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Sa, 16:14 Uhr
22.07.2023
Mobilität im ländlichen Raum

Runde Tische gut besucht

Die in Ebeleben (Kyffhäuserkreis) und in Sitzendorf (Schwarzatal, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) durchgeführten Runden Tische zur „Mobilität im ländlichen Raum“ ermöglichten einen intensiven Austausch über nachhaltige, innovative und klimafreundliche Mobilitätskonzepte...

„Wir brauchen lokal passfähige Konzepte, um Mobilität als Daseinsvorsorge in dünn besiedelten Räumen sicherstellen zu können. Diese Mobilitätsangebote müssen nachhaltig, bezahlbar und zugänglich sein und vor allem eine kluge Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel darstellen“, so Infrastrukturstaatsekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig.

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Grundsätzlich zielt das Projekt des TMIL darauf ab, in Zeiten demografischer Veränderungen, des Klimawandels und steigender Energiepreis die Frage zu beantworten, wie sich Mobilität attraktiv und bezahlbar sicherstellen lässt. In einem ersten Schritt fand im letzten Herbst eine Umfrage in zahlreichen Thüringer Kommen. An der Umfrage haben fast 5.000 Menschen aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten teilgenommen. Die Umfrage zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Verkehrsanbindung der ländlichen Räume sehen. Dabei wurde nicht nur auf den ÖPNV und SPNV fokussiert, sondern auch die Erweiterung der Radinfrastruktur und der Elektromobilität eingebracht.

Danach wurden zwei Fokusregionen ausgewählt, der südliche Kyffhäuserkreis und das Schwarzatal, wo im April 2023 offene Bürgerforen durchgeführt wurden. In deren Ergebnis kam es nun zu Runden Tischen mit interessierenden Bürgerinnen und Bürgern sowie Gremien, Verwaltungen und Verbänden.

Auf den gut besuchten Foren in Ebeleben (12.7.2023) und Sitzendorf (17.7.2023) wurden mehrere Dutzend Themen aufgriffen, u.a. die Weiterentwicklung eines bedarfsgerechten und ausreichenden Bus- und Bahnangebots, die bessere Vertaktung der bestehenden ÖPNV-Angebote, die Erweiterung der Radwegeinfrastruktur sowie die Anbindung kleinerer Ortsteile. Festgestellt wurde aber auch, dass es bereits eine Vielzahl an Mobilitätsangeboten und Modellprojekten gibt, die nicht hinreichend vernetzt oder bekannt sind oder noch gar nicht als ein Beitrag zur Mobilitätswende wahrgenommen werden.

Im nächsten Schritt wird das TMIL einen Ergebnisbericht erstellen. Anschließend findet im Herbst ein überregionaler Expertenworkshop statt. Die Ergebnisse des umfangreichen Dialogprozesses werden Ende des Jahres in die Regionen zurückgebracht und nochmals Möglichkeit zum Gespräch gegeben, bevor der Bericht finalisiert und anschließend veröffentlicht wird. „Ziel ist es, einen Werkzeugkoffer mit unterschiedlichen Instrumenten zusammenzustellen, so dass auch andere Regionen Thüringens von den Ergebnissen profitieren können“, so Prof. Schönig. Dabei gehe es einerseits um konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Mobilität vor Ort. Andererseits solle auch das Instrument des Partizipationsprozesses etabliert werden, weil dieser die notwendige Voraussetzung darstelle, passfähige und nachhaltige Mobilität vor Ort zu gestalten. Die Umsetzung eines solchen Prozesses und möglicher Handlungsstrategien liege letztlich in der Verantwortung der lokalen Akteurinnen und Akteure und in deren Zusammenarbeit.
Autor: red

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Kommentare
grobschmied56
23.07.2023, 02:33 Uhr
Wie sich Mobilität im dünn besiedelten ...
... ländlichen Raum sicher, zuverlässig und preiswert herstellen läßt, kann ich Infrastrukturstaatsekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig jederzeit vorführen. Mit einem in Deutschland hergestellten, sehr zuverlässigen und robusten Kleinwagen, welcher alle Anforderungen eines Landbewohners in einer wirtschaftlich abgehängten Ecke Deutschlands erfüllt.
Es handelt sich in meinem Fall um einen Kleinwagen, hergestellt im mitteldeutschen Wirtschaftsbereich, Baujahr 2012, betrieben mit Super/Autogas.
Anschaffungspreis (Mai 2012) - weniger als 16.000 €. Damals als ganz schön happig empfunden - heute geradezu ein Schnäppchen!
Extrem zuverlässig, sparsam im Verbrauch (z.Z. ca. 8.60 € pro 100 Km).
Universell einsetzbar als Einkaufskarre, Familienkutsche, Urlaubsmobil.
Qualität: Made in Germany
Alltagstauglichkeit: 10 von 10 Punkten.
Langlebigkeit: Top.
Reichweite: einmal voll betankt traumhafte 900 Km.
Seniorengerecht: Komme mit 67 gut damit zurecht, voraussichtlich auch noch mit 77!

