB und spreche einen Kommentator an, was als Chat ausgelegt werden könnte (mal sehen, ob ich die Kurve am Ende noch kriege...): Liebe Malu-Marie, ich schätze Ihre Kommentare und Ihre Sicht auf die Welt ! Sie sind in dieser Kommentarspalte jemand, der sich an Fakten hält, gefühlte Wahrheiten aufdeckt und Dummheit offenbar genauso schrecklich findet wie ich....und Sie mögen offenbar kein Fleisch und haben ein Herz für Tiere und auch Nutztiere. Das ist in Ordnung, nachvollziehbar und okay... aber bitte, gestehen Sie anderen auch ihr Abendbrot zu, selbst wenn das aus Wurst und Gehacktes besteht... Wir sind vielfältig... das bedeutet auch, dass in all dieser Vielfalt vielleicht etwas dabei ist, was einem nicht gefällt. Jedenfalls ist das meine Meinung zum Thema. Ich esse im Übrigen auch gerne mal vegetarisch und bin Stammgast in einem rein vegetarischen und unfassbar innovativen, stylischen, leckeren Restaurant in Oberhausen 🙃
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Malu-Marie
03.04.2025, 17:44 Uhr
Das Thüringer Hack als immaterielles Kulturgut
@P.Burkhardt, auch ich habe Spaß an Ihren fundierten Kommentaren und bedanke mich ausdrücklich dafür, dass Sie hier die Stellung halten. Chapeau!! Sie bringen eine positive und erfreuliche Atmosphäre in diese Kommentare hier.
Es ist interessant, dass sogar Sie, der sonst rational und differenziert antwortet, sich dahingehend verteidigt, als hätte ich davon gesprochen, dass kein Fleisch gegessen werden soll.
Ich habe lediglich immer wieder betont, dass man Tierleid - und dem Schnitzel oder der Bratwurst, die wir auf dem Teller haben, ist immer die Tötung eines Tieres vorausggangen, dass wir das nicht als kulturelles Erbe zementieren sollen. Da kann sich kein Thüringer Schwein mit identifizieren und das Opfer ist schließlich der Hauptdarsteller
bei dieser Sache.
Ich will mich nicht mit einer solchen "Kultur" identifizieren müssen. Die Einführung des Thüringer Hackfleisches wird hier als Aprilscherz weggewischt, aber ich weiß, was es an Schweiß und Tränen kostet, um so etwas dann wieder rückgängig zu machen. Wehret den Anfängen!
Das Leiden der Stiere im "fröhlichen" Stierkampf -der Stierkampf ist immaterielles Kulturgut in Spanien- ist unermesslich und Spanier werden bis heute damit kulturell zwansgsidentifiziert, obwohl fast 80 Prozent der Spanier für eine Abschaffung dieses "Kulturgutes" sind.
Unabhängig davon freue ich über jeden, der mal kein Fleisch isst, weil er damit effektiven Tierschutz betreibt -und Geld spart man auch.
P.Burkhardt
03.04.2025, 21:11 Uhr
nee,nee...
...da haben Sie etwas falsch verstanden @Malu-Marie ... (ja, das ist jetzt ein kleiner Chat, aber ich verspreche, dass dies mein letzter Beitrag dazu ist, es einen Themenbezug geben wird und ich höflich bleibe):
ich verteidige mich nicht. Ich habe in dieser Beziehung nur eine andere Brille auf. Natur- und Artenschutz ist wichtig und richtig. Die Artenvielfalt und eine geschützte Ökosphäre in mitten unserer engen, urbanen Gesellschaft ist unabdingbar für (und jetzt kommt die Brille) unsere Lebensqualität und deren Erhalt. Ich sehe den Menschen nicht als Gegner der restlichen Natur, sondern als (dominanten und durchaus lange dummen) Teil davon. Tiere sind genauso Teil unserer Welt und wir haben nur weil wir dominant sind deswegen nicht mehr Rechte als die Tiere, die Umwelt betreffend. Aber, ich mache einen Unterschied, zwischen Tieren, die mit uns die Welt bevölkern und Tieren, die wir extra für uns gezüchtet, großgezogen, ernährt und am Ende eben geschlachtet haben. Diese tierischen Individuen gibt es nur, weil wir sie essen wollen. Ich verstehe, dass Ihr moralischer Kompass, das Leiden der Tiere in Stallhaltung und am Ende im Schlachthof sieht - und ja, es ist wirklich nicht schön, wenn man die Sau im Stall mit der freilebenden Wildsau vergleicht. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass in der Tierhaltung, beim -transport und oft auch bei der -schlachtung ethische Regeln außer Acht gelassen werden. Zum Glück wurde da schon viel erreicht und Ihre (unsere ?) Ansicht hat bereits Früchte getragen. Discounter wie Aldi und Lidl bieten nur noch Fleisch von Tieren aus akzeptabler Haltung an...
Wir reden hier allerdings auch nicht von Discounter-Fleisch... sondern vom thüringer Mett (sry... Gehacktes) und Würstchen vom kleinen Fleischer an der Ecke... der sein Fleisch vom Bauern nebenan und seine Gewürze am Besten aus dem eigenen Garten holt.... wo sonst kauft ein Thüringer sein Gehacktes, oder seine Würschte ?
und ja, Stier-, Hunde- und Hahnenkämpfe sind genauso wie MMA-, BKB- oder sonstige bluttriefende Kämpfe in meinen Augen etwas, was niedrigste Bedürfnisse der Allerwenigsten befriedigt... genauso wie illegale Autorennen mit sinnlos aufgeblasenen CO2-Schleudern...
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