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So, 10:23 Uhr
03.09.2023
Fotoausstellung in der Kirche Woffleben

Queer-Sein und Glauben

Geschichte erzählt sich am besten in Geschichten. Ab Sonntag kommender Woche, an dem auch der Tag des offenen Denkmals stattfindet, tut man das in der Kreuz-und-quer-durch-die-Geschichte(n)-Kirche St. Johannis in Woffleben...

Kirchengemeinde und Kirchenbauverein geben Lebensgeschichten im Rahmen einer teils interaktiven Ausstellung Raum. Um 14 Uhr, am Tag des offenen Denkmals, wird sie mit einer Einführung, dem Neustädter Chörlein und anschließender Kaffeetafel eröffnet.

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Unter dem Titel „This is me - queer und religiös?“ kommen in der Foto-Ausstellung Menschen aus Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus zu Wort. Sie verknüpfen ihr Anders-Sein mit ihrem Glauben und berichten davon, wie ihre Religion ihr Queer-Sein beeinflusst - und umgekehrt. Queer – schwul, lesbisch, trans*- oder intergeschlechtlich. Ursprünglich für das Jüdische Museum in Rendsburg konzipiert, werden vom 10.09.-08.10.2023 in der St.-Johannis-Kirche 14 Porträts gezeigt. Menschen mit ihrem Leiden und Lachen, die 2023 noch immer diskriminiert werden.

„Es lohnt sich, zuzuhören, einzutauchen, sich anrühren und fragen zu lassen“, ist Franca Wenderoth vom Kirchenbauverein überzeugt. In einem ländlich geprägten Raum wie dem Südharz gebe es keinen CSD, kaum Demonstrationen für Vielfalt und Toleranz. „Und dennoch leben auch auf den Dörfern Menschen, die Ausgrenzung und seelische Verletzungen erfahren, mitunter in ihren Glaubensgemeinschaften – obwohl beides zu ihrer Identität gehört: queer und religiös zu sein“, erklärt Kevin Hosmann, einer der Hauptorganisatoren.

Die Organisatoren freuen sich über die Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches und des gemeinsamen Lernens sowie auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Und auf das Konzert von Alex Austen am 15. September, um 19.30 Uhr, im Rahmen der Ausstellung.

Öffnungszeiten:
Ausstellungsdauer: 10.09.–08.10.2023
Samstags + sonntags: 10–18 Uhr (am 30.09. 16–18 Uhr)
mittwochs: 16.30–18.30 Uhr
Sonderöffnungszeiten:
Mi., 20.09. (Weltkindertag): 10–18 Uhr
Di., 03.10. (Tag der dt. Einheit): 10–18 Uhr
Darüber hinaus können interessierte Gruppen auf Anfrage unter this-is-me-woffleben@mail.de Zugang auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten erhalten.
Autor: red

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Kommentare
henry12
03.09.2023, 13:02 Uhr
Der Kevin
Junge, sei doch einfach wie Du bist und mach, was Du willst !
Aber geh mir mit dem Privatkram von irgendwem nicht auf den Wecker und verschone mich mich CSD Missionierungen auf dem Lande.
Ich kenne keinen, der wegen irgend welcher sexueller Orientierungen diskriminiert wird. Das ist für mich Schnee von gestern.
Irgendwie hagelt es immer nur Vorwürfe von irgendwem..
Der gesamte Osten z.B. findet keine Gleichberechtigung und Anerkennung in diesem Land. Und das waren einmal 16,4 Mio. Und da reicht es , eine andere Meinung zu haben, um sofort vom Staat niedergemacht zu werden.

Anmerkung tech. Support:
Wo macht „der Staat“ sie den, wegen einer anderen Meinung nieder?
Kobold2
03.09.2023, 14:34 Uhr
Der Henry12
ist ein gutes Beispiel, warum vieles in diesem Land nicht mehr funktioniert.
Wenn er von gesamten Osten redet, der seiner Meinung nach keine Gleichberechtigung erfährt, möchte ich und auch viel in meinem Umfeld nicht von ihm vereinnahmt werden, denn wir haben das Gefühl nicht.
Im vorliegenden Fall ist er es selbst, der Probleme mit anderen Meinungen hat und die Person nieder macht.
Kritiker2010
03.09.2023, 16:23 Uhr
Gendern und Sexual-Folklore unterm Altar
Ich habe die (evangelische) Kirche in meiner Kindheit und Jugend stets als tolerant erfahren. Meine Pastoren waren Menschen, die im Leben standen. Sie wollten nicht missionieren oder verurteilen. Es war mehr eine Art Angebot, bestimmte Werte kennen zu lernen und diese zu leben. Dazu gehörte auch Toleranz. Toleranz kann man aber nur aus einer sicheren Position, z.B. einer Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten, gewähren.

Inzwischen scheinen die Kirchen in Deutschland aber eine inhaltsleerer Wackelpudding geworden zu sein. Jedes wunderliche Grüppchen findet nicht nur Gehör oder wird toleriert, sondern wird darin bestärkt diese Institutionen für seine Zwecke zu kapern und bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen.

Ich warte auf den Tag, an dem auf der großen Leinwand vorm Altar "Das Leben des Brian" aufgeführt wird und der Kirchenrat dazu Beifall klatscht ... vermutlich wird dann aber die Loretta-Szene raus geschnitten.
BerndLuky
03.09.2023, 16:42 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Verstoß gegen AGB
Betrachter
03.09.2023, 18:11 Uhr
Falsch Kobold
das Problem sind nicht die anderen Meinungen, sondern dass hierzulande eine Minderheit der Mehrheit aufdrängt, sie sei in der Minderheit. Das möchte ich aber nicht dem Artikelschreiber unterstellen. Alle können ihre sexuelle, religiöse und andere Ausrichtungen ausleben, aber wenn das eine oder andere für einen eben nicht passt, dann sollte man dies gleichermaßen respektieren. Inzwischen scheint es umgekehrt zu sein. Mit den zahllosen Kampagnen und Offenbarungen oder auch zunehmend in der Werbung der letzten Jahre wird z.T. in sehr aufdringlicher Form rübergebracht, was "normal, weltoffen und schick" ist und oft dadurch genau das Gegenteil im Kopf der Menschen verursacht. Manchmal frage ich mich schon, ob mit meiner Nachbarschaft irgendwas nicht stimmt. Da gibt es keine Schwarzen- sorry POC -, keine Muslime, keine Homosexuellen, keine Transgender......
Romikon
03.09.2023, 18:27 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
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