Vermutlich wollte all das die hochgelahrte Frau Professorin und Staatssekretärin aber gar nicht hören oder lesen.
Deshalb hat sie Leute wie den Grobi auch vorsichtshalber gar nicht erst gefragt.
Sondern eher Auto - Feinde, die das Heil in der Abschaffung des PKW sehen.
Kobold2
23.07.2023, 10:44 Uhr
Von den ständigen Wiederholungen
Kann man gut ableiten, das sie von Fahrzeugkostenrechnung nichts gehört haben und auch nichts wissen wollen. Der demografische Wandel findet auch nicht statt, denn es werden dadurch immer mehr ältere Menschen nicht mehr in der Lage sein selbstständig ein Auto zu fahren. Vollgestopfte Städte, dadurch mehr überforderte Fahrer, immer weniger Parkraum, dadurch zwangsläufig steigende Parkgebühren kommen bei jemanden nicht vor, der meint, das die Kraftstoffkosten der alleinige Bezugspunkt wäre. Mit der Sichtweiseist ein andauernde Unzufriedenheit unausweichlich.
altmeister
23.07.2023, 12:09 Uhr
Bezug zum Artikel
Sehr geehrter @Kobold2, wenn Sie den Artikel richtig gelesen hätten, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass es um das ländliche Gebiet geht, nicht um die vollgestopften Städte!
Manchmal sollte doch darüber nachgedacht werden, die eigenen Scheuklappen abzulegen.
Haben Sie überhaupt einmal darüber nachgedacht, wie das tägliche Leben ohne ÖPNV im Minutentakt, ohne mehrere Einkaufsmöglichkeiten gleich um die Ecke, ohne Gaststätte, Theater, Kino usw. vor Ort funktioniert?
Die Zusammensetzung dieser "runden Tische" ist im Artikel nicht ersichtlich, jedoch schon aus der Umfragequelle ergibt sich, da auch kreisfreie Städte einbezogen sind, dass ein nicht geringer Anteil der Teilnehmer aus dem urbanen Lebensbereich ist, welcher die Gegebenheiten des Landlebens nicht selbst lebt.
Wo soll da, bis auf die Erfahrungen vom "Urlaub auf dem Bauernhof", eine realistische Einschätzung der Gegebenheiten und Probleme her kommen?
grobschmied56
23.07.2023, 12:15 Uhr
Thema (leicht) verfehlt, lieber Kobold ...
... also den Beitrag noch mal durchlesen!
Es ging darin (Zitat):
um '„Wir brauchen lokal passfähige Konzepte, um Mobilität als Daseinsvorsorge in dünn besiedelten Räumen sicherstellen zu können. "
Zitat Ende.
Von Großstädten und Ballungsräumen war weniger die Rede.
Lautaro
23.07.2023, 12:36 Uhr
Nun Herr Kobold.....
Nicht jeder Zeitgenosse hat seinen Einkaufsmarkt, seinen Haus-oder Zahnarzt gleich um die Ecke. In manchen Dörfern fährt 2mal am Tag ein Bus in die Kreisstadt.
Als ich einem Kollegen erzählte, dass ich beim Renteneintritt auf mein Auto verzichten werde...antwortete er, dass dies für die Bewohner vieler Dörfer völlig unmöglich ist.
Nur zur Erinnerung.....damals fuhr zb. alle 15min ein Bus zwischen Salza und dem Hauptbahnhof.
P.Burkhardt
23.07.2023, 13:16 Uhr
kein neues Thema
Auf dem Land muss die Mobilität zwangsläufig komplizierter sein - weil die Wege weiter sind. Wer damit nicht zurecht kommt, sollte halt in die Stadt ziehen muss dann eben auf die Landidylle verzichten.

Aber ja, der ÖPNV auf dem Land ist ausbaufähig - allerdings ist die Frage, wie er denn genutzt wird. Die alten Bus- und Bahnlinien werden ja nicht ohne Grund nicht mehr bedient. Sie waren einfach unwirtschaftlich, weil jeder eben lieber ganz bequem mit seinem Auto fährt. Erst mit den gestiegenen Spritpreisen, kam der Ruf nach mehr ÖPNV auf dem Land wieder richtig hoch. Kann man machen, aber so ein Ticket wird dann teuer sein, weil die Fahrgastzahlen garantiert immer noch zu gering sind - und das gibt dann wieder Geschrei !
Kobold2
23.07.2023, 15:11 Uhr
Ja so ist das,
Wenn man in seinen Mustern gefangen ist...
Der ländliche Bewohner muss zwangsläufig auch mal in die nächste Stadt, da er ja nicht alles auf seinem Dörfchen vorfinden kann.
Darauf hab ich mich bezogen.. Somit hab ich hier nichts verfehlt, sondern andere haben die Thematik nicht umfassend genug betrachtet, oder verstanden.
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