CDU-Fraktion bringt Antrag ein
Kommt eine Thüringer Hackfleischpreisbremse?
Dienstag, 01. April 2025, 08:48 Uhr
Gehacktes, anderswo auch bekannt als Mett oder Hackepeter, ist ein kulinarisches Erbe mit einer langen Tradition in Thüringen. Historische Quellen belegen, dass bereits Goethe während seiner Zeit in Weimar die Vorzüge des Thüringer Gehacktes zu schätzen wusste...
Er bezeichnete es als fleischgewordene Poesie auf Brot". Darauf weist die CDU-Fraktion jetzt in einem Plenarantrag hin, den die Fraktion heute beim Thüringer Landtag einreicht. Die spezifischen Eigenschaften des Thüringer Gehacktes, insbesondere sein unverwechselbarer Geschmack und die traditionelle Produktionsweise, sind Teil der kulturellen Identität unseres Freistaats. Die Abgrenzung von anderen Bezeichnungen wie ‚Mett‘ oder ‚Hackepeter‘ ist nicht nur eine Frage der Semantik, sondern ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung regionaler Besonderheiten in einer zunehmend globalisierten Nahrungsmittelkultur, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Bühl. Der durchschnittliche Hackfleischkonsum in Deutschland lag laut Bühl im Jahr 2022 bei rund 5,1 kg pro Kopf, in Thüringen deutlich darüber.
Mit dem Antrag fordert die Fraktion die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass in offiziellen und inoffiziellen Dokumenten der Landesregierung und nachgeordneter Behörden nur der in Thüringen gebräuchliche Begriff Gehacktes, für in Thüringen hergestelltes Gehacktes der Begriff Thüringer Gehacktes verwendet wird. Bühl: In Thüringen sagen wir Gehacktes! Die Bezeichnungen ‚Mett‘, ‚Hackepeter‘ oder gar ‚Hackepetra‘ führen zu Irritationen und sind geeignet, regionale Esskultur zu marginalisieren. Das wollen wir verhindern, deshalb hoffen wir auf eine breite Zustimmung. Die Landesregierung solle zudem prüfen, wie eine Thüringer Hackfleischpreisbremse beispielsweise durch gezielte Umsatzsteuersenkungen auf regional produziertes, als Thüringer Gehacktes bezeichnetes Gehacktes rechtlich umgesetzt werden könnte. Wir wissen, dass Gehacktes in vielen Regionen Thüringens nicht nur ein Lebensmittel, sondern identitätsstiftender Teil der Alltagskultur ist. Es ist Brotaufstrich, Bratling, Gesprächsgrundlage und oft auch Trostspender nach anstrengenden Arbeitstagen, so Bühl. Der Preis des Kulturgutes sei in den letzten Jahren aber empfindlich gestiegen, der Handlungsdruck entsprechend groß, so der CDU-Politiker abschließend.
Autor: redEr bezeichnete es als fleischgewordene Poesie auf Brot". Darauf weist die CDU-Fraktion jetzt in einem Plenarantrag hin, den die Fraktion heute beim Thüringer Landtag einreicht. Die spezifischen Eigenschaften des Thüringer Gehacktes, insbesondere sein unverwechselbarer Geschmack und die traditionelle Produktionsweise, sind Teil der kulturellen Identität unseres Freistaats. Die Abgrenzung von anderen Bezeichnungen wie ‚Mett‘ oder ‚Hackepeter‘ ist nicht nur eine Frage der Semantik, sondern ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung regionaler Besonderheiten in einer zunehmend globalisierten Nahrungsmittelkultur, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Bühl. Der durchschnittliche Hackfleischkonsum in Deutschland lag laut Bühl im Jahr 2022 bei rund 5,1 kg pro Kopf, in Thüringen deutlich darüber.
Mit dem Antrag fordert die Fraktion die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass in offiziellen und inoffiziellen Dokumenten der Landesregierung und nachgeordneter Behörden nur der in Thüringen gebräuchliche Begriff Gehacktes, für in Thüringen hergestelltes Gehacktes der Begriff Thüringer Gehacktes verwendet wird. Bühl: In Thüringen sagen wir Gehacktes! Die Bezeichnungen ‚Mett‘, ‚Hackepeter‘ oder gar ‚Hackepetra‘ führen zu Irritationen und sind geeignet, regionale Esskultur zu marginalisieren. Das wollen wir verhindern, deshalb hoffen wir auf eine breite Zustimmung. Die Landesregierung solle zudem prüfen, wie eine Thüringer Hackfleischpreisbremse beispielsweise durch gezielte Umsatzsteuersenkungen auf regional produziertes, als Thüringer Gehacktes bezeichnetes Gehacktes rechtlich umgesetzt werden könnte. Wir wissen, dass Gehacktes in vielen Regionen Thüringens nicht nur ein Lebensmittel, sondern identitätsstiftender Teil der Alltagskultur ist. Es ist Brotaufstrich, Bratling, Gesprächsgrundlage und oft auch Trostspender nach anstrengenden Arbeitstagen, so Bühl. Der Preis des Kulturgutes sei in den letzten Jahren aber empfindlich gestiegen, der Handlungsdruck entsprechend groß, so der CDU-Politiker abschließend.
