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Fr, 08:36 Uhr
24.05.2024
Wahlkampf

Mangelnde Arbeit im Stadtrat behindert Straßensanierung

Die Baustellensituation ist immer wieder Thema bei dieser Kommunalwahl. Frank Kramer von der AfD-Stadtratsfraktion thematisiert die anhaltenden Herausforderungen und Verzögerungen bei den städtischen Sanierungsprojekten. Dabei sieht er auch Baustellen nicht nur in der Stadtverwaltung, sondern auch im Stadtrat…

„Jeder kann sich noch an die Bundestagswahl erinnern, als eine Partei versprach, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern – und was daraus geworden ist, wissen wir! Sind die Versprechen in der Kommunalpolitik anders?

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In einem kürzlich in der NNZ erschienenen Artikel kritisierte eine Stadtratsfraktion die Verwaltung wegen der Freiherr-vom-Stein-Straße. Auf den ersten Blick scheint die Kritik berechtigt, doch sie kommt von derselben Fraktion, die bislang Sanierungsmaßnahmen verhindert hat.

In Nordhausen sehen wir viele Kandidaten, die sich um ein Mandat im Stadtrat bewerben, und viele tolle Wahlversprechen sind auf den Plakaten zu lesen. Zum Beispiel: „Diese Straße werden wir sanieren.“ Doch was wird tatsächlich umgesetzt?

Unsere Fraktion beschäftigt sich schon länger mit der Straßensanierung und dem Verkehrschaos in Nordhausen. Bereits in der Haushaltsdiskussion 2022 haben wir uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und sind auf die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) gestoßen. Laut deren Vorgaben und basierend auf unserem Straßennetz von über 260 km hätten wir eine Mindestinvestition von 1,5 Millionen Euro benötigt, um unsere Straßen zu erhalten. Im Haushalt waren jedoch nur 400.000 Euro vorgesehen, was einen Sanierungsstau von 1,1 Millionen Euro verursachte.

Wir haben versucht, das Budget auf 750.000 Euro zu erhöhen und einen Antrag auf Erstellung eines Straßenzustandsberichts eingebracht. Dieser Bericht war bereits im Haushalt eingeplant und ausgeschrieben. Die Verwaltung hat hierzu umfangreiche Arbeit geleistet, die dem Steuerzahler Geld gekostet hat. Dennoch wurde der Straßenzustandsbericht in der letzten Stadtratssitzung im April auf Antrag des Oberbürgermeisters und mit Mehrheit der Stadträte aufgehoben.

Die Konsequenzen dieser Entscheidungen erleben die Bürger von Nordhausen jeden Tag: das Verkehrschaos. Ohne entsprechende finanzielle Mittel und eine systematische Planung kann nur versucht werden, der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Verkehrssichere Bereiche, die zwar sanierungsbedürftig sind, können gar nicht berücksichtigt werden. Also ist man auf Fördermittel angewiesen und wenn diese kommen, ist man zur schnellen Umsetzung gezwungen, was wiederum keine vernünftige Verkehrs- und Baustellenplanung ermöglicht.

Im Wahljahr ist es einfach, der Verwaltung den Schwarzen Peter zuzuschieben, aber Stadtratsarbeit bedeutet, innerhalb der Legislaturperiode konsequent zu handeln und entsprechende Mittel bereitzustellen.

Besonders im Zusammenhang mit dem Artikel zur Freiherr-vom-Stein-Straße wird deutlich, dass die Wähler hinters Licht geführt werden. Die Stadträte, die jetzt laute Kritik üben, haben damals die Erhöhung des Budgets und letzten Monat den Straßenzustandsbericht verhindert. Dadurch fehlen der Verwaltung die Grundlagen für eine vernünftige Planung und Umsetzung.

Ohne eine strategische Planung wird es auch in Zukunft Baustellenüberschneidungen und Verkehrschaos geben. Solange die Fraktionen die notwendigen Arbeitsvoraussetzungen für die Verwaltung blockieren, ist keine langfristige Lösung möglich.

Sprüche wie „Diese Straße werden wir sanieren“ an jeder Rumpelpiste sollen wohl noch ein paar Wähler vom Hocker bzw. aus dem Auto hauen.

Wir hoffen daher in der neuen Legislaturperiode auf die Unterstützung aller Fraktionen, denen es wichtig ist, unsere Straßen, Radwege und Bürgersteige im Sinne der Bürger instandzuhalten.“

Frank Kramer,
AfD-Stadtratsfraktion
Autor: red

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Kommentare
Harzer Jung
24.05.2024, 09:15 Uhr
Da wird auch von der AFD nur getrommelt.
Denn die Realitäten die oft zu Entscheidungen in Räten führt, ist oft an die finanziellen Möglichkeiten gebunden. Einen Antrag einzureichen, heißt nicht, dass es möglich ist ihn finanzielle umzusetzen. Auch hier vermittelt die AFD dem Wähler/innen einen falschen Eindruck. Wer selbst mit unrealistischen und auf Kommunalebene nicht umsetzbaren Versprechen wirbt, der sollte sich mit Kritik über andere zurückhalten.
Filzstift und Lineal
24.05.2024, 09:21 Uhr
Was ist denn nun schon wieder im Rathaus kaputt?
Die Verwaltung im Rathaus bereitet einen Straßenbericht vor und Kai Buchmann will ihn dann doch nicht und setzt ihn von der Tagesordnung ab?
Wie bitte? Hat da oben überhaupt noch einer einen Plan?
qwertz
24.05.2024, 09:44 Uhr
Heiße Luft von der AFD
Wahrscheinlich gab es gute Gründe warum diese Sachen mehrheitlich vom Stadtrat abgewählt bzw. nicht durchgesetzt wurden…

Billiger Wahlkampf….

