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Mo, 10:10 Uhr
31.07.2006

„Frisch Auf“ in der Wandereifel

Nordhausen/Neustadt (nnz). Der 106. Deutsche Wandertag in der Eifel ist bereits wieder Historie. Die Freunde der 59 Heimatvereine im Wanderverband schwelgen in der Erinnerung an erlebnisreiche Tage und vor allem vom Festumzug in Prüm. Auch aus die aus Neustadt. Deren Erinnerungen veröffentlicht die nnz.

„Frisch Auf“ in der Wandereifel (Foto: nnz) „Frisch Auf“ in der Wandereifel (Foto: nnz)

42 Wanderfreunde des Harzklub Zweigvereins Neustadt/Osterode waren mit dabei. Mit einem Bus fuhren wir für sieben Tage nach Zendscheid in die Eifel, ins Tal wo Milch und Honig fließen. Im wunderschön gelegenen Hotel „Haus Kylltal“ konnten wir bei sehr guter Verpflegung und hauseigenem Schwimmbad die Tage genießen. Na, was wäre ein Wandertag ohne wandern! Bei strahlendem Sonnenschein und schönster Ferienlaune machten wir eine 14 km lange Rundwanderung im Kylltal, selbstverständlich mit einem kundigen Wanderführer.

Unsere älteste Wanderfreundin, 84 Jahre alt, ließ es sich nicht nehmen, einen Teil der Strecke dabei zu sein. Nach einem Abstecher in den ehemaligen, heute zu St. Thomas gehörendem Wallfahrtsort St. Johann, erreichten wir wieder unser Hotel. Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit mit der Bahn nach Gerolstein zu fahren.

Nach einem ausgiebigen Wanderfrühstück begann unsere 2. Tagestour am Hotel und erstreckte sich über 20 km. Wir lernten die unberührte Natur des Kylltals kennen, vorbei an klaren Bächen und vielen Sehenswürdigkeiten, wie Burgen, Schlösser und Kirchen über die grünen Weiden der Kylltaler Waldeifel. Nach einer verdienten Mittagspause im Restaurant „Sonnenschein“ bot sich uns ein wunderschöner Blick ins Tal auf den Ort Malberg und das auf einer kleinen Anhöhe gelegen Schloss. Gut gestärkt erreichten wir den letzten Abschnitt unserer Wanderung. Vorbei an der Dorfkirche gelangen wir zum Schloss Malberg.

Nach der Besichtigung von Schloss, Kapelle und Garten wanderten wir entlang der Kyll zurück nach Kyllburg. Quer durch den historischen Stadtkern führt uns der Weg zum Bahnhof. Mit der Bahn ging es zurück nach Zendscheid, zum Hotel, wo wir uns durch einen Sprung in den Pool von den Strapazen der Wanderung erholten. Nach dem guten Abendessen trafen wir uns im Partykeller des Hotels bei Musik und guter Laune, ein Glas Wein zu genießen und bei einem Tänzchen die Waden zu entkrampfen.

Absoluter Höhepunkt war am nächsten Tag der 4 km lange Festumzug in Prüm mit seiner in den schönsten Farben leuchtenden Basilika. Der Landesverband Harzklub mit seinen 89 Zweigvereinen stand an 16. Stelle im Zug, an dem wir uns als Harzklub Zweigverein Neustadt/Osterode beteiligten. Das gab uns die Gelegenheit, selbst noch am Straßenrand zu stehen und den ankommenden Gruppen zuzuwinken.

Mehr als 30.000 Menschen bevölkerten beim Festumzug des Wandertages Sonntagnachmittag die Prümer Straßen- etwa 17.000 davon waren am Umzug beteiligt. Die ganze Stadt war in Feierlaune. Die Sonne lachte wie die Menschen. An der Spitze des Festumzuges sahen wir den Musikverein Prüm (90 Musiker, viele Kinder und Jugendliche dabei). Alle Teilnehmer waren farbenfroh kostümiert. Vom Dirndl bis zur Ritterrüstung, vom Barockkostüm bis zur Bauernarmee-Kluft. Der Umzug war einfach schön anzuschauen. Bunt geschmückt waren auch die Motivwagen. Blaskapellen, Spielmannszuge und Musikvereine lockerten das Geschehen auf und brachten Schwung.

Fröhlich, bunt, international, traditionell und modern zeigte sich die Wanderstadt Prüm bei besten Wetterbedingungen von ihrer besten Seite. Bis zu unserer Heimreise in den Südharz nach Neustadt gab es noch zwei weiter Höhepunkte.

Am Montag machten wir eine Eifel-Mosel-Rundfahrt. Nach kurzer Fahrt bewunderten wir in Wallenborn in der Vulkaneifel den „Wallenden Born“ – ein Naturphänomen – einzigartig in Europa. Der „Wallende Born“ ist ein kalter Geysir vulkanischen Ursprungs. Er wallt in regelmäßigen Abständen von ca. 35 Minuten auf und spritzt bis zu 4 Meter in die Höhe. Weiter ging’s zu der größten Mare bei Daun.

Ein nächstes Highlight war der Blick auf die Manderscheider Burgen. Wo die Mosel ihre schönsten Schleifen zieht, liegt hoch über den Weinbergen des bekannten Weinortes Piesport das Hotel „Moselpanorama“. Hier legten wir auf der Sonnenterasse eine ausgiebige Mittagspause ein und tranken ein Glas Moselwein. Höhepunkt dieser Tagestour war die Stadtrundfahrt in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands.

Auch die Fahrt nach Luxemburg mit einer kleinen Führung in der Stadt Luxemburg wird uns unvergesslich sein. Ein dickes Dankeschön an unsere Wanderfreundin Ute Fröbel, in deren Händen die Organisation der wunderschönen Tage in der Eifel lag. Wir sagen auf Wiedersehen in Saarlouis beim 107. Deutschen Wandertag vom 2.- 6. August 2007.
Heidi Urban, Pressewart
Autor: nnz

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