Es wurde einfach zu lange nichts in der Stadt gemacht, weil kein Geld dafür da war…. Jetzt wird’s kontinuierlich angepackt und es geht an allen Ecken und Enden der Stadt Vorwärts.

Zugegebenermaßen läuft das ganze vielleicht manchmal ein bisschen wild ab, ein paar Umleitungen überschneiden sich evtl. und es kommt in des Stoßzeiten zum Stau. Aber das ist in jeder andern Stadt auch so.
Und natürlich wird an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut, es soll ja auch fertig werden.

Im Grunde genommen und für einen überschaubaren Zeitraum, ist das für alle Beteiligten zumutbar. Am Ende ist es gut und fertig.
Es ist dann erstmal wieder Ruhe und das nächste Projekt kann angegangen werden und die nächste schadhafte Straße oder Brücke kann erneuert werden.
In der Stadtverwaltung werden sich die entsprechenden Mitarbeiter schon Gedanken machen, vorher die Möglichkeit ausloten und die bestmöglichen Entscheidung treffen.

Das Thema „Wahlversprechen“ braucht hier auch nicht von der AFD angeschnitten werden.
Das machen doch grundsätzlich alle Parteien.

Deshalb ist der Artikel wohl nur mehr heiße Luft
Südharzmensch
24.05.2024, 11:00 Uhr
Bürgermeister und Stadtrat verschließen die Augen vor den Realitäten
Was soll das bringen, wenn der Bürgermeister den Straßenzustandsbericht verweigert? Man muss sich doch den Realitäten stellen, gerade als Stadtchef. Das ist die Kernkompetenz von Führungskräften incl. der Erarbeitung von Lösungsstrategien. Wer das nicht kann, ist im Management (freie Wirtschaft aber auch Politik) eben fehl am Platze.
Helena2015
24.05.2024, 12:10 Uhr
@qwertz …
… wie Sie schreiben „für Verkehrsteilnehmer zumutbar“, da haben Sie wohl leider den ÖPVN vergessen!

Die Fachkräfte im Fahrbetrieb/Busfahrer vollbringen derzeit Höchstleistungen und müssen täglich an ihre Grenzen gehen!
Die diversen Umleitungen sind höchste Herausforderungen, zumal die Fahrgäste auf die Busverbindungen und Pünktlichkeit angewiesen sind!

Nicht immer nur an die PKW-Fahrer denken, es gilt genauso für den Schwerlastverkehr!

Ist immer eigenartig, was in NDH nicht klappt und wofür es zig Entschuldigungen gibt, klappt im Eichsfeld schon Jahrzehnte!

Außerdem sollte man nicht von „heißer Luft“ reden, wenn eine Partei bisher nicht einmal die Möglichkeit hatte, sich zu beweisen!

Unser alter und NEUER OB zeigte und zeigt immer noch nur einmal mehr, was „heiße Luft“ bedeutet!

Und mal ganz nebenbei ist das Verkehrschaos nicht die einzige „Baustelle“ der Stadt!
Rainer H.
24.05.2024, 13:16 Uhr
Stadtrat behindert AfD? Das liest sich aber im Liveticker anders.
Also wenn ich dem Live-Ticker der NNZ vom letzten Stadtrat vertrauen darf, liest es sich ein wenig anders.
Erwähnt hat Herr Kramer nicht, dass allein die Erstellung eines Straßenzustandsberichtes gut 170.000 Euro gekostet hätte, ohne das hierfür nur ein Meter Straße gemacht worden sei. Es steht auch drin, dass es im Moment, wo alle Straßen gesperrt seien und der Verkehr so schon stockt es keinen Sinn macht. Man empfahl sogar, das Thema in 3 Jahren wieder aufzunehmen, weil dann sei es richtig. Und der städtische Mitarbeiter versprach sogar zwischenzeitlich nach einer preiswerteren Variante zu suchen.
Also lief doch alles anders! Und es war keine grundlegende Ablehnung zum Thema.
Die Verwaltung prüfte und empfahl die Ablehnung. Was natürlich auch sinnvoll ist. Was würde das bringen, wenn ich einen Straßenzustandsbericht aus 2024 habe und 2027 das Geld. Dann stimmt doch der Zustand der Straße sowie nicht mehr mit dem Bericht überein. Und wird nicht vor jeder Straßenbaumaßnahme für die Straße selbst ein Angebot einholt? Da wird doch sowie der aktuelle Schaden erfasst. Bei uns in der Gemeinde ist das so. Und eine Priorisierung brauche ich glaube nicht. Jeder der durch diese Stadt fährt sieht, dass auf einmal Straßen kaputt gehen von denen man es nicht dachte, und Straßen noch durchalten, die eigentlich längst breit zu seien schienen.
Also liebe AfD, bitte lernt mit der Demokratie umzugehen, dann versteht man auch, dass es nicht immer gegen Euch geht, sondern einfach mal fachlich in einen andere Richtung.
MapaNDH
24.05.2024, 18:28 Uhr
Lützowstrasse
War es nicht die Afd, die zum Jahresende 2023 das Bauvorhaben verhindert hat und die Fördergelder, etc. im Nimmerland verschwinden ließ? Und jetzt große Töne von sich geben.... Super, genau das was wir brauchen
Iltis
24.05.2024, 22:26 Uhr